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Das Arier-Reservat – eine kritische Betrachtung

Vor kurzem sah ich das „Rettet die Arier“-Video. Was als lustige Satire daherkommt, hat es meiner Ansicht nach in sich. Doch zum Inhalt: Im Video wird ein Arier, dargestellt durch einen nackten, athletischen blonden Mann mit blauen Augen und Leni-Riefenstahloptik, von zwei Menschenschütern, einem bärtigen Mann und einer schwarzen Frau, „ausgewildert“. Er wird betäubt und mit einem Sender (Halsband) aus einer Kiste in das Reservat (einem Wald) entlassen, indem er sich am Ende mit einer Arierin, einer blonden Frau mit Zöpfen, vor der Kamera „paart“ und den Hitlergruß zeigt.

Warum sehe ich dieses Video als kritisch an? Nun, zuallererst frage ich mich, was die Aussage des Videos ist. Fangen wir mit dem Arier an sich an. Hier ist eine klare Gleichsetzung der Begriffe „Nazi“ und „Arier“ zu erkennen, dies ist mehrfach im Video zu verstehen. Das Video beginnt wie folgt: „Fremde Rassen dringen in den Lebensraum des Ariers ein und bedrohen seine Existenz. Im Heinrich-Himmler-Reservat werden die Arier vor dem Aussterben gerettet.“ Schon hier ist am Namen des Reservates diese Gleichsetzung zu erkennen.

Nun sind die Medien nicht mit Berichten des Aussterbens der Arier gespickt, und auch Pegida oder die AfD sprechen nicht davon. Die Sorge der „Nicht-Mainstreamer“ betrifft die Verdrängung der Deutschen! Ist hier eine Gleichsetzung von Arier = Nazi = Deutscher gerechtfertigt? Ich denke ja.

Nun bekommt das Video einen ganz anderen Einschlag. Schauen wir uns an, was im Video passiert: Der Arier ist klar als Tier definiert, er ist dumm, triebgesteuert und von natürlicher Boshaftigkeit, was man am Hitlergruß am Ende erkennt. Und er ist nackt, also zur minimalen Intelligenzleistung nicht fähig, um Kleidung herzustellen und zu tragen. Er ist aber laut der „Menschenschützer“ ein Mensch. Aber er ist ein niederes Lebewesen, dies ist klar erkennbar. Er erbringt offensichtlich weniger Leistung an Kultur, Zivilisation, Klugheit etc. und lebt durch die Güte der Auswilderer. Die Situation zeigt, wer in dieser Beziehung die Allmacht hat: Der Menschenschützer. Der Arier lebt, weil die überlegene Spezies es in Ihrer Güte will. Er hat nur Existenzberechtigung, wenn sie gnädig ist.

Eigentlich ist er kein Mensch, alles, was hier gezeigt wird, die Nacktheit, das Lächerlichmachen, die sklavenartige Existenz zur Belustigung, zeigt eins: Entmenschlichung. Rassimus.

Doch ist das Video perfide gemacht: Der Arier ist keine abgrenzbare Gruppe in Deutschland, man kann erkennen, dass der Deutsche gemeint ist, doch nur durch die Blume. Festnageln kann man die Macher so nicht. Deshalb halte ich die häufig gepostete Kritik, welche das Gedankenspiel, statt des Wortes „Arier“ das Wort „Neger“ zu verwenden und die soziale Reaktion in den Medien zu vorherzusagen, für richtig, aber nicht als hartes Argument verwendbar.

Spinnt man meinen Gedanken weiter, so hält das Video viele Fragen bereit: Ist es ein Hinweis, dass die Menschenschützerin eine schwarze Frau ist? Dass ihr Partner ein weißer Mann ist, sie also zusammen eine kleine multikultuerelle Gesellschaft bilden die dem „reaktionären Paar“ überlegen ist? Ist es Zufall, dass die Arier Weiße sind? Oder dass die Arier nur noch in Reservaten leben dürfen, da sie verdrängt werden wie im Eingangstext erwähnt? Dass sie nur noch geduldet werden?

Antworten kann ich keine geben – es reicht mir, wenn Sie darüber nachdenken.

Der Wanderer

 

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