Die Straße ruft (ein Freiheitslied)

 

Die Diktatur wächst mit jedem Tag. Unsere Freiheit müssen wir friedlich auf der Straße verteidigen. Dieses Lied soll euch Motivation sein. Verwendet es wenn ihr wollt. Das Video ist unten verklinkt!

 

Die Straße ruft (ein Freiheitslied)

 

Refrain (langsam):

a e

die Straße ruft, die Straße zieht

a e

weil sonst der Freiheit Friede flieht

C G a

geht hinaus

a e

die Wahrheit ruft die Wahrheit klagt

a e

den ersten Schritt habt ihr gewagt

C G a

steht nun auf

C G E

steht nun auf

 

C G e a

Die Angst regiert in jedem Haus

C e a

Die Panik ist gewollt

C G e a

Die Medien warnen geht nicht raus

C e a

Und tut was ihr sollt

 

C G e a

Und wer den eig´nen Kopf benutzt

C e a

und kritisch nachdenkt

C G e a

Der wird von youtube weggeputzt

C e a

Von facebook versenkt

 

Refrain:

a e

die Straße ruft, die Straße zieht

a e

weil sonst der Freiheit Friede flieht

C G a

geht hinaus

a e

die Wahrheit ruft die Wahrheit klagt

a e

den ersten Schritt habt ihr gewagt

C G a

steht nun auf

C G E

steht nun auf

 

C G e a

Und wer zu viele Fragen fragt

C e a

Die Fakten erkennt

C G e a

Und wer ´ne and´re Meinung sagt

C e a

Statistiken benennt

 

C G e a

Der ist voll Bosheit und gemein

C e a

Ein Spinner seht nur her

C G e a

Verschwörer kann er gleichsam sein

C e a

Wer glaubt er dass er wär?

 

 

Refrain:

a e

die Straße ruft, die Straße zieht

a e

weil sonst der Freiheit Friede flieht

C G a

geht hinaus

a e

die Wahrheit ruft die Wahrheit klagt

a e

den ersten Schritt habt ihr gewagt

C G a

steht nun auf

C G E

steht nun auf

 

C G e a

Ich sag´ euch wer wir alle sind:

C e a

Den Hirten gleich

C G e a

Die Welt ist voller Schafe blind

C e a

An Wölfen reich

 

C G e a

D´rum hüten wir der Freiheit Wort

C e a

Wir sind wach

C G e a

Wir stehen all´ an diesem Ort

C e a

Hört uns´ren Krach

 

Refrain:

a e

die Straße ruft, die Straße zieht

a e a e

weil sonst der Freiheit Friede flieht

C G a

geht hinaus

a e

die Wahrheit ruft die Wahrheit klagt

a e

den ersten Schritt habt ihr gewagt

C G a

steht nun auf

C G E

steht nun auf

 

C G e a

Wir stehen hier weil ihr noch schlaft

C e a

Für euch ein

C G e a

Auch wenn ihr lacht  man uns bestraft

C e a

Sind nicht allein

 

C G e a

Zusammen sind wir stark voll Mut

C e a

Denkt an uns

C G e a

Wenn später man Geschichte schreibt

C e a

Denkt an uns 3x

 

Das Video

https://www.bitchute.com/video/f84hLNk3YOIP/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Bericht zur Demo vom 23.05.2020 am Waterlooplatz (Wir wachen auf Hannover)

 

Sonne und Regen

Bei regnerischem Wetter fanden sich am 23.05.2020 auf den Wiesen am Waterlooplatz anfangs nur wenige Menschen zum Protest gegen die aktuellen Freiheitsbeschränkungen ein, die vom Team von „Wir wachen auf Hannover“ organisiert wurde – danke an dieser Stelle. Und gleich ein Hinweis: bitte meldet euch als Ordner! Es tut nicht weh ich mache das auch.

 

Jedenfalls flammte Enttäuschung auf, und ich brummelte bereits etwas wie „Schönwetterdemonstranten“ in mein Tuch – doch ich sollte mich irren. Der Tag wurde noch spannend.

 

Anfangs stand ich unter den Bäumen weil es schüttete, ging aber auch herum – und was mußte ich sehen? Ein schwarzvermummter Antifablock am Rand! Und im Rücken der Besucher ebenfalls einige, die da herumlungerten. Die behielt ich im Auge. Das konnte ja heiter werden.

 

Die Orga bemühte sich trotz des Wetters Stimmung zu schaffen und die Leute Aufs Feld zu locken. Und das Wetter gab nach und zeigte die Sonne und ja, der Platz füllte sich im Laufe der Veranstaltung! Es gehe davon aus dass mit Zuschauern ca. 600 Menschen da waren – was ich als Erfolg werte. Dies zeigt sich auch im Wachstum der Telegramgruppen, dem neuen „Westfernsehen“.

 

Das Programm

Das Programm lief wie immer – Redner und Menschen aus der Bevölkerung als auch Sänger und Musiker traten nach vorne. Kreative Plakate etc. waren zu sehen.

 

 

Für jeden war etwas dabei, und auch etwas nicht dabei, aber genau das ist eben die Vielfalt der Meinungen, die die Demos von „Wir wachen auf Hannover“ kennzeichnet  – die Menschen dort kommen aus allen apolitischen oder politischen Kreisen, die Kundgebung selbst ist überpolitisch – und genau das braucht es, um zusammen zukommen und sich endlich auszutauschen fernab der Scheuklappen, die man uns antrainiert hat.

 

Ich selbst bin auch keiner Partei zugehörig und sehe mich als kritischen Geist, der Dinge von links, rechts und der Mitte in sein Denken einbringt. Und dazu ist die Demo auch gut – sprecht doch miteinander auf Augenhöhe und ohne gleich zu werten. Das ist schwer aber es lohnt. Sucht die Gemeinsamkeiten, nicht die Unterschiede!

 

Besonders gefallen hat mir jedenfalls der Gesang und der Auftritt der Rapper und die Menschen die mir mit einfachen Worten positive Emotionen gaben – wo ich konnte habe ich mich dafür bedankt. Was ich an Videos finde oder man mir schickt, verlinke ich gern unten.

 

Vermummte in schwarz

Leider gab es einen sagen wir „Zwischenfall“ namens Antifa – diesem will ich heute Raum geben, um Neulinge aufzuklären.

 

Die schwarzgekleidete Meute stürmte über das Flatterband hinweg den Platz (was nicht erlaubt ist), schrie und brüllte (das Übliche: „halt die Fresse“, „es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „alle zusammen gegen den Faschismus“ etc. gääähnnn), und ließ laut Musik und Sirene erschallen mit dem klaren Ziel, die Kundgebung zu stören (was nicht erlaubt ist), zu behindern oder zur Aufgabe zu zwingen. Und zeigten Transparente.

 

Das nennt die HAZ übrigens „Aktivisten“.

 

Aktivisten?

Ich definiere das anders: Das sind Menschen, die anderen vorsätzlich die Grundrechte entziehen wollen bzw. es auch tun. Die, in schwarzer Vermummung, also einer Terrorfarbe, friedliche Familien in friedvollem Protest auf ihren Decken in Furcht versetzen. Die hohe kriminelle Energie wird glaube ich besonders beim Einsatz der lauten Sirene und dem Stürmen des Platzes deutlich.

 

Für diese Leute sind alle mit einer anderen Meinung Faschisten. Sie teilen die Welt in gute überlegene Menschen bzw. Antifas und minderwertige Faschisten, denen man das Grundrecht enziehen darf. Diese Leute hätten beim Österreicher beim Armheben in der ersten Reihe gestanden und alles mitgemacht. Aber sie merken es nicht das sie selbst sind, was sie vorgeben, zu bekämpfen. Welch traurige Ironie.

 

Feinde der Demokratie, anders mag ich es nicht sagen.

 

Und ja, ich werte: Verblendete Sprechpuppen. Ich sah welche die liefen mit „Kein Mensch ist illegal herum“ frei nach dem Motto „das sind Nazis und das passt immer“. Oder sprachen per Lautsprecher von Judensternen mit denen man die jüdischen Opfer des Regimes verunglimpfen würde – nur das niemand auf der Demo so etwas trug. Man konnte auf einem Transparent auch lesen: „Wer mit Nazis demonstriert, hat nichts kapiert“. Nur dass keine Nazis, sondern Familien anwesend waren. Und Menschen mit Migrationshintergrund. Es war einfach lächerlich und peinlich.

 

Entweder, diese Menschen sind völlig verblendet und verblödet – oder um einen für viele provokativen Gedanken einzuwerfen – werden dafür bezahlt. Denn es macht nunmal keinen Sinn, eine Gegendemo gegen Nazis zu veranstalten, wenn keine Nazis da sind. Diese Tatsache ist so offensichtlich, dass man daran fast nicht vorbeisehen kann.

 

Und selbst wenn es eine Nazidemo wäre – Grundrecht ist Grundrecht. Punkt.

 

Aber es ist dann sinnvoll, wenn man den Menschen, die sich gegen ein (entweder existentes oder entstehendes – das kann sich jeder selbst aussuchen) diktatorisches Regime auflehnen, durch Druck zum Schweigen bringen will. Sozusagen die inoffizielle Söldnertruppe des Staates? Ich weiß, diese Worte werden manche verschrecken, aber wie sonst kann man diese Verhalten erklären? Ich kann es nicht. Ich gebe mich der Spekulation hin.

 

Unsere Furcht muss schwinden

Daher noch ein paar Worte an alle, die in Furcht sind und jetzt die Dinge erkennen müssen, die ihnen bisher verborgen waren, weil sie erst jetzt zu Demos gehen und durch Corona zu neuer politischer Erkenntnis gelangen: Habet Mut!

 

Jeder muss, gerade wenn er Kinder hat und alt und krank ist etc., diese Entscheidung für sich selbst treffen, das ist klar. Aber eigentlich dürfen wir uns dem Druck nicht beugen. Wir müssen für unsere Freiheit kämpfen und dürfen hier keine Furcht zeigen. Dazu müssen wir das Gefühl von Sicherheit schaffen. Eigentlich war diese durch die Polizei ja gegeben.

 

Strategien

Dennoch folgende Gedanken:

 

Zum einen müssen wir uns alle als Ordner melden. Je mehr Ordner desto mehr Teilnehmer gelangen zu uns hinein. Bis die Masse so groß ist, dass nicht wir, sondern die Angst bekommen. Bis diese Antidemokraten wissen: Hier steht die Masse der Bürger, und sie nimmt nicht hin, was passiert. Und im gewaltfreien Sinne:

 

Wehrt euch! Laßt nicht zu, dass man euch Angst macht und euch eure Rechte nimmt. Leistet Widerstand! Seid stark! Haltet zusammen!

 

Dann fordere ich die starken Männer und Frauen auf: Zeigt dass ihr die anderen schützt. Nehmt den Kindern und Familien die Angst. Mein Vorschlag: Stürmen diese Leute nächstesmal wieder die Demo, so sollen alle wehrhaften Menschen als Zeichen eine lange Kette zwischen uns und den anderen bilden und die Arme verschränken und schweigen. Oder ein Friedenslied singen. Eine Mauer der Friedfertigen. Ich gehe davon aus, dass dies wegen des Polizeischutzes unnötig ist, zeigt aber unseren Mut.

update: Die Orga hat sich gegen die Kette entschieden.

Dies dient dazu ein Zeichen zu setzen, nicht aber, eine Eskalationsspirale in Gang zu setzen. Ich spreche hier von einem gewaltfreien Zeichen – einer Mauer gegen die Angst – wir dürfen uns nicht provozieren lassen zur Gewalt. Aber wir dürfen zeigen, dass wir keine Furcht haben und uns verteidigen würden. Diesen Vorschlag stelle ich zur Diskussion nutzt den chat wenn ihr mögt.

 

Vielleicht mag die Orga dazu etwas sagen – es ist ein Vorschlag, mag sein  manchem kommt das übertrieben vor, ich aber sage: Die Spielregeln haben sich seit gestern geändert. Wir sollten uns aber nicht auf deren Spielregeln einlassen, weil die Antifa dann den Ton angibt. Verhalten wir uns proaktiv, ist die Überraschung bei den sogenannten Aktivisten ggf. groß. Wir sind die Spielmacher, nicht die Antifa! Trifft der Vorschlag auf Zustimmung dann könnte man einen Teil der Ordner briefen, dies zu organisieren. Ich bitte um feedback dazu!

 

Drittens: Organisiert die An- und Abreise in Gruppen – geht in größeren Gruppen – bisher gab es keine Gewalt gegen Teilnehmer, aber es liegt, wie man an Stuttgart sieht, im Denkbaren, so ungern ich das sage. Habt keine Furcht, aber seid achtsam.

 

Die Polizei reagiert – eine positive und negative Kritik

Das Schöne an der Sache: Unsere Seite blieb friedlich, wir stimmten ein „Gemeinsam gegen den Faschismus“ an und luden sie zu uns ein und wünschten Ihnen etwas mehr Liebe. Die Antifa wird dies in der Masse allerdings nicht erreichen fürchte ich.

 

Die Polizei forderte nach ein paar Minuten die Antifa auf einen Versammlungsführer bekanntzugeben, ansonsten müsste die unangemeldete Versammlung beendet werden und sie mußten den Demoort in Richtung Kindergarten verlassen. Da ging es mit mir durch und ich rief „Da gehört ihr hin!“

 

Zudem war es der Antifa untersagt, ihre Musik auf maximal 65 db aufdrehen, sonst drohte die Beschlagnahmung der Soundanlage.

 

Die Polizei bildete eine Linie zwischen uns und der Antifa und kreiste diese soweit ich das sehen konnte auch ein. Ich persönlich lobe hier das Verhalten der Polizei zum größten Teil. Am Ende bedankten wir uns und übergaben Blumen.

 

Jetzt zum aber:

Die Reaktion dauerte mir zu lange. Die Strukturen und das Vorgehen der Antifa sind ja nun hinlänglich bekannt. Man ließ die Gegenseite erstmal toben und rufen und gab Ihnen Zeit und Raum, uns auszubremsen, vielleicht Deeskalationstaktik? Ich weiß es nicht.

 

Die meisten Antifas waren junge Menschen, ich nehme an daher rührt deren Naivität.  Dennoch war genug Böswilligkeit vorhanden. Sie schmuggelten sich auch auf das Gelände (was wegen der Beschränkung „ein Ordner 10 Besucher“ nicht erlaubt ist), auch als Ordner wie ich es gesehen habe.

Freund oder Feind?

 

Gut vielleicht gibt es einige, die wirklich zu uns wollten, ok, mag sein. Andere versuchten aber gezielt, heimlich das Flatterband zu überwinden und wurden von den Ordnern abgewiesen. Wie vielen es gelungen ist durchzukommen, weiß ich nicht. Die Frage ist: Warum tun sie das? Mit Sicherheit nicht aus lauteren Gründen. Ich persönlich hatte daher auf meine Tasche und den Generator ein besonderes Auge.

 

Interessant fand ich auch, dass bei uns pingelig darauf geachtet wurde, dass der Abstand eingehalten wurde und genug Ordner vorhanden waren, sonst durfte niemand mehr das Gelände betreten. Bei der Spontandemo der Antifa hat das niemand kontrolliert. Die hatten Narrenfreiheit. So geht es nicht, liebe Leute!

 

Dann wurden gezielt Fotos von den Antifa-Fotografen geschossen, also Nahaufnahmen einzelner Personen. Das ist sage ich mal, traurigerweise normal. Diese Fotos tauchen wenn man Pech hat auf Indymedia auf.

 

Ein Teilnehmer unserer Demo sprach  einen Polizisten an: „Der da hat mich eben direkt fotografiert, das darf der nicht! Bitte tun sie etwas!“ Die Reaktion des Polizisten war barsch, fast aggressiv: Er antwortet dem Mann, er solle den Mindestabstand halten und drängte ihn vehement einige Meter zurück. Das wars. Dieses Verhalten empfand ich als ganz ganz unangemessen. DSVGO gilt also für uns hier nicht.

 

Der positive Kern

Nun habe ich viel über die negativen Dinge gesprochen, und es erscheint mir wichtig, die positiven Aspekte am Ende hervorzuheben. Die Reden und die Musik waren voller Herzblut. Der einfache Mensch von der Straße überwindet sich und spricht aus was er denkt.

 

Familien und Kinder zaubern eine positive Atmosphäre, und dies gerade wird oft kritisiert und als zu friedlich und leise betitelt. Das sehe ich anders. Die andere Demo in Hannover hat aufgeben müssen. Wir sind noch da. Denkt mal drüber nach.

 

Und wir wachsen. Wir werden mehr. Unsere Präsenz wird, wenn sie groß genug ist, nicht mehr im ARD oder ZDF verschwiegen werden können. Die alternativen Medien pushen uns. Auch die bewußt gezeigten Bilder von Nazis, die man aus der Mottenkiste kramt um die Proteste zu verunglimpfen, werden irgendwann nicht mehr funktionieren. Lügen haben kurze Beine.

 

Menschen, die ganz unterschiedlich sind, kommen zusammen. Man redet wieder zusammen und die aufgestellten rechts-links-Grenzen sind aufeinmal nicht mehr so wichtig, weil man sich ja sozusagen apolitisch trifft. Die Chance zum Austausch ist da und auch zu begreifen, dass nicht alle angeblich Linken oder angeblich Rechten (die ich garnicht gesehen habe auf der Demo) so böse sind, wie uns eingeredet wird.

 

Teile und herrsche ist ein altes Prinzip, und wenn wir uns zumauern und die Argumente der anderen nicht anhören, deren Ängste und Nöte, weil wir an Klischees glauben die man uns beigebracht hat, so kommen wir nicht voran. Öffnet euch.

 

Manche Reden und persönliche Gespräche gaben mir auch einen positiven Impuls, eine neue Denkrichtung. Ich lerne dazu. Verändere meine Weltsicht vielleicht. Wachse. Entdecke neue Perspektiven. Mag sein, manches mag ich nicht was ich höre, aber es geht ja nicht um Konformismus. Doch zehre ich die ganze Woche von der Kraft, die ich getankt habe.

 

Bis ich am nächsten Samstag wieder da stehe. Für mich, für alle die ich liebe, und für die, dich noch schlafen und mich dafür verdammen mögen.

 

Habet Mut!

 

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Bericht von der Demo in Hannover im Georgengarten am 16.05.2020 („Wir wachen auf Hannover“)

 

Im Rahmen der Corona-Beschränkungen finden deutschlandweit Kundgebungen statt. „Wir wachen auf Hannover“ hatte am 16.05.2020 eine Kundgebung im Georgengarten in Hannover gegen die Beschränkung der Grundrechte organisiert. Die Veranstalter hatten organisatorisch wieder alles sehr gut im Griff.

Leider fehlten Ordner, da die Regel galt: Ein Ordner pro 10 Besucher. Der Rest mußte draußen bleiben. Ich empfand das als recht restriktiv, bin aber keine regelmäßiger Demogänger und nicht im Bilde, wie die Verteilung Ordner – Besucher sonst ist.

 

Das Gelände und die Teilnehmer

Das Gelände war komplett mit Flatterband umzäunt und hatte einen Eingang, durch den man hineingehen mußte. Da Ordnermangel angesagt war, habe ich flux eine der schicken Ordnerwesten plus Armbinde ergattert und bin dann hineingegangen.

Dies Wiese war nicht voll gefüllt, ich denke dass diesmal etwa 600-700 Personen anwesend waren – das fand ich schade, hatte ich doch gehofft, die Bewegung wurde rasant wachsen. Und das letztemal war es deutlich voller. Lag es am dezentralen Ort in den Herrenhäuser Gärten? Oder daran, dass man als Flaggschiff keine berühmten Redner aufweisen konnte? Oder dass mancher zu den Großdemos in anderen Städten gefahren ist? Oder ist nach Wochen des Protestes eine Ermüdung bei den Menschen eingetreten? Ich weiß es nicht.

Dies ist auch keine Kritik an der Orga. Eine Demo wächst mit den Menschen die kommen und sich einbringen – eine Orga kann nur den Rahmen möglichst gut setzen. Vielleicht ist eine Kooperation und ein Austausch mit der Orga der anderen Demo in Hannover ein Ansatz.

 

Inhalte der Demo

Die Teilnehmer hatten wieder allerhand Kreatives mitgebracht – Schilder, Masken und Abstandshalter in Kreisform (großartig!). Zwischendurch gab es wieder schöne selbstkreierte als auch etablierte Musik, auch das allen offen stehende Mikro wurde wieder stark genutzt.

 

Die Redner waren eine bunte Mischung, mit vielen unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Diese Einrichtung finde ich sehr wichtig – hier können die Menschen selbst aktiv werden und den Status als reiner Medien-Konsument verlassen.

 

Mag sein, dass nicht alles was dort vorgetragen wird jedem gefällt, denn die Redner weisen ein vielfältiges Meinungs-Spektrum auf. Aber das macht nichts, hilft es doch, die eigene Meinung zu bilden – besser als der ARD-ZDF-Meinungsbrei ist es allemal.

 

Gut war auch, dass sich auf der Demo immer wieder Menschen tummeln, die sich bisher mit Politik wenig bis nicht auseinandergesetzt hatten und jetzt einen Aufwachprozess durchlaufen. Das läßt mich hoffen.

Die Demo verlief friedlich. Nur etwa 10 Antifastörer entrollten außerhalb der Demo ein Transparent mit „Aufklärung statt rechter Verschwörungstheorien“ – fanden damit aber wenig Anklang und wurden unter „geht arbeiten“- und „auf Wiedersehen“-Rufen von der Polizei hinforteskortiert.

 

Die Antifa hatte sich wohl verirrt und eine falsche Vorstellung davon, was sich auf der Kundgebung an Publikum befand. Sei´s drum.

Insgesamt empfand ich die Veranstaltung als gelungen – sie hatte für mich aber weniger „drive“ für mich als die letzte – aber das ist nur meine persönliche Empfindung.

 

Neue Wege?
Ich glaube aber, dass in Zukunft noch Knalleffekte und ein stärkeres Marketing fehlen, um die Kundgebungen in Hannover stärker zu etablieren. Hier könnten prominente Redner, Kooperationen mit bloggern und youtubern, Kooperationen mit anderen Organs in Hannover oder Deutschland mit live-Schalte etc. vielleicht Ansätze sein. Das möchte ich als konstruktive Kritik verstanden wissen und nicht als Meckerei. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von „Wir wachen auf Hannover“ und wünsche allen weiterhin viel Erfolg.

 

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Eine Beispielrede gibt es hier:

und hier in besserer Qualität

 

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Bericht zu Demo in Hannover am Georgsplatz am 09.05.2020

 

Die Demo am Georgsplatz

Im Rahmen der Corona-Beschränkungen organisierten die Veranstalter von „Wir wachen auf Hannover“ eine Kundgebung am Georgsplatz in Hannover gegen die Beschränkung der Grundrechte. Die Veranstalter hatten organisatorisch alles sehr gut im Griff. Danke an dieser Stelle für die Arbeit!

Im strahlenden Sonnenschein waren bald mehr als 1000 Menschen versammelt von politisch links bis rechts. Viele kreativ gestaltete Masken, Schilder und T-Shirts wurden getragen.

Die Stimmung hatte einen positiven entspannten Volksfestcharakter – das unterscheidet finde ich persönlich diese Demo z.B. von AfD-Demos, die ich auch besuche. Dort habe ich oft das Gefühl, dass die Sorge und Angst um das Land und die Wut auf die etablierte verbrecherische Politik die Stimmung eher trübe wirken läßt, weil alle, die dort stehen, in einer Art Notwehrhaltung dort stehen und Furcht vor dem Verlust verströmen, was verständlich ist.

Auf Linksdemos dagegen herrscht oft gute Stimmung, weil die Leute dort glauben, alle zusammen für eine bessere Welt zu kämpfen. Etwas Küchenpsychologie meinerseits, man kann das natürlich anders sehen.

 

Reden und mehr

Es gab eine Auswahl hochkarätiger Redner wie z.B. Herrn Dr. Heiko Schöning. Auch durften dort am offenen Mikro Teilnehmer sprechen, indem sie auf einer Kiste standen – speakers corner in Hannover quasi.

Das empfand ich als sehr sehr gelungen. Eine Beispielrede findet ihr unten verlinkt von Martina. Mich juckte es in den Fingern ebenfalls zur Tat zu schreiten, ich hatte aber nichts vorbereitet, vielleicht spreche ich nächste Woche auch ein paar Worte ich werde es mir überlegen.

Die Demo war weitgehend friedlich, was Teilnehmer und Polizei anging. Die Polizei kontrollierte mehrfach die Auflagen der Demo und durchschritt auch die Menge und sprach Personen an. Festnahmen oder Gewalt konnte ich persönlich dabei nicht sehen.

 

Die Polizei und die Reden

Unangenehm erschien es mir am Anfang, wie die Polizei gestaffelt am Rand stand – eben nicht locker in Grüppchen sondern so wie eine Militäreinheit, die auf Zugriff wartet. Das gab mir ein seltsames Gefühl. Doch niemand gab dazu Anlaß – und die Polizisten machen eben auch nur ihren Job, ob sie dahinter stehen oder nicht.

Einige Polizisten beobachteten auch die Hauptbühne und folgten den Reden – ich denke auch in der Polizei ist vielen klar, was hier passiert.

Interessant war, dass hier in den Redebeiträgen ganz selbstverständlich Themen wie NWO, Bill Gates oder „größere Pläne im Hintergrund zur Einschränkung der Freiheit“ thematisiert wurden. Dies findet sich sonst nur bei den angeblich „rechten Verschwörungstheoretikern“, traf hier aber auf ein eher politisch sehr sehr  gemischtes Publikum.

Gerade dieser Punkt macht mir Hoffnung – über Corona werden nun Dinge an die bisher schlummernden Menschen herangetragen, die diese bisher für unmöglich hielten. Die Redner betonten auch, man solle mit den noch nicht Erwachten Geduld zeigen. Das fällt mir persönlich schwer, weil niemand heute sagen kann, er hätte es nicht gewußt, ist aber dennoch einen letzten Versuch wert.

 

Musik trägt den Widerstand

Begleitet wurde die Kundgebung von live-Musik durch André Maris (siehe unten die Kanalverlinkung) und „Musik aus der Retorte“ (=Stereoanlage). Es wurden auch „die Gedanken sind frei“ mit einem besonderen Text gesungen – sehr passend. Auch wurde Freiheit von Westernhagen eingespielt – sehr gelungen wie ich fand.

 

Am Ende skandierte die Menge „wir sind das Volk“ – das hatte ich wegen des Anteils an Migranten und politisch eher links wirkenden Menschen nicht erwartet – das war berührend.

Eine wunderschöne und taktisch kluge Aktion gab es am Ende: Unter den „wir sind das Volk“-Rufen wurden den Beamten Blumen des Dankes überreicht. Einer der Teilnehmer rief den Polizisten zu: „Wir sind das Volk – ihr seid das Volk!“

Ja, wir sind keine Menschenfeinde, sondern Kritiker des Systems. Und das ist ein wichtiger Unterschied.

 

Linksammlung (bitte scrollen)

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Die Rede von Martina:

 

Wir wachen auf Hannover

 

André Maris mit

 




Bewahrt das Grundgesetz!

 

Unsere Verfassung

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 welches umgangssprachlich auch als deutsches Grundgesetz betitelt und allgemein als GG  abgekürzt wird, ist die Verfassung Deutschlands. Ich will mich an dieser Stelle auch garnicht am Streit jener beteiligen, die  jeweils Gründe dafür oder dagegen anführen, dass unser Grundgesetz keine Verfassung sei. Es spielt hierfür keine Rolle.

Fakt ist: Es ist die praktisch angewendete bzw. geltende Rechtsordnung für den einfachen Bürger wie mich. Wobei man praktisch des öfteren auch als theoretisch bezeichnen könnte, jedenfalls wie ich es empfinde. Dazu später mehr.

Geschaffen wurde es von September 1948 bis Juni 1949 in Bonn durch den tagenden Parlamentarischen Rat im Auftrag der drei westlichen Besatzungsmächte.

Im Kontext des vorangegangenen Unheils sollte es als Leuchtfeuer der Menschlichkeit dienen.

 

Gefahren für das GG

Heute ist das Grundgesetz meiner Ansicht nach besonders in der Corona-Krise wieder bedroht. Und damit meine ich nicht die ständige, normale Gefahr wie sie z.B. die AfD im nächsten Zitat sieht:

„Die Gefahren lauern dabei nicht nur auf der extremen rechten oder linken Seite. Erinnert sei beispielsweise daran, dass heutzutage immer mehr Entscheidungen in Brüssel getroffen werden, fernab der Kontrolle durch den Souverän, das Volk. Gleichzeitig erleben wir dieser Tage in Deutschland, wie der Neutralität verpflichtete Behörden zu politischen Zwecken missbraucht werden, um den politischen Gegner zu schwächen.“ Letzterer Satz dürfte auch auf den Nachfolger Maaßens und seine härtere Gangart gemünzt sein.

Ich denke aber an etwas anderes: In der Corona-Krise wurde bisher gezielt Angst geschürt. Diese wurde planvoll umgesetzt, wie aus einem eigentlich internen aber veröffentlichten Dokument hervorgeht. Und sie scheint zu funktionieren, denn der Michel scheint in der Masse gleich einer Schafherde alles hinzunehmen und noch nach mehr Repression zu brüllen.

Gleichzeitig wurden Kritiker durch Zensur in Form von Löschungen von Videos und Homepages mundtot gemacht und der Diskurs vermieden. Es scheint fast als wäre Rezos „Es gibt nur eine legitime Meinung“ Wirklichkeit geworden.

Nun ist eines der wichtigsten Grundrechte, nämlich das Demonstrationsrecht, eingeschränkt worden, ja Zuwiderhandlungen wurden zum Teil von der Polizei sogar bestraft und beendet. Gleichzeitig zeigt sich, dass unser Recht nicht für alle gleich gilt, denn bei Versammlungen an Moscheen oder Beerdigungen von arabischen Clans wurde darauf verzichtet, das staatliche Gewaltmonopol durchzusetzen.

In Windeseile werden Gesetze geändert, wie z.B. das Infektionsschutzgesetz, welches nun die Macht der Bundesregierung und eines Herrn Spahn stärkt und das Parlament schwächt. Und dem Staat scheinbar im schlimmsten Fall ermöglichen könnte, den Bürger einfach abzuholen, so scheint man es interpretieren zu können.

 

Freiwillig?

Zeitgleich sind eine freiwillige Corona-App und eine Impfung im Gespräch, wobei erstere trotz aller Beteuerungen eklatante Mängel aufweist, wie der Chaos Computer Club nachwies. Zudem ist im Gespräch, 7 Milliarden Menschen zu impfen, dies wird im deutschen Fernsehen von einem Bill Gates verkündet und völlig kritiklos seitens unserer Medienvertreter hingenommen, obwohl es in der Vergangenheit schwere Probleme bei Impfungen gab, wie selbst der Spiegel berichtete. Und es ja auch Alternativen wie Medikamente geben könnte.

Was als so freiwillig dargestellt wird, könnte am Ende vielleicht nicht ganz so freiwillig sein. Immer öfter betonen Politiker, dass man erst mit einer Impfung zur Normalität zurückkehren könnte. Oder es sogar nur ein „new normal“ geben könnte. Das klingt schon wie: „Was wir dir jetzt genommen haben, bekommst du nicht ganz zurück, ist ja für alle besser, das verstehst du doch oder“?

Und was wäre, wenn die Freiwilligkeit so aussehen könnte mit China als Referenz: „Ja natürlich ist die Impfung freiwillig, aber sie werden verstehen, dass wir sie hier nicht arbeiten lassen können ohne Impfung zum Schutze unserer Kunden“. Oder „Ohne Impfung können wir ihr Kind hier nicht im Kindergarten aufnehmen“. Oder: „Ohne eine Impfung können wir sie leider mir unserer airline nicht fliegen lassen, das Risiko wäre zu hoch.“

Gleiches gilt für die Einführung einer app.

 

Demokratischer Widerstand!

Es ist Zeit, aufzustehen und dem Staat klar zu signalisieren: „Wir verstehen deine Sorge, aber du mußt uns gute Gründe geben die Grundrechte einzuschränken und du mußt uns genau sagen, wann diese Limitierung endet und welche Kriterien dafür erreicht werden müssen.“

Ein Volk, welches in Umfragen alles mitmacht und noch schärfere Maßnahmen fordert, ist in der Angstspirale und dem Glauben an die Unfehlbarkeit von Experten gefangen. Es muß aufwachen und sich nach Immanuel Kant wieder im Nachdenken und kritischem Überprüfen bemühen und üben.

Es könnte sonst sein, dass diesem Volke die Grundrechte Stück für Stück genommen werden, weil sich die Politik einer willenlosen Masse gegenüber sieht, die sich nicht wehrt und somit den Anreiz dazu gibt, die Fesseln immer enger zu ziehen.

 

Das Video zum Text gibt es hier:

 

Quellen:

https://www.afd.de/grundgesetz/

https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/staat-behoerden/ist-das-deutsche-grundgesetz-eine-echte-verfassung

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87573864/coronavirus-kritik-an-bundesregierung-mit-grundgesetz-nicht-vereinbar-.html

https://www.buzer.de/gesetz/2148/l.htm https://www.youtube.com/watch?v=L_ezmtz5LYk

https://m.tagesspiegel.de/politik/parlament-gibt-kontrolle-aus-der-hand-die-regierung-ermaechtigt-sich-in-der-corona-krise-selbst-zulaessig-ist-das-nicht/25701884.html?utm_referrer=android-app%3A%2F%2Forg.telegram.messenger

https://www.focus.de/politik/deutschland/aus-dem-innenministerium-wie-sag-ichs-den-leuten-internes-papier-empfiehlt-den-deutschen-angst-zu-machen_id_11851227.html

 

 

 

 




Eostrae

 

Ich tanze am Osterfeuer

Zu des Prasseln und Knacken Laut

Zu den Funken, dem Lodern, dem Rauche

Ruß und Schweiß prickeln auf der Haut

 

Hier unten die wallende Waberglut

Dort oben im Blausamt die Sterne

Eins mit des brausenden Flackern Wut

Mein Auge fliegt in die Ferne

 

Zurück in das Licht, in den Frühling

Trägt uns der rasende Tanz

Frostbringers Worte verhallen

In der Flamme leuchtendem Glanz

 

03.04.1999

 

Anmerkung: Das Gedicht stammt aus meiner Sturm und Drang-Zeit. Das Bild der Ostara oder Eostre ist allerdings durchaus umstritten und ggf. nur ein Volkglaube. Hier lese man auch https://www.compact-online.de/kommt-ostern-wirklich-von-der-fruehjahrsgoettin-ostara/

 




Von der Wichtigkeit, Fragen zu stellen

 

Ein neuer Weg

Dieser Text soll ein Geschenk an dich sein. Eine Chance. Dir etwas zeigen, was so wichtig ist, dass es nicht in Vergessenheit geraten darf. Nämlich dir klar machen, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen. Dieser Text wird dir keine Antworten geben und dir nichts aufzwängen. Nur einen Pfad weisen.

Ich will dir heute eine Tür zeigen.

Auf ihr steht

„sapere aude“.

 

Weißt du, was das heißt?

Für die Antwort lasse ich einen der bedeutendsten Vertreter der abendländischen Philosophie und der Aufklärung, Immanuel Kant, zu Wort kommen:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

In einfachen Worten: Bewege deinen Geist, nimm nicht alles einfach hin sondern hinterfrage die Dinge. Sei kritisch. Sei nicht das Schaf, das der Herde einfach hinterherläuft. Oder im schlimmsten Fall der Lemming, der mit allen anderen von der Klippe stürzt. Du weißt, wie es enden kann, denn wenn man dir eines eingehämmert hat, dann die deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1946.

Tust du dies, so übernimmst du Verantwortung für dich und andere, zum Beispiel deine Kinder, und sorgst für Ihre Zukunft. Und eröffnest dir selbst viele Möglichkeiten. Sei ein mündiger Bürger. Ja, es ist anstrengend zwischen Arbeit und Familie all das zu schaffen. Aber es ist so wichtig. Denn wenn du nicht selbst entscheiden kannst, dann fehlt dir die Kontrolle über dein Leben. Du bist fremdbestimmt. Wahre Freiheit erwächst aus eigener Entscheidung und der Verantwortung dafür. Und das gibt es (fast) nicht umsonst.

 

Horche in dich hinein

Sei ehrlich zu dir selbst: Gibt es nicht Dinge, die in der bohren, die sich falsch anfühlen, aber du weißt nicht warum? Doch du fühlst es einfach? Und man ist beständig dabei, dir zu erzählen, dass es genauso und nicht anders zu sein hat? Hast du manchmal das Gefühl, es würde regnen, aber in der Tagesschau erzählt man dir vom strahlenden Sonnenschein?

Wenn du etwas hinterfragst, so wird es nicht reichen, sich die Tagesschau anzuschauen, denn eine Meinung kannst du dir nur bilden, wenn du zwischen Alternativen auswählen kannst. Sonst kannst du nur nacherzählen, was dir wiederum erzählt wurde. Das Abwägen zwischen verschiedenen Positionen schärft deinen Verstand und verleiht dir Stärke und befähigt dich erst, eine Entscheidung zu treffen.

Aber es ist mühselig – und jene die Fragen stellen, lacht man gern aus. Bestenfalls. Das tun die anderen gern, denn sonst müßten sich vor sich selbst zugeben, dass sie angefangen haben zu akzeptieren, dass sie vielleicht das ein oder andere mal mit einer Lüge leben. Und etwas als wahr ansehen, von dem ihr Gefühl ihnen eigentlich sagt, dass es falsch ist. Aber sie wischen diese Erkenntnis jeden Tag aufs neue weg, um sozialkonform zu sein, nicht anzuecken, oder weil die Wirklichkeit sonst manchmal unerträglich sein kann. Wer möchte zum Beispiel ständig darüber nachdenken dass er spätermal laut offiziellen Prognosen keine Rente über dem Hartz 4-Satz mehr bekommen wird?

Stellst du dann Fragen, dann kratzt du an der Fassade und zeigst ihnen, dass sie sich selbst etwas vormachen. Das Problem bei Ihnen nennt sich kognitive Dissonanz, und sie belastet die Menschen. Deshalb wollen sie nichts hören, was sie in ihrem eingeigelten Zustand stören könnte. Sie sind nicht frei, sondern haben sich in eine Form pressen lassen. Und du hältst ihnen den Spiegel vor, weil du anders bist und dich nicht einfach lenken läßt.

 

Warum ist das so?

Dazu lasse ich erneut Immanuel Kant sprechen:

„Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt und so weiter, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Dass der bei Weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem, dass er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen, allein zu gehen.“

In einfachen Worten: Es ist so einfach und bequem, zu glauben. Netflix und facebook warten schon, um dich in ihre schöne Welt zu holen, weg von den Fragen da draußen, die in der schlummern, ja vielleicht tief in dir verschüttet sind. Es ist einfach, keine Verantwortung zu übernehmen und jeden, der kritisch denkt, als Verschwörungstheoretiker, Nazi, Rechtspopulist, Aluhutträger oder was weiß ich abzustempeln.

 

Was denkst du: Trifft das, was ich schreibe, auf dich zu oder nicht?

Das Dumme ist auf jeden Fall: Wenn irgendwer eigentlich die richtigen Fragen stellt, aber niemand darauf achtet, so kann es weitreichende Konsequenzen für dich und deine Familie haben. Zum Beispiel, dass vielleicht in Zukunft deine Grundrechte permanent eingeschränkt werden – das nennt sich dann so schön „new normal“.

Das Beispiel Corona

Das bringt mich zum leidigen Thema Corona. Stelle dir beispielsweise folgende Fragen:

Wer ist Prof. Dr. Sucharit Bhakdi? Und was steht in seinem offenen Brief? Hast du ihn gelesen? Ich meine nicht, ob dir erzählt wurde was er sagt und ob er glaubwürdig ist, sondern ob du es selbst nachgeprüft hast.

Weißt du, wer Wolfgang Wodarg ist? Sicher hast du nur Schlechtes über ihn gehört. Aber hast du selbst seinen Worten gelauscht? Hast du selbst nachgeprüft, ob das, was er sagt, in deinen Ohren Sinn ergibt? Frage dich selbst: Hast du eine schlechte Meinung über ihn, ohne ihn selbst gesehen zu haben?

Weißt du, wer Dr. Bodo Schiffmann ist? Wußtest du, dass einige seiner Videos auf youtube gelöscht worden sind? Einfach so? Glaubst du, es ist laut unseres Grundgesetzes ok das zu tun? Weißt du warum das so ist?

Sind jene Namen oben die von dummen bösen Menschen und Verschwörungstheoretikern? Ich gebe dir keine Antwort.

 

Werde aktiv im Denken

Geh´ durch die Tür und prüfe es selbst nach, was deine Wahrheit ist. Du bist reich begütert an Möglichkeiten zur Freiheit, denn noch kannst du im Internet sehr viele Informationen frei und kostenlos bekommen. Du bist nur einen Klick weit entfernt, wenn du es willst. Obwohl schon wahnsinnig viel zensiert wird. Oh, stimmt das, was ich hier behaupte über Zensur? Prüfe meine Worte.

Du bist im Vergleich zu anderen Generationen wahnsinnig priviligiert, aber auch unter Zugzwang: Denn du kannst später nicht sagen, du hättest nichts gewußt.

 

Du nicht.

 

Vertraue deiner eigenen Wahrnehmung

Du brauchst auch keinen Experten, der dir dein Leben erklärt. Beobachte einfach die Menschen beim Einkaufen und nimm selbst wahr, was passiert. Weichen Sie dir neuerdings aus, als wärst du aussätzig? Besonders, wenn du keine Maske trägst?

Überall verlangt man von dir, dass du bargeldlos zahlst, weil es ja so gefährlich ist. Hast du schonmal gesehen, dass jemand das Tastenfeld beim mit der Karte zahlen nach jeder Benutzung desinfiziert? Oder ob der Kassierer, der die Waren berührt, sich jedesmal die Hände desinfiziert?

Hast du dich schonmal gefragt, warum in manchen Läden 2m Abstand verlangt werden, in anderen nur 1,5m? Hast du dich schonmal gefragt, warum in manchen Läden der Einkauf nur allein mit Einkaufswagen erlaubt ist, selbst wenn du mit deiner Frau einkaufen gehst, in anderen Läden dagegen nicht?

Hast du dich schonmal gefragt, warum in Schulen die Schüler, die eine Notbetreuung erhalten, zusammen mit den Lehrern ohne Atemschutz herumlaufen, ja sogar Fangen spielen ohne auch nur einen Funken Sicherheitsabstand einzuhalten, aber Unterricht angeblich nicht möglich ist?

Hast du dich schonmal gefragt, warum Menschen, die allein im Auto fahren, eine Maske aufhaben? Oder wenn sie ganz allein Fahrrad fahren?

Hast du dich eigentlich gefragt, warum wir eine Maskenpflicht bekommen, obwohl Herr Drosten noch vor einiger Zeit gesagt hat, sie würden nichts bewirken?

Hast du dich eigentlich einmal gefragt, ob es sinnvoll ist, dass deine Freiheit eingeschränkt ist und für dich die Grenzen geschlossen werden und dein Sommerurlaub politisch abgesagt wird, sie für andere aber permanent offen bleiben?

Hast du dich schonmal gefragt, warum ein Bill Gates 10 M. im öffentlich rechtlichen Fernsehen sprechen darf und man ihm, egal was er sagt nicht widerspricht und keine kritischen Fragen stellt, obwohl er nichteinmal ein gewählter politischer Vertreter oder wissenschaftlicher Experte ist?

Hast du dich schoneinmal gefragt, was es wirklich bedeutet, wenn er 7 Milliarden Menschen impfen will? Hast du dich schonmal damit auseinander gesetzt, was bei Impfungen weltweit in der Vergangenheit schon schief gelaufen ist? Oder ob Impfen die einzige Lösung für das Problem ist?

Hast du dich schonmal gefragt, wer das alles bezahlt und wer davon profitiert? Hast du dich schonmal gefragt, was Inflation ist? Oder woher der Staat sein Geld bekommt für die Corona-Neuverschuldung? Wie unser Geldsystem funktioniert? Weißt du was Zwangshypotheken sind? Weißt du, was Enteignung bedeutet? Weißt du, dass unsere Verschuldung etwa 2 Billionen Euro beträgt. Also etwa 24.000 € pro Kopf und jetzt Milliarden dazukommen werden?

Diese Liste mit Fragen könnte ich lange fortsetzen. Sie sollen nur ein Einstieg sein. Du kannst Fragen für beliebige andere Themen stellen. Nimm einfach die Themen, die mit der größten medialen Macht durch die Landschaft gejagt werden. Klimawandel. Flüchtlinge. Wirtschaftscrash. Die EU. Migrationspakt. Trump. Die AfD. Was auch immer.

 

Ich bitte dich:

Lasse einen Tag die Woche den Fernseher aus. Und tippe deine Fragen in eine Suchmaschine. Oder in eines der sozialen Medien. Sprich mit anderen Menschen über Daten und Fakten, die du findest, und reflektiere deren Meinung. Schaue dir Zeitungen an, die du sonst verachtest, um zu überprüfen, ob du wirklich das Richtige glaubst. Suche gezielt den Advocatus Diaboli. Glaube nicht, sondern prüfe.

Geh diesen Schritt, von dem man dir erzählt, dass die ihn auf keinen Fall gehen darfst. Höre dir Menschen an, von denen man dir erzählt, sie würden deinen Geist vergiften. Denn vielleicht warnt man dich ja vor jenen, weil du durch sie erkennen könntest. Vielleicht auch nicht.

Finde es heraus. Prüfe, prüfe, prüfe.

Es ist wie in der Schlüsselszene im Film Matrix, und es steckt soviel Wahrheit darin.

 

Es ist an dir, die rote oder blaue Pille zu schlucken.

Die rote Pille führt zur Freiheit der Gedanken, aber auch zu bitterer Erkenntnis und zur Übernahme von Verantwortung. Fängst du einmal an, Fragen zu stellen, ergeben sich hundert neue. Fängst du einmal damit an, gibt es kein zurück mehr.

Wer die richtigen Fragen stellt, ist wie der Späher, der die Bürde auf sich nimmt, anderen zu berichten was er sieht und oft deren Häme dafür bekommen wird. Aber auch jener, der vorbereitet ist und ahnt, was kommt. Reagieren und agieren kann. Denk´ nur an die Prepper – jahrelang hat man sie ausgelacht, bestenfalls. Und jetzt? Du mußt nur Einkaufen gehen, um dir die Frage zu beantworten.

Nimmst du die blaue Pille, so lebst du weiter wie bisher, aber es mag sein, dass dich irgendwann etwas wie ein Hammerschlag trifft. Etwas, was du für unmöglich gehalten hast. Du hast dann keine Strategie, wie du daraus kommen kannst. Dann wachst du auf, wenn es vielleicht für dich und andere zu spät ist. Vielleicht zerbricht es dich dann.

Du bist frei, diese Entscheidung zu treffen.

Wähle weise.

 

update: das Video zum Text findet sich hier

 

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Wir hatten ja nichts

 

„WIR HATTEN JA NICHTS“,

erzählte meine Oma oft, wenn sie in Erinnerungen schwelgte.
Der Krieg, die kaputten Häuser, die Kittelschürzen, in denen sie die Steine
abklopften.
Lebensmittelkarten und kleine Tauschgeschäfte.
Sie hatten ja nichts.
Aber sie halfen sich.
Sie liebten die Wurzeln ihrer alten Eichen und ihres Daseins.
Mit dem überlieferten Jahrtausend alten Wissen und der Energie aus
Liebe und Mut bauten sie aus der Not neues Leben.
Und : Sie hatten wirklich nichts.
Und wir?
Wir hatten doch alles.
Wir hatten all das von unseren Großmüttern geerbt.
Die alten Schürzen im Schrank und die wieder aufgebauten Häuser.
Bepflanzte Gärten und reparierte Musikinstrumente.
Ist es nun gerecht all das zu verlieren?
Nimmt uns Gott oder ein Teufel namens CORONA all dies , weil wir es nicht
wertschätzten?
Weil wir unsere Großmütter beschimpften und demütigten?
Wir hatten doch alles.
Leben, Atem, Bäume und Gärten.
Alles hatten wir.
Nur keine Ruhe, keine Dankbarkeit.
Die Freiheit zu denken war verkapselt.
Draußen schreit ein Rabe.
Er schreit eindringlich.
„Sie hatte doch nichts“,
denke ich traurig an meine Oma.
Wir haben alles?
WIR HATTEN ALLES.

M.B.




Buchrezension: „Freiheit statt Kapitalismus“ von Sahra Wagenknecht

 

Im Jahr 2011 erschien im Eichborn-Verlag das Sachbuch „Freiheit statt Kapitalismus“ von Sahra Wagenknecht. In ihm schickt Sahra Wagenknecht sich an, dem Kapitalismus die Alternative des „kreativen Sozialismus“ entgegenzusetzen, um mehr Wohlstand und Demokratie zu ermöglichen. Dem Vorwort folgt das Kapitel „das gebrochene Versprechen Ludwig Erhards“. Hier skizziert die Autorin die wesentlichen Säulen der sozialen Marktwirtschaft und dass von Ihnen durch einen angeblich ungezügelten Kapitalismus wenig übrig geblieben sei. Wagenknecht führt an, dass die Väter des Ordoliberalismus bei der Gestaltung der sozialen Marktwirtschaft den Willen gehabt hätten, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen staatlich zu gestalten, weil sie einem unkontrollierten Liberalismus misstrauten. Dies sei nicht gelungen.

Im nun folgenden ersten Hauptteil „unproduktiver Kapitalismus“ erläutert die Autorin akute Probleme unserer Wirtschaftsordnung. Ein Teil dieses Abschnitts widmet sich dem Banken- und Finanzsektor, welchem Wagenknecht „Zockerei“ sowie eine bremsende Wirkung für Innovationen aufgrund mangelnder Kreditvergabe für Unternehmen zuschreibt. Zudem beklagt sie die mangelnde Haftung der Banken im Krisenfall und dass Banken Geld ohne reale Gegenwerte schaffen würden. Dem ein oder anderen Libertären kommt der Vowurf vielleicht bekannt vor. Weiterhin kritisiert sie den shareholder value Ansatz, welcher zu kurzfristigem Handeln und dem Streben nach Marktmacht und Rendite statt nach echter Innovation treibe und den Wohlstand gefährde. Allzu große, Barrieren schaffende Marktmacht, die zudem in Familiendynastien seit der Kaiserzeit weitervererbt würde und einen echten Wettbewerb durch newcomer nicht zuließe, hält sie für demokratiezerstörend.

Ihr  Gegenentwurf erfolgt im nächsten Abschnitt. Hier geht die Autorin auf die hohe Staatsverschuldung, das Rentensystem, die Produktivität staatlicher Unternehmen und den Staat als Innovationstreiber der Wirtschaft ein.  Als Lösungen für die herausgearbeiteten Probleme stellt sie einen Sozialismus ohne Planwirtschaft und eine neue Eigentumsordnung vor, die schadensersatzlose Enteignungen großer Unternehmen diverser Branchen und deren Überführung in Belegschaftshand und den Staat vorsieht, sowie Vermögens- und Erbschaftsteuern. Sie schließt mit einer Zusammenfassung ihrer Thesen und Schlagworten wie „mehr Wohlstand durch Gleichheit“.

Das Buch beginnt mit interessanten Informationen zur Historie der sozialen Marktwirtschaft und des Ordoliberalismus. Für den Leser erschließt sich nach dem wagenknechten Loblied allerdings nicht, warum nun ein kreativer Sozialismus, und nicht die Wiedereinführung der sozialen Marktwirtschaft die Lösung sein soll.

Weiterhin ist Wagenknechts Analyse an vielen Stellen zutreffend und interessant. Mangelnde Haftungsprobleme im Bankensektor oder übergroße, den Wettbewerb lähmende Oligopole als auch hohe Verschuldung und ein Lobbyismus, der am  demokratischen Willensprozess vorbei regiert, stellen tatsächlich wichtige Ansatzpunkte dar. Auch die große Bankenkrise und ihre Auswirkungen werden angeführtDie vorgeschlagenen Lösungen muten dann aber widersprüchlich an. Das Verdammen von Monopolen und Oligopolen und darauf folgend der Ruf nach mehr Staat für eine Demokratiestärkung verschleiert, dass in der Folge der Staat selbst immer mehr zum Monopolisten und Träger großer Macht wird, die er mißbrauchen kann. Diktaturen in Kombination mit  uneingeschränkter Wirtschaftssmacht sind historisch betrachtet der Normalfall.

Die Verstaatlichung der größten Medienkonzerne z.B. gefährdet eine objektive Berichterstattung eher, als dass sie diese fördert und kann zur Propaganda mißbraucht werden.

Staatsunternehmen, die durch subventionierte Leistungen am Markt agieren, verdrängen zudem private Firmen, die eben nicht auf die finanziellen Mittel des Staates zurückgreifen können oder in einer Krise von diesem gerettet werden. Man spricht vom „crowding out“-Effekt. Zumal staatliche Firmen ineffizienter arbeiten als Private.

Wagenknechts Folgerung, die Dezentralisierung von Macht durch Zentralisierung von Macht zu erreichen, kann in die Kategorie linken „Doppeldenks“ eingestuft werden.

Im weiteren Verlauf bleibt die Autorin einen wirklich innovativen Gegenvorschlag zur bisherigen Wirtschaftsordnung schuldig, versteigt sie sich doch in alten Zöpfen wie der klassischen linken Doktrin der Enteignung oder der Vermögens- und Erbschaftsteuer.

Der Vorschlag , jeder Bürger dürfe maximal eine Million € vererben, ist bar jeder wissenschaftlichen Begründung und verletzt eklatant das Eigentumsrecht, welches auch ein Garant für Freiheit ist. Die geforderte Enteignung „großer Unternehmen“ erfolgt ohne die Definition, was „groß“ eigentlich sei.

Zumal kurzfristig gedacht wird: Ausweichreaktionen wie die Abwanderung von Firmen – großer Konzerne wie mittelständischer Unternehmen – werden nicht betrachtet. Welches Unternehmen will denn in einem Enteignungsstaat leben, der die Regeln der Enteignung zum beliebigen Zeitpunkt noch ausweiten kann?

Über eine international verflochtene Wirtschaft fällt fast kein Wort, als wäre Deutschland eine Insel. Wie enteignet man demokratisch eigentlich Coca Cola?

Auch werden unbegründete Thesen in den Raum geworfen, wie „die Globalisierung hätte nur den Konzernen genutzt und niemandem sonst“. Hier schwingt mehr Ideologie mit, als Faktenwissen. Natürlich hat die Globalisierung auch Schattenseiten, aber wer nur Produkte aus Deutschland sein Eigen nennt, der werfe den ersten Stein.

Zudem wird nicht ausgewogen gearbeitet. Angeblich erfolgreiche Beispiele für Staatsunternehmen werden angeführt, negative Beispiele aber nicht beleuchtet, sodass sich der Leser schwer eine objektive Meinung bilden kann. Dem Leser wird außerdem das Gefühl vermittelt, Reichtum wäre fast immer schuldhaft erworben und dass „die da oben immer nur die kleinen Leute ausbeuten“. Wagenknecht geht davon aus, dass die Wirtschaft ein Kuchen wäre. Dies gipfelt im Vorschlag der Enteignung ohne Entschädigung, und der Leser bekommt das Gefühl vermittelt: „Die haben es doch verdient!“ Das Kapitalismus erst Wohlstand in vielen Ländern geschaffen hat, fällt unter den Tisch.

Das Buch enttäuscht letztendlich: Nach einer für eine Sozialistin tragbaren Analyse und einigen kleineren innovativen Impulsen erscheint leider nur der alte Sozialismus im neuen Gewand.

 

Anmerkung: Diere Rezension habe ich für das libertäre Magazin Krautzone erstellt. Der youtube-Kanal des Magazins findet sich hier




Tu ´was – Guerilla Marketing im Widerstand

 

Die Situation

Jeder kennt das Gefühl: Man glaubt, die Dinge klar zu sehen, aber alle anderen scheinen nichts von der Welt mitzubekommen, und obendrein wird mir nichts dir nichts online so gut wie überall zensiert, wenn man versucht, über diesen Weg die Menschen aufzuklären. Es ist frustrierend.

Aber warum eigentlich sind wir so in unsere Online-Medien vernarrt? Ganz einfach: Sie haben einen großen Vorteil, denn sie stellen ein so genanntes Massenmedium dar. Unsere Hoffnung ist also stets, viele Menschen zu erreichen, und daher  beginnen wir oft in Abos zu rechnen als hinge unser Leben davon ab.

Einerseits ist das richtig. Wir wollen ja, dass unsere Botschaft bei vielen Usern ankommt. Aber ein gelungener Kontakt ist nicht alles – wie viele der Zuschauer sehen sich die Inhalte an, und tun dann genau – nichts? Wohl viele, wenn nicht sogar die meisten.

Das Gegenbeispiel wäre das persönliche Gespräch. Hier ist der Vorteil, dass man dialogisch arbeiten kann und einen stärkeren Einfluss auf den Gesprächspartner hat, wenn er nicht gerade wie ein  dressierter Hund  ideologisch oder emotional mauert. Doch hier erreicht man eben nur einzelne Personen.

 

Guerilla Marketing als Lösung

Nun, wenn die jemand A oder B sagt, so denke darüber nach, ob es nicht ein C geben könnte.

Eine Lösung, die ich hier vorstellen werde, ist das sogenannte Guerilla Marketing.

Guerilla Marketing stellt – in sehr einfachen Worten beschrieben – Werbeaktionen dar, welche sehr wenig Aufwand verzeichnen, aber eine hohe Aufmerksamkeit und Reichweite generieren. Sie sind normalerweise einmalig, innovativ, kreativ, witzig oder frech, und ermöglichen oftmals den Dialog. Sie erreichen viele Menschen, wenn auch nicht immer so viele Personen wie ein Massenmedium, aber eben mehr als nur einen engen Kreis von Einzelpersonen.

Und sie können direkte Anreize zur Aktivitätsentfaltung (je nach Botschaft und Aktion) setzen. Zumal sie auch offline erfolgen können! Ich lege den Focus in diesem Artikel bewußt auf Aktionen im realen Leben und vernachlässige den Online-Bereich hier.

Guerilla Marketing erzielt also einen Überraschungseffekt, z.B. durch eine negative oder positive Emotionalisierung oder einen Knall- oder Aha-Effekt. Es transportiert eine Botschaft auf außergewöhnliche und erinnernswerte Weise.

Zum besseren Verständnis skizziere ich hier einen Klassiker des Guerilla-Marketing.

 

Quelle: Hubspot

Untenstehend sieht man, wie ein Reisebüro im Winter für Flüge in südlichere Gefilde warb. Die Aktion ist einfach, eingängig und holt den Konsumenten emotional ab, da er durch den Schnee stapfen muss und sich nach der Sonne sehnt. Zudem ist die Aktion kostengünstig. Sie ist zudem überraschend.

 

Klare Vorteile

Diese Taktik läßt sich für den demokratischen Widerstand nutzen. Sie hat dabei mehrere große Vorteile. Zum einen haben Aktivisten, youtuber und andere freie Medienmacher niemals soviel finanzielle und personelle Ressourcen wie z.B. der öffentlich-rechtliche Rundfunk. In diesem Feld kann man sich nicht mit Ihnen messen – aber im Feld der kreativen Einzelaktionen sind diese Medien schlagbar. Sie sind zu behäbig und altbacken, um hier agieren zu können und eher zentralistisch aufgebaut.

Dadurch fehlt Ihnen das kreative Potenzial einer Schwarmintelligenz, wie sie die patriotischen dezentralen Netzwerke entwickeln können. Gerade viele kleine verschiedene Einzelprojekte vieler unabhängiger Aktivisten können eine enorme innovative Schaffenskraft entwickeln und zudem miteinander in einen Wettbewerb der besten Ideen treten.

Außerdem kann man die Menschen hier auch emotional, nicht nur rational packen.

Und ich umgehe diesmal die Hürden der online-Welt, kann aber dennoch auf sie verweisen, z.B. über QR-Codes oder Internet-Adressen.

 

Nachteile

Doch Obacht – es gibt ein paar Hürden zu beachten. Ich rate hier bei allem zur Vorsicht. Zum einen sollte der rechtliche Rahmen vorher geprüft werden. Wie weit darf und kann ich gehen, damit ich nicht mich oder sogar andere gefährde? Bin ich berechtigt, in Stadt xy eine Aktion im öffentlichen Raum durchzuführen? Kann mich eine mißglückte Aktion Geld kosten oder mich rechtlich in Bedrängnis bringen?

Zudem sind stark polarisierende Aktionen wie z.B. ein Flashmob mit einer Enthauptungsszene, um an den IS zu erinnern, starker Tobak. Starke Medizin hat starke Nebenwirkungen. Es nützt niemandem etwas, wenn man wegen Störung öffentlichen Friedens auf die Wache muss und eine Massenpanik auslöst… Zudem können negative Emotionen auch den gegenteiligen Effekt hervorrufen und die Menschen sich in Scham und Widerwillen abwenden lassen.

Positive Auftritte sind meiner Ansicht nach oft zu bevorzugen, um ein Identifikationspotenzial mit den Aktivisten oder der „Werbe“-Botschaft auszulösen.

Doch was ist überhaupt möglich?

 

Größere Aktionen

Die sicherlich in den Medien bekanntesten Nutzer des Guerilla-Marketings dürften die Aktivisten der Identitären Bewegung sein.

Ein paar Beispiele aus ihrem Schaffen: Die Identitäre Bewegung verhüllte verschiedenen Statuen die Augen, um u.a. auf die Blindheit gegenüber der hereinbrechenden Realität hinzuweisen.

Aktivisten derselben Bewegung setzen sich auch in eine Talkshow „der Gegenseite“, um die Runde zu einem vereinbarten Zeitpunkt mit Sprechchören und Plakaten zu stören – eigentlich eine „urlinke Aktionsweise“, die ich selbst noch an der Universität in solcher Weise kennengelernt habe, als Herr Rühe (Ex-Bundesminister der Verteidigung) einen Vortrag hielt und massiv durch Pfeifen und Gröhlen gestört wurde. (Wie gesagt, ich nehme keine Bewertung der Aktionen vor, ein jeder muss für sich selbst wählen, was im Kontext der Situation in Deutschland angemessen erscheint.)

Auch hielten die Aktivisten der IB auf der Zwei-Jahres-Pegida in Dresden Banner hoch mit dem Schriftzug „Habe Mut“.

Oder besetzten kurzzeitig mit einem Plakat das Brandenburger Tor, wie es einst Greenpeace vor Ihnen vormachte. Dann habe ich von einer Aktion gehört, bei der die Umrisse von Körpern (wie es nach einem Mord gemacht normalerweise gemacht wird) auf den Asphalt gemalt wurden, um auf die zunehmende Gewalt hinzuweisen.

Weitere Möglichkeiten sind hier die Zuhilfenahme von Flashmobs, z.B. um eine Situation für alle Passanten darzustellen, z.B. eine schockierende Enthauptungsszene, um auf die Grausamkeit des IS oder Krieges. Auch verschleierte Frauen in Burka oder ähnliches können eingesetzt werden, um auf Missstände hinzuweisen, was z.B. Freiheit und Gleichberechtigung angeht.

Oder positiv wirkende Aktionen wie ein Chor oder eine Musik- oder Tanzgruppe als flashmob, der ein patriotisches Lied singt oder spielt etc.. Hier kann man sehr kreativ sein und mit einer schnellen Aktion punkten und auch Fotos schießen, bevor ggf. gewaltbereite Antifakreise davon Wind bekommen.

 

Sehr kleine und einfache Aktionen können auch sein:

Botschaften oder zum Nachdenken anregende Fragen  im Einkaufsmarkt an die schwarzen Bretter pinnen. Oder Zettel in CD-Regalen oder in Büchern im Buchhandel deponieren. Oder in leeren Einkaufswagen. Oder öffentlichen Klos, z.B. am Pissoir auf Augenhöhe. Oder was ist mit der U-Bahn, der Bushaltestelle oder Parkbanken? Die Frage ist natürlich immer – was ist davon erlaubt und was nicht.

Mit Sprühkreise kann man Schrift auf den Asphalt sprühen (Obacht – das hat Risiken – ich erinnere mich dass man der IB daraus einen Strick drehen wollte und ihnen mit Reinigungskosten drohte, was bei Kreide die beim nächsten Regen verschwindet, natürlich lächerlich ist) ) oder mit Kreide Botschaften aufschreiben. Z.B. auf Brücken oder Treppenstufen.

Man kann Transparente aufhängen. Flugzettel an Orten auslegen, wo viele Menschen vorbeikommen oder warten müssen.

Oder wie wäre es Zettel oder Gegenstände an Bäume oder Büsche zu binden?

Oder Geschenke wie z.B. eine Blume mit einem Zettel daran zu verschenken?

 

Aber wie gesagt Vorsicht: Die rechtlichen Möglichkeiten sollten vorher geprüft werden.

 

Corona als Aufhänger

Auch Corona hat Potenzial: Botschaften oder Internetadressen auf einem Mundschutz oder einem T-shirt oder Kittel sind mit entsprechenden Stiften schnell aufgetragen. Oder vielleicht an den Flatterbändern abgesperrter Einkaufswagenhäuschen? Oder ihr verschenkt etwas Corona-Thematisches?

 

Werdet aktiv und schreibt mir

Ich habe hier bewußt nur wenige Ideen skizziert und Guerilla Marketing stark verkürzt dargestellt. Doch eine Google-Suche fördert viele Möglichkeiten zu Tage, und genau das empfehle ich euch!

Ich möchte im Rahmen der Arbeit mit dem Brennpunkt Politik nun eure kreativen Potenziale und eure Aktivität erbitten.

Schreibt mir von Aktionen, die ihr euch vorstellen könnt oder die ihr schon durchgeführt habt (dann freue ich mich über Bilder, Text und eine schriftliche Einverständniserklärung, ob ich diese Aktion veröffentlichen darf). Wenn es nach mir geht, dann stellen wir einige Ideen später in einem livestream vor.

Es ist ein wahnsinnig Gutes Gefühl, wirklich etwas Praktisches zu tun – seid also nicht nur dabei, seid die Lösung!

 

Schreibt bitte an bis zum 31.05.2020 an

 

Der-einsame-wanderer@gmx.de

 

Und teilt diesen Artikel sooft ihr könnt. Danke.

 

P.S. Wer mehr über Möglichkeiten des demokratischen Widerstandes erfahren will, schaue hier in meine Artikel Serie

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

 

Wichtig ist in diesem Kontext auch, sich zu vernetzen:

 

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