Corona chronicles VI – vom Wahnsinn und vom Kraft schöpfen

 

update: Jetzt mit Video

 

Corona Chronicles, das sind Berichte über Alltagserlebnisse und wie sich die Welt und die Menschen in Zeiten von Corona verändert haben. Und was das alles mit dem Herz eines Mannes macht.

 

Erschöpfung

Die letzten Monate habe ich auf hoher Flamme gebrannt – ich habe Texte geschrieben, Beiträge eingesprochen, Videos erstellt, Reden gehalten, mich vernetzt und die Grundrechte-Demonstrationen in vielfältiger Weise unterstützt.

 

Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass dies nicht ewig so funktioniert. Ich hatte einen Zustand der Demotivation und Lustlosigkeit erreicht, der mich wie leicht gelähmt zurückließ. Ja, auch eine Kraftlosigkeit. Man darf aber nicht ausbrennen.

 

Zudem schwächt mich persönlich der ständige Konflikt mit den Maskennazis – ich bin soweit, dass ich bei Kleinigkeiten wie dummen Sprüchen kurz davor bin voll zu eskalieren, was bedeutet, meinen Einkaufskorb auf den Boden zu schütten oder irgendwen als Faschist anzuschreien. Dies resultiert aus kognitiver Dissonanz, weil ich die Fakten wahrnehme und gleichzeitig sehe wie alle um mich herum scheinbar wahnsinnig geworden sind. Hauptsache die Regeln befolgen, ja nicht denken.

 

Der tägliche Wahnsinn

Eben erzählte meine Tochter (die keine Maske trägt und daher sowieso schon verdächtig ist), dass sie beim Betreten des Klassenraumes nicht die Hände gewaschen hatte. Die anderen Schüler bedrängten sie weil es wegen Corona vorgeschrieben war und meine Tochter widersetze sich mit einem „hört nicht auf Merkel“.

 

Die anderen Schüler waren direkt panisch und erwiderten, Frau Merkel wäre “gut und würde sich nur um die Gesundheit der Menschen sorgen“. Dass Frau Merkel sich um das wohl der Bevölkerung sorgt, ist wohl so ziemlich das Unwahrscheinlichste was ich mir vorstellen kann, dicht gefolgt von einem Meteoriteneinschlag in Hannover.

 

Die Klassensprecher informierten dann die Lehrer. So junge Blockwarte kannte ich noch garnicht! Eine Lehrerin packte meine Tochter am Handgelenk und wollte sie mitziehen, aber meine Tochter befreite sich. Eine andere Lehrerin drohte ihr dann, ich müßte sie von der Schule abholen wenn sie nicht die Hände waschen würde. Welch Verhältnismäßigkeit… Meine kleine Tochter fügte sich dann dem Druck und wusch die Hände.

 

Dann haben wir als Abrundung heute noch einen Brief des niedersächsischen Kultusministers bekommen, der die Kinder im Kindergartenton mit einem fröhlichen „Wir schaffen das …gemeinsam“ auf die vorgegebenen Linie einschwören will. Die Partei die Partei…

 

Ich bereite mich geistig schon auf ein Gespräch mit der Schule vor. Vielleicht schaue ich mir vorher nochmal Falling Down mit Michael Douglas an. Sarkasmus off.

 

Meine Mutter war vor kurzem beim Arzt. Sie wollte gerade der Arzthelferin die Krankenkassenkarte geben, als die Ärztin um die Ecke kam und meine Mutter anblaffte „sie schonmal garnicht sie haben keine Maske“. Meine Mutter insistierte auf der Maskenbefreiung, die Ärztin weigerte sich sie zu behandeln, meine Mutter erwiderte etwas von Nötigung und zog ab. Als sie nach Hause kam, wurde sie von der Ärztin angerufen, sie könne das so nicht stehen lassen, meine Mutter müsse doch Verständnis haben es gäbe soviele Denunzianten, sie müßte die Auflagen befolgen, sie würde meine Mutter in der Mittagspause behandeln oder nach Feierabend. Der Maskenlose als Aussätziger. Ganz großes Kino.

 

Ich hätte ja gesagt „im 3. Reich gab es auch Regeln“. Vielleicht sollte man sich eine Armbinde mit einem Coronabild darauf anschaffen.

 

Konflikte bluten dich aus

Dieser ständige Kampf schwächt. Er belastet mich persönlich psychisch, ja, ich rege mich inzwischen so auf, dass ich Kopfschmerzen bekomme.

 

Man kann auf Dauer nicht immer nur Energie geben sondern muss auch Ruhephasen einlegen. Immer gegen den Strom zu schwimmen schwächt.

 

Zumal auch der Zweifel nagt, ob der eingeschlagene Kurs Erfolg zeigt, oder ob man andere Wege gehen kann – dazu mehr in einem anderen Video.

 

Kraft schöpfen

Zum Kern. Wir müssen gerade wenn wir im Widerstand sehr aktiv sind, uns Auszeiten gönnen.

 

Der Druck ist sonst zu groß und macht krank – man bedenke – wir sehen mit Klarheit, wie eine Diktatur eingeführt wird, die anderen schlummern vor sich hin und fühlen sich moralisch total gut, wenn sie dich denunzieren. Die leiden nicht so wie wir, die wir „verstehen“. Wenn wir ausbrennen, nützt es niemandem. Und so etwas passiert wirklich, es gibt Leute, die an der Situation zerbrechen.

 

Das mag arrogant klingen, aber so empfinde ich es: Ignoranz kann auch ein Segen sein, wenn man sie beherrscht – ich kann es leider nicht.

 

Das hier wird ein Dauerlauf, kein Sprint, und wenn ihr eure Kraft auf den ersten 100 m verfeuert oder einen Herzinfarkt bekommt, seid ihr raus aus dem Spiel.

 

Meine Tipps

Nehmt euch also die Zeit, auch mal einen Schritt zurück zu treten, andere sollen eure Lücke füllen. Die Römer haben im Falle des Rotate-Befehles all paar Minuten die vordere Reihe ausgewechselt, damit alle Kämpfer immer frisch waren. Wir müssen ähnlich agieren.

 

Schöpft Kraft aus der Vernetzung mit Gleichgesinnten und neuer echter Solidarität.

 

Geht viel hinaus an die frische Luft, lauft, spaziert, sinniert im Herbstlaub auf einer Bank im Park.

 

Treibt Sport, die Bewegung stärkt Geist und Körper und vielleicht vergesst ihr in diesem Moment die Welt um euch herum ein bißchen.

 

Bewegt euch in euren Blasen (etwas was ich sonst nicht empfehle), statt ständig den Versuch zu unternehmen, andere zu überzeugen. Das klappt beim Großteil der Bevölkerung nicht, weil sie zu borniert und Autoritätshörig ist. Allenfalls die Suchenden bringt auf den Weg.

 

Sprecht mit anderen, um euch Luft zu machen – es in sich hineinfressen ist vermutlich nicht gut. Aber dann hört danach auf und laßt nicht zu, dass es euch den ganzen Tag die ganze Woche den ganzen Monat begleitet.

 

Genießt die Stimmung der Jahreszeiten. Die Farben der Blätter, oder vielleicht bald das Weiß des Schnees.

 

Widmet euch wieder auch mal euren Hobbies, die ihr lange zurückgedrängt habt, geht darin auf und entstresst euch. Ich z.B. finde Ruhe im Anblick von Aquarien. Andere lesen gern und erquicken sich an den Gedanken und Geschichten anderer. Der nächste malt vielleicht gern.

 

Verbringt Zeit mit eurer Familie, sofern ihr dort keine Bruchlinien habt, denn gerade die Zeit mit kleinen Kindern kann euch niemand wiedergeben, wenn ihr sie verpasst.

 

Genießt aktiv oder passiv Musik oder Gesang – das hat den Menschen schon immer Kraft gegeben.

 

Schlaft genug, statt euch die Nächte wie ich es oft bei der Videoerstellung tue um die Ohren zu schlagen.

 

Meidet in Stressphasen den höheren Konsum von Zigaretten und Alkohol etc..

 

Laßt euch euer Leben möglichst nicht von Corona dominieren, laßt euch nicht von eurer Angst beherrschen.

 

Und verzichtet auf den Konsum der Massenmedien, die nur eines im Sinn haben: Auf euch Druck aufzubauen, damit ihr den Befehlen folgt. Denn die Tagesthemen zeigen euch nur, was ihr sehen sollt, sie treffen die Auswahl der Themen. Darin liegt bereits der Fehler. Ihr müßtet eigentlich selbst Themen heraussuchen, die für euch wichtig sind! Ich habe seit Jahrzehnten keinen Fernseher mehr.

 

Das alles ist die Zermürbungstaktik unserer Gegner – steter Tropfen höhlt den Stein. Sie wollen uns ausbluten, bis wir einklappen und alles akzeptieren, wie einen Bullen, den man müde geritten hat.

 

Sorgt dafür, dass ihr für das Kommende bei Kräften bleibt. Ihr werdet sie brauchen. Es nützt niemandem, wenn ihr einen Widerstandsburnout bekommt.

 

Seid wieder einmal gut zu euch selbst – nur dann könnt ihr auch gut zu anderen sein.

 

Die Corona chronicles V findest du hier

 

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