Home / Lyrik / Mach dich frei

Mach dich frei

image_pdfimage_print

 

In Mutter Entes nassem Nest

Wuchs einst ein Küken klein

Und wuchs und wuchs und irgendwann

Stellt´s Fragen sich zum Sein

 

„Warum, oh Mutter ist so scharf

Der krumme Schnabel mein?

Warum sind Krallen an dem Fuß

Wo Schwimmhaut sollte sein?“

 

„Mein Sohn, sei still und frage nicht

Denn das gehört sich wirklich nicht!

Hör auf die Mutter, die dir sagt

Dass man nicht einfach lauthals klagt“

 

„Warum sind alle unter sich

Und ich bin ganz allein?

„Mein Sohn, du bist ein Enterich

Da kann kein Zweifel sein!“

 

„Oh Mutter warum sehe ich

So klar und du bist blind?“

„Hör auf zu fragen bleib im Nest

Du garst´ges freches Kind“

 

Da denkt er nach, und wird ganz still

Dann – wiegt sich auf und nieder

Und breitet weit die Schwingen aus

Steigt auf ins Blau  – und kehrt nie wieder

 

14.05.2020

 

update: Nun mit Video

Check Also

Corona chronicles V – Seelenspiegel

  Corona Chronicles, das sind Berichte über Alltagserlebnisse und wie sich die Welt und die …

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Follow

Follow this blog

Get every new post delivered right to your inbox.

Email address

Zur Werkzeugleiste springen