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Was kann ich tun? Wege in den legalen Widerstand Teil 1

„Wenn ich auch nicht viel von Politik verstehe, und auch nicht den Ehrgeiz habe, es zu tun, so habe ich doch ein bisschen ein Gefühl, was Recht und Unrecht ist, denn dies hat ja mit Politik
und Nationalität nichts zu tun. Und ich könnte heulen, wie gemein die Menschen auch in der großen Politik sind, wie sie ihren Bruder verraten um eines Vorteils willen vielleicht. Könnte einem da nicht manchmal der Mut vergehen? Oft wünsche ich mir nichts, als auf einer Robinson-Crusoe-Insel zu leben.“ Sophie Scholl

Das obige Zitat spiegelt für mich eins wider: Auch wenn dutzende Experten in dutzendentalkshows uns überzeugen wollen, dass wir die Welt und die Dinge in ihr nicht wirklich verstehen – dass wir diffuse Ängste oder Vorurteile haben, die uns vom Pfad der Tugend abbringen – nichts ist so wertvoll wie der eigene Verstand!

Jeder von uns kann die Realität mit seinem Verstand, seinem eigenen moralischen Gewissen und seiner Lebenserfahrung erfassen. Wir brauchen niemanden, der uns die Welt erklärt. Dies ist ja gerade das „Sapere aude!“, welches Immanuel Kant uns hinterlassen hat. Ich erweitere hier frei: Habe Mut, dich
deiner eigenen Wahrnehmung zu bedienen und dir selbst zu vertrauen. Du spürst, was falsch ist! Nutze, was dir gegeben ist und denke nach!

Was kann man tun, wenn man für sich feststellt hat, dass irgendetwas im Lande katastrophal schief läuft? Und zwar etwas, bei dem es nicht nur um ein Randthema handelt, sondern um etwas, was die eigene Existenz oder die Existenz der eigenen Kinder, ja des ganzen Volkes in Frage stellt?

Viele scheitern wohl an dieser Frage und verzweifeln. Auch ich wusste anfangs nicht, was ich tun sollte. Nichtsdestotrotz kam für mich irgendwann der Punkt, an dem ich wusste, dass ich den Rubikon überschreiten würde, ja musste!

Dieser Artikel und die folgenden Texte sollen Wege aufzeigen, sich aktiv in den Widerstand einzubringen. Sie sollen Mut machen und auch ermutigen, das eigene Schicksal in die Hände zu nehmen. Und dabei nur legale Möglichkeiten aufzeigen.

Die drei skizzierten Säulen sollen dabei aufzeigen, was überhaupt möglich ist.

Sicherlich ist diese Grafik nicht vollständig und dient eher als Basis, den Ansatz zu erweitern. Dementsprechend freue ich mich über Kommentare oder feeback per email.

Auch bewerte ich hier die einzelnen Wege bewusst nicht. Ich mag einige Ansätze für wenig erfolgversprechend halten, doch ich will hier nichts vorwegnehmen und bin nicht das Maß der Dinge. Ein anderer Leser mag die von mir verworfenen Ideen anders beurteilen.

Was aus dem Sammelpunkt der Möglichkeiten für dich machbar ist, musst du entscheiden! Sei dir gewiss: Eins davon muss „deines“ sein, oder du fügst ein eigenes Teil dazu. Wenn du den Artikel liest und danach nichts tust, so sage ich dir: Du hast dich entschieden, Schaf zu sein statt des Wolfes!

Ein jeder muss für sich selbst prüfen, welches Risiko er bereit ist einzugehen und wo seine Talente oder seine Möglichkeiten liegen, etwas zu tun. Aber: Für jeden gibt es irgendetwas zu tun, und wenn es nur ein Bruchstück des großen Ganzen darstellt.

In Teil 1 des Artikels behandle ich die Säule „Informationskrieg“. Der Begriff ist nicht von mir, sondern u.a. von Martin Sellner geprägt, der in der Identitären Bewegung Österreich aktiv ist. Aber auch bei anderen Autoren findet man ähnliche Worte, die beschreiben sollen, dass ein Kampf um die Informationshoheit stattfindet.

Was hier in Europa heutzutage passiert, passiert auch, weil die Medienlandschaft der Politik meist willfährig in die Hände spielt. Oder anders gesagt, es erfolgt seit Jahrzehnten eine Umerziehung, die Medien fungieren wie Staatsorgane, die Informationen vorfiltern, verändern oder ausblenden bis hin zur Lüge.

Wir sind die Späher, die auf der Hügelkuppe stehen und sehen, was auf den Treck unten an Gefahren zukommt. Und ja, die da unten wollen es nicht hören, denn sie leben in der Hoffnung einer heilen Welt. Sie werden uns vielleicht hassen dafür, dass wir die Wahrheit sagen. Doch es ist unsere Pflicht, sie zu warnen und ihnen Fakten an die Hand zu geben.

Aufzuklären. Unsere eigene Informationshoheit wieder herzustellen und anderen dabei zu helfen, dies auch zu tun. Wir müssen wieder für Ausgewogenheit in der Informationswelt sorgen.

Aber wir können dies geschickt tun und müssen nicht zwingend mit dem Kopf durch die Wand. Wir können wahrscheinlich nur der Impulsgeber sein, damit sie die Entscheidung zwischen den bunten Pillen treffen können, wie wir es aus „Matrix“ kennen.

Wir sind keine Missionare. Die Erkenntnis muss in den Menschen selbst reifen. Aber wir können der Stein des Anstoßes sein. Und wenn es nur eine geschickte Frage ist, die zum Nachdenken anregt, wie „Wie sollen wir das alles bezahlen?“.

Der Beginn sollte hier immer sein, sich auf alternativen Medien selbst Informationen zu beschaffen. Es ist ein grundsätzlicher Fehler, sich ausschließlich vor den Fernseher zu setzen und sich die Information bringen zu lassen. Diese Information ist automatisch vorgefiltert, weil ja nur ausgewählte Inhalte zum tragen kommen.

Warum sollte mir das z.B. ZDF neutrale Informationen bringen, wenn die Rundfunkräte politisch besetzt sind? Warum sollten die Medien unabhängig berichten, wo es doch immer attraktiv ist für Firmen oder die Politik, über die Informationshoheit die Realität zu verändern und zu steuern und solche Kanäle (wie Presse, Radio, Fernsehen) für sich einzunehmen oder aufzukaufen?

Selbst bei einem gutmeinenden Sender sitze ich schon in der Informationsfalle. Dennoch sollte man neben der eigenen Recherche auch immer die mainstream-Presse beobachten, um zu vergleichen und
Argumentationsgrundlagen zu erkennen. Das geht besonders gut, wenn auf alternativen Medien eine Information weit früher bekannt ist, als in der mainstream-Presse. Köln 2015 ist ein gutes Beispiel dafür.

Eine einfache Möglichkeit ist es, aufklärende Texte zu verfassen oder seine eigene Meinung niederzuschreiben. Es mag den ein oder anderen erhellen, ihm Mut machen oder ihm zeigen: Ich stehe mit meiner Ansicht ja gar nicht allein da!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das hilft ungemein. Oftmals kann ich diese Texte auch anonym einbringen, wenn ich das Risiko nicht eingehen kann, meinen Klarnamen zu verwenden. Wichtig ist hier immer, die Fakten zu kennen, um nicht unhaltbare Thesen aufzustellen. Natürlich kann ich dazu auch einen eigenen blog oder vlog (d.h. eine Art persönliches Tagebuch im Internet) verwenden.

Guerilla Marketing klingt zwar martialisch, bezeichnet im Marketing aber nur Aktionen, die schnell und überraschend sind und einen großen Effekt aufweisen. Hierzu ein Hinweis: Die Grenzen zur Legalität können hierbei, je nach Aktion aufgeweicht werden, man sollte sich vor jeder Aktion genau informieren.

Was kann guerilla marketing in unserem Kontext bedeuten? Im einfachsten Fall, irgendwo überraschend ein Banner aufzuhängen und es nach einiger Zeit wieder abzunehmen, wenn nötig. Diese Art Aktionen kommen ursprünglich aus dem linken politischen Spektrum (z.B. bestieg greenpeace das Brandenburger Tor und entrollte große Banner, um gegen Atomkraft zu protestieren), werden inzwischen aber auch sehr stark von der Identitären Bewegung benutzt.

Es muss aber nichts Kompliziertes sein, selbst auf verschneiten Autoscheiben etwas schriftlich zu hinterlassen oder kleine Informationszettel an ausgewählten Orten zu deponieren, ist eine hilfreiche Aktion. Das Thema in seiner Gänze zu beschreiben ist hier nicht möglich, ich empfehle das Thema Guerilla Marketing einfach zu googeln, um sich Anregungen zu holen.

In gewisser Hinsicht gehörten auch flash mobs zum obigen Punkt. Das bedeutet: Ein paar Leute verabreden sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, um eine Aktion zu präsentieren. Beispiel: Ein paar Musiker treten nacheinander in einer Fußgängerzone aus der Menge hervor, sammeln sich an einem Punkt und spielen für die überraschten Passanten ein Ständchen und verschwinden dann wieder.

Hier ist Kreativität gefragt: Was kann dies in unserem Kontext bedeuten? Beispielsweise könnte man aus dem Nichts heraus mit einer Leinwand, einem Laptop und Beamer auftauchen und irgendetwas zum Thema abspielen und schnell wieder verschwinden. Oder sich sammeln und ein kritisches Lied singen. Oder einen Sprechchor anstimmen. Ein Gedicht vortragen. Was auch immer. Hier ist Kreativität gefragt.
Beide Punkte fallen auch in die Kategorie Aktionen, ich habe sie hier aber aufgeführt, wenn die Zielsetzung „Informationskrieg“ ist. In der Kategorie Aktionen könnten auch andere Ziele vorrangig sein (z.B. mediale Aufmerksamkeit). Vorteil ist, dass man so schnell wieder weg ist, dass nicht mit Gegenaktionen wie z.B. gewaltbereiter Antifa zu rechnen ist.

Vorträge halten oder Seminare organisieren oder selbst diese konsumieren, trägt ebenfalls zur Rückgewinnung der Informationshoheit bei. Parteien bieten oft auch Stammtische an. Im gesamten social media Bereich können Informationen schnell und weit verbreitet werden. Es kann geteilt und gelikt werden, solange Herr Maas uns noch lässt. Facebook und youtube sind nur zwei Möglichkeiten.

Nutzen wir die Technik! Und holen wir uns selbst Informationen! Und zwingen wir die Medien, ihr Schweigen zu brechen! Köln lässt grüßen.
Viral marketing nutzt ebenfalls die modernen technischen Möglichkeiten des Internets, d.h. es
wird eine Information mit einem nützlichen Inhalt verknüpft. Darüber soll eine massenhafte Verbreitung, einem Virus gleich, erfolgen. Ein einfaches Beispiel stellt ein schönes Musikvideo dar, welches einen kritischen Text transportiert. Oder ein humorvoller spot, der deshalb geteilt wird, weil alle den Witz mögen.

Auch hier sind die Möglichkeiten unendlich groß, ich empfehle ein Vorgehen analog zum guerilla marketing. Kettenbriefe mit einem politischen Inhalt zähle ich hier einfach dazu, diese werden heute
meist per messenger oder email erfolgen.

Ganz ohne Internet ist die Verteilung von günstig gedruckten oder selbst erstellten flyern eine Möglichkeit, die einfach und schnell erfolgen kann. Entweder drückt man diese interessierten Leuten in die Hand, verteilt diese in wohlgesonnenen Kneipen oder steckt sie in öffentlichen Märkten zwischen CDs und Bücher (letzteres ist keine Empfehlung, allerdings habe ich von solchen Aktionen erfahren und sie hier daher aufgenommen). Wer es sich leisten kann (in doppelter Hinsicht), der kann auch entsprechende T-Shirts tragen, um seine Meinung kundzutun oder auf Internetseiten zu verweisen. Möglichkeiten sind Selbstdrucke, die IB-nahe Kleidung oder – die zu bestellenden lightwarriors-t-shirts.

Der Ansatz der speakers corner geht auf den Hyde Park zurück, wo es Tradition ist, dass Leute in der speakers corner frei Reden halten dürfen. Meist nehmen sich die Sprecher eine Kiste oder Trittleiter, um erhöht zu stehen. Die speakers corner in England sah sogar Berühmtheiten wie Marx und Lenin. Diese Tradition wurde auch von anderen Ländern adaptiert.

Für die Mutigen unter uns bedeutet dies: Nehmt euch eine Kiste, stellt euch für 10 Minuten in eine Fußgängerzone und haltet eine Rede in eurer ganz eigenen speakers corner. Es gibt auf youtube Videos von Leuten, die so etwas getan haben. Man sollte sich vorab erkundigen, ob es hier ordnungsrechtliche Beschränkungen gibt.

Auch ist es möglich, einen Informationsstand anzumelden und die Bevölkerung von dort aus aufzuklären. Das ist z.B. bei Parteien oder Organisationen wie Pax Europa Standard. Allerdings wächst hier die Gefährdungslage durch Übergriffe für das Personal ständig.

Sich selbst vernetzen ist ebenfalls ein wichtiger Baustein, um mehr Informationen zu erhalten oder zu verteilen oder Aktionen anzuschieben. Eine whatsapp-Gruppe erstellen kann jeder. Ob genannter Messenger die erste Wahl ist, müsst ihr selbst entscheiden. In diesem Rahmen empfehle ich auch die Möglichkeit, dem Projekt Leuchtfeuer beizutreten, dies ist auf dieser Homepage in Kürze als eigner Punkt aufgeführt.

Auch Gespräche mit anderen, die sich ergeben, sind eine gute Möglichkeit, argumentativ gegenzuhalten und die Schläfer, die noch nicht verloren (weil ideologisch realitätsverweigernd) sind, zu wecken. Dazu ist es wichtig, Argumentationsleitfäden zu erstellen, um z.B. den typischen Gegenargumenten (z.B. „es sind ja nicht alle so“, „das waren gar keine Flüchtlinge“ etc.) sofort etwas entgegensetzen zu können.

Wichtig ist hier, immer harte Quellen sofort aus dem Hut ziehen zu können. Nichts ist, wissend dass man Recht hat, schlimmer als unterzugehen in der Diskussion, weil man sich schlecht vorbereitet hat. Dies habe ich selbst bei professionellen Politikern gesehen, weil die Gegenseite einfach anzweifelte, dass die von Politiker A zitierte Umfrage existierte und dieser Politiker B keine Quelle nennen konnte.

Lesen Sie auch die Fortsetzung hier

Der Wanderer

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