Riesen-Zoff um AfD-Kooperationen – Kommentar zur Bildzeitung vom 06.11.2019

 

Heute las ich in der Bildzeitung den Artikel Riesen-Zoff um AfD-Kooperationen  „Irre!“ CDU-General rüffelt Partei-Kollegen in Thüringen.

Was sagt man dazu. Just ist also die Wahl in Thüringen vorbei, und schon geschehen die Dinge, die man als aufmerksamer Kenner der deutschen Politik prophetengleich hätte vorhersehen können.

Nummer 1: Die AfD verbessert ihr Ergebnis wieder einmal signifikant und zeigt, dass im Osten eine andere Mentalität der Bevölkerung herrscht als im Westen. Die Linke ist als stärkste Kraft aus der Wahl mit 31% hervorgegangen, und die AfD hat die CDU hinter sich gelassen und ist mit 23.4% der Stimmen auf Platz 2 der Parteienlandschaft in Thüringen eingezogen. Alle anderen Parteien außer der CDU mit 21,8 % verschwinden gewissermaßen in der Bedeutungslosigkeit einstelliger Ergebnisse.

Obwohl, Hoppla, nicht so schnell. Auch die 5% einer FDP mögen noch Gewicht haben, aber dazu später.

Nun werden eifrig Koalitionsideen diskutiert, wer mit wem und wie und so weiter. Alles wie gehabt.

Nummer 2: Bei diesen Ideen hatten es doch einige (und auch das war vorherzusehen), genau genommen 17 Thüringer CDU-Funktionäre, gewagt, die Afd in die Summe der Möglichkeiten mit einzuschließen und mit der AfD „ergebnisoffene“ Gespräche führen zu wollen. Dies wurde sofort von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak verurteilt:

Zitat „Ich halte die Debatte über eine Zusammenarbeit mit der AfD in Thüringen für absurd.“ Die Idee nannte er „irre“. Ziemiak äußerte, dass die CDU dazu einst einen Beschluss auf einem Bundesparteitag gefasst habe – und diese Meinung habe sich nicht geändert. „Punkt aus. Ende der Durchsage.“ Zudem empfahl er Andersdenkenden Parteimitglieder, die CDU zu verlassen.

Und da ist er wieder, der erhobene Zeigefinger mit dem strengfordernden Blick: Spiel ja nicht mit den Schmuddelkindern!

Wen interessiert schon die Demokratie und der Wählerwille fast eines Viertels der Thüringer? Da darf sich eher eine SPD mit 8% Volkspartei nennen, als dass man das Votum des Wählers beachtet oder seinen Kurs nach einem Absturz von immerhin 11,7% überdenkt.

Ziemiaks Worte gleichen dem strengen Vater: Ich verbiete euch das! Bei der CDU mit der Sonnenkönigin an der Spitze heißt es Befehle kritiklos ausführen. Die AfD ist grundsätzlich als Nazi definiert und damit persona non grata – die Linke mit ihrer Vergangenheit hat zwar auch genug auf dem Kerbholz, zählt aber offiziell zu den Guten. Diskutieren, ob der Kurs in Richtung Eisberg der Richtige ist, ist verboten. Früher nannte man so etwas Kadavergehorsam.

Klingt komisch, ist aber so.

Das Problem an der Sache aber ist: Bisherige etablierte Koalitionen bieten keine absolute Mehrheit. Selbst wenn die CDU mit der AfD kooperieren würde, bräuchten sie die FDP, die bösartige Zungen als Fähnchen im Wind bezeichnen, oder beispielsweise die SPD oder Grünen, die aber in Ihrer ideologischen Verblendung lieber die 5%-Hürde unterschreiten würden, bevor sie der AfD eine Chance erteilten.

Die Gräben sind auch zu tief: Jahrelang hat man alles daran gesetzt, und zwar unter willfähriger medialer Unterstützung, die AfD über das Instrument der Nazi-Diffamierung zu zerstören. Dabei grenzte man sich bis ins Totalitäre von den Feinden der Demokratie ab, und zog eine Mauer zwischen sich und der AfD, um sich selbst als „die Guten“ zu definieren.

Nun steht man vor dem Scherbenhaufen: Die AfD ist unter der Nazikeule nicht zusammengebrochen und ist jetzt da. Für den Machterhalt würde man gerne kooperieren, aber dies würde die neudefinierte eigene Identität als Verteidiger des Guten und Gerechten zerstören.

Eine Sackgasse für alle, sowohl die Politik, als auch den Wähler.

Das Schlimme daran ist also: Unsere Demokratie befindet sich im steten Verfall, weil machtpolitische Spiele unserer Politiker Priorität besitzen, und nicht etwas das deutsche Volk. Bei den meisten Politikern habe ich das Gefühl, sie besitzen das Rückrat einer Nacktschnecke.

Das Gute daran: Eine derartige Dekadenz und Arroganz werden den Wähler wütend machen – und die Wahlergebnisse in der Zukunft zu Gunsten der AfD verändern – egal wieviel Schmutz über dieser Partei ausgeschüttet wird. Und die letzten konservativen Politiker der CDU werden sich eine neue Heimat in der AfD suchen. Denn außer der AfD existiert keine demokratisch-konservative Kraft in unserer Parteienlandschaft.

Leider bleibt für den dringend notwendigen Wechsel des politischen Fahrwassers kaum noch Zeit.

 

Das Video zum Beitrag, welches durch Sergeant Meinungsfrei erstellt wurde, findet sich hier. Das Audio habe ich produziert. Vielen Dank an dieser Stelle an den Sergeanten!!!

 

 




Die wirtschaftliche Repression kritischer Stimmen – und was wir dagegen tun sollten

 

Die Situation heute

Wir leben in einer Gesellschaft, die kritische Stimmen ökonomisch immer stärker unterdrückt  und permanent stärkere diktatorische Züge annimmt.

Das ist eine völlig übertriebene Behauptung? Eine Verschwörungstheorie? Das glauben Sie nicht?

Dann lesen Sie wenigstens einen kleinen Moment weiter – ich gehe davon aus, Sie werden Dinge erfahren, von denen sie bisher nichts wußten.

 

Ziel dieses Artikels

Ziel meines Textes ist heute, Ihnen die ökonomische Repression kritischer Stimmen, die nicht mit dem von den Leitmedien vorgegebenem Narrativ übereinstimmen, aufzuzeigen.

Da wären zum Beispiel zu nennen:

Abtreibungskritiker. Impfgegner. Islamkritiker. Menschen, die die Nachteile der multikulturellen Gesellschaft thematisieren. Eurokritiker. Klimaleugner, wie es so schön heißt (allein das Wort ist schon Unsinn, aber egal). Und so weiter.

 

Dabei werde ich sehr verschiedene Fälle und Personen aufgreifen, die man eben nicht einfach in die „rechte Ecke“ rücken kann, was ja sonst gern als Ausflucht genutzt wird, Repression irgendwie als gerecht und notwendig zu verkaufen.

Hierzu werde ich nicht nur aktuelle, sondern auch relativ alte Fälle aufnehmen. Die Maßnahmen gegen kritische Meinungen werde ich in einer Eskalationstreppe darstellen, beginnend mit den harmlosen Instrumenten bis hin zu den zerstörerischsten Fällen.

 

Als positiven Abschluß werde ich Wege in die Zukunft aufzeigen, was jeder von und tun kann bzw. welche Initiativen es bereits gibt oder welche möglicherweise entstehen könnten.

 

Der erste Schritt – den Ruf schädigen

Die einfachste Variante ist immer, die komplette Medienmacht gegen einzelne Personen zu richten und diese zu diffamieren, um Ihnen u. a. einen ökonomischen Schaden zuzufügen. Das erste ist immer, Menschen als rechtsradikal zu betiteln. Ich persönlich bilde mir meine Meinung ja lieber selbst, indem ich mir anschaue, was diese Menschen regelmäßig sagen.

Dabei wird auch gern gelogen – die Wiederholung der Lüge zeigt, auch wenn nicht wahr, immer irgendwann Wirkung.

 

Eine kurze Vorrede

Erlauben Sie mir hierzu kurz einen Exkurs, bevor ich zu den ökonomischen Wirkungen komme.

Zurück zur Lüge. Die Lüge oder das Verschweigen der Realität brennt sich unbewußt in den Geist der Menschen ein, so dass sie fast automatisch, ja reflexhaft reagieren.

Über Jahrzehnte antrainiert, wird diese Propaganda bei manchen Menschen zu einem festen Teil ihrer Gedankenwelt als auch ihrer Wortwahl. Dinge, die eigentlich seltsam und fragwürdig sind, werden als natürliche Realität wahrgenommen. Worte, die früher normal waren, verschwinden.

 

Ein paar Beispiele

Wir müssen im Haushalt Wasser sparen! Haben Sie zu diesem Satz schonmal einen Wasserbauingenieur befragt?

Sagen sie eigentlich noch Ausländer statt Migrant?

Fragen Sie sich ehrlich selbst. Und verzeihen sie mir bitte diese für mich ungewohnt vulgäre Phrase, es wird die einzig ein diesem Text sein, aber – was geht Ihnen leichter von der Zunge im Freundeskreis oder der Öffentlichkeit?

 

Vögeln oder Vaterland?

 

Weiter. Würden sie sich selbst einen „Nationalen Menschen“ nennen? Würden sie offen sagen: Der menschengemachte Klimawandel ist wissenschaftlich nicht bewiesen?

Fühlen sie nicht auch ein Frösteln, wenn sie „Volksgemeinschaft“ sagen, obwohl sie nicht Böses im Sinn haben? Glauben Sie auch fest, dass der Islam eine Religion des Friedens ist, obwohl sie noch nicht einmal den Koran gelesen haben?

Finden Sie auch, dass man Neger nicht sagen darf?

 

Ich nehme an, die meisten von Ihnen erkennen, dass sich unser Weltbild, unsere Sprache und unsere eigene Schere im Kopf zu mindestens teilweise verändert haben über die Jahrzehnte.

 

Bekannte Geschädigte

Beispiele für prominente Opfer dieser Taktik gibt es sehr, sehr viele.

 

Der Spiegel versuchte beispielweise, den Rapper Chris Ares nach einem Interview als bösartigen Gewalttäter und Hetzer darzustellen. Ares veröffentlichte allerdings einen eigenen Mitschnitt des Interviews, welches eine ganz andere Sichtweise zuläßt, wie in meinem Video hierzu aufgezeigt. Die Bild ist in Spiegelmanier gerade nachgezogen und kommt in der Kritik an Ares Rap nicht einmal darauf, den bisherigen Hip Hop mit seiner Frauen- und Homosexuellendiskriminierung und seiner Drogennähe zu kritisieren.

 

Xaviar Naidoo wurde bis zu einem anderslautendem Gerichtsurteil (ab heute auch in 2. Instanz bestätigt) aufgrund seines Musik-Videos „Marionetten“ sogar öffentlich Antisemit genannt, oder es wurde ihm durch die Blume angedichtet, wie es auch der AfD ständig nachgerufen wird. Praktischerweise werden beide in ein und demselben Spiegel-Artikel durch den Kakao gezogen, den ich unten verlinke. Außerdem gilt für Naidoo die Reichsbürgernähe inklusive. Und irgendwie ist er für viele Medien voll rechts.

Ich bin ein Kind der 70iger. Früher waren Nazis immer deutsch. Und ja, Herrgott nochmal, sie waren weiß. Und Migranten, die damals noch Ausländer oder Asylanten hießen, konnten sagen oder tun, was Deutsche nicht sagen oder tun konnten, weil auf sie nicht die berühmte  Nazikeule herabrasen konnte. Kaya Yanar zum Beispiel. Oder Dave Chapelle in den USA.

 

Heute sind auch Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund Nazis. Wie sich die Welt doch ändert.

Der youtuber Hyperion wies ironisch auf diese verrückte Welt hin, indem er den linken Gegendemonstranten (er ist Mitglied in der AfD) auf einer Demo entgegnete, „hier wäre endlich mal ein echter Brauner“. Chapeau!

 

Die böse AfD

Wo ich gerade bei der AfD war – diese AfD ist laut der meisten Leitmedien antisemitisch, hat aber seltsamerweise eine Gruppierung „Juden in der AfD“ vorzuweisen. Die Afd will die Demokratie laut Leitmedien und Politik abschaffen – und fordert eine Volksabstimmung und die Einhaltung der Gesetze z.B. im Kontext von Migration und Grenzschutz. Die Afd ist voller Nazis. Hat aber schwarze Mitglieder.

 

Moment, ich habe das Gefühl, dass ich „schwarz“ nicht sagen darf, es fühlt sich irgendwie falsch an. Farbig glaube ich, ist besser.

Machen Sie bei sich mal den Test, was sich besser anfühlt. Wenn sie übrigens gerade nicht verstehen, wovon ich rede, lesen Sie oben nochmal nach.

 

Der Historiker Danielle Ganser, der aus der Friedensbewegung stammt, ist ein Verschwörungstheoretiker, weil er die Frage stellt, warum der Einsturz des WTC 7, also des dritten Gebäudes an 9/11 bis heute nicht plausibel erklärt werden kann.

 

Ach, Sie wußten gar nicht, dass drei Gebäude eingestürzt sind? Gut, stand ja auch nicht im offiziellen Abschlußbericht zu 9/11. Aber fragen sie nicht warum, weil sonst… na Sie wissen schon. Schauen Sie mal bei Danielle Ganser rein. Es lohnt sich.

Und rechts ist der bestimmt nicht, das ist mal sicher. Sonst würde er sich kaum mit Todenhöfer fotografieren lassen. Das kostet beide auch nicht den Job, aber dazu später mehr.

Genug der Beispiele.

 

Fazit

Die beständige Rufschädigung soll zum einen die lästige Konkurrenz am Markt der Meinungen schwächen und deren „Kundenstamm“ in Kontext der Informationsdienstleistung schmälern, zum anderen diese Menschen sozial isolieren. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

Und wer möchte schon mit Verschwörungstheoretikern zusammen gesehen werden? Oder mit AfD-Politikern. Aber auch dazu später mehr.

 

Und wer glaubt diesen schon? Die meisten Menschen wenden die Zeit nicht auf, sich umfassend zu informieren. Viele wollen es auch nicht. Es macht zuviel Mühe. Kant läßt immer wieder grüßen.

 

Nach dem Feierabend sind sie erschöpft, lassen sich von der Tagesschau berieseln. Sind müde und nicht mehr kritikaffin. Sie sind im Zustand des „low involvement“, wie der Marketingmann so schön sagt. Und in diesem spielen Emotionen als auch bunte Bilder und Musik, nicht Informationen oder Fakten die entscheidende Rolle, wenn es um die, ja von ihm selbst oft nicht bemerkte, Vorprägung des Konsumenten geht.

 

Haben Sie sich nie gefragt, warum bei manchen Wahlhochrechnungen die AfD einen braunen Balken hatte, und keinen blauen? Haben sie schon einmal bei Reportagen gegen rechts auf die Musik und die Bilder geachtet? Ist Ihnen bewußt, dass der Spiegel bei seinem Feldzug gegen rechts noch immer das Bild eines Linksextremisten zeigt, der den rechten Arm hebt?

 

Und das Beste am Schluß: Das Wort „krude“ spielte vor Sarrazin meiner Ansicht nach keine besondere Rolle im deutschen Sprachgebrauch, wird heute aber systematisch (siehe wieder im Falle von Naidoo) verwendet und gezielt mit rechts in Verbindung gebracht. Damit Sie, wenn Sie „krude Thesen“ lesen, automatisch eine Abwehrhaltung einnehmen, weil Sie an rechts denken.

 

Genau deshalb denken Sie bei der Farbe lila auch an Milka. Auch wenn Sie die Schokolade nicht essen. Oder bei dem Bild eines Cowboys im Sonnenuntergang an Marlboro, jedenfalls die Älteren unter uns. Auch wenn Sie Nichtraucher sind. Obwohl der Cowboy-Claim von Marlboro seit Ewigkeiten ad acta gelegt wurde.

Die Verlinkung der Begriffe, Bilder und Emotionen wurde Ihnen ins Hirn gewaschen durch langjährige niederschwellige Berieselungstaktik.

 

Also glauben die Menschen, was Ihnen erzählt wird. Oder wollen die Wahrheit gar nicht wissen. Und das wissen wiederum unsere Politiker.

 

Wirtschaftliche Nachteile der Diffamierung

Und jetzt zur ökonomischen Wirkung meiner Vorrede: Oftmals kann diese Rufschädigung ganz harte wirtschaftliche Nachteile einläuten. Musikern laufen die Fans weg und kaufen keine CDs mehr, besuchen die Konzerte nicht mehr, man wird nicht mehr in talkshows eingeladen, die Waren eines Unternehmers werden boykottiert oder willkürlich aus dem Sortiment genommen etc..

 

Oder Magazine wie das libertäre Blatt „Krautzone“, die in einer Ausgabe ein Titelbild gegen Extremismus zeigen wollten, wurden als rechts diffamiert , weil eben auch ein Hakenkreuz als abzulehnendes Extremismussymbol dabei war. Die ganze Geschichte verlinke ich hier. In knapp: Sie kamen mit dieser Ausgabe in der Hälfte der Geschäfte nicht in die Auslage. Von Anwaltskosten ganz zu Schweigen. Sicherlich ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Schaden.

 

Der Klassiker – Demonetarisierung

Um den Sumpf anderslautender Meinungen auszutrocken, ist auch die Demonetarisierung für youtuber sehr beliebt – dies ist für viele bekannte kritische youtuber business as usual.

 

Demonetarisierung beschreibt das Gegenteil der Monetarisierung, also der Möglichkeit, zum Beispiel über Werbeeinnahmen, Geld zu verdienen. Für youtuber, die viele Stunden Arbeit oder finanzielle Ressourcen in ein Video stecken, weil sie Equipment kaufen müssen, recherchieren, Texte schreiben, alles einsprechen, den sound optimieren, das Video schneiden etc. ist es aber notwendig, hiermit Geld zu verdienen, da auch für sie der Tag nur 24 Stunden hat und sie entweder einem Job nachgehen oder am Video arbeiten können.

 

Es geht hier nicht um Einzelfälle, es passiert regelmäßig, ohne dass sich die youtuber etwas zu Schulden kommen lassen müssen. Nur dass die meisten Menschen davon nichts mitbekommen. Ich als sehr gut vernetzter youtuber erhalte aber eben diese Einblicke, die andere nicht bekommen, und gebe sie heute weiter.

 

Das ist auch der Grund warum ich manchmal längere Pausen bei der Videoveröffentlichung einlege, da ich mir den Luxus gönne, einem Hauptjob nachzugehen und auf die Monetarisierung zu verzichten. Daher dauert es dann manchmal länger – meine Arbeit ist eben „nur“ ein zeitintensives Hobby mit der Passion einer Berufung.

 

Die nächste Stufe: Kontenlöschung

Fruchten diese Maßnahmen nicht, wird das nächste Level für unnachgiebige Querulanten eingeläutet. Die Kontolöschung.

 

Was machen wir ohne Konto? Unser Lohn wird dorthin überwiesen, ja wir können am wirtschaftlichen Leben, unserem ganzen Konsum nur teilnehmen, wenn wir ein Konto unser Eigen nennen. Noch schlimmer ist dies für Firmen. Ohne Konto keine einlaufenden Umsätze, es sei denn alle kaufen bei Ihnen bar. Martin Sellner hat übrigens nach meinem Stand inzwischen mehr Konten verloren als die Finger zweier Hände anzeigen können.

 

Ähnlich verhält es sich mit der Paypalkonten-Löschung, wie bei Heiko Schrang geschehen, der Bücher vertreibt und mit seinem Kanal mehr als 140.000 Menschen erreicht. Laut der Paypal-Richtlinien darf Paypal übrigens das Guthaben für 180 Tage behalten. Fragen Sie sich mal, welche Firma 180 Tage ohne das verdiente Geld überleben kann, wenn Paypal stark genutzt wurde und die dortige Summe hoch ist… Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Auch Laut gedacht, Hagen Grell und dem Brennpunkt Politik ist dies wiederfahren. Und vielen anderen.

 

Für den Anbieter Patreon gilt im Prinzip das Gleiche. Wer mit seiner Meinung unangenehm ist als Kunde, kann auch mal rausfliegen. Da über Patreon Spenden für youtuber einlaufen, nagt auch dies an der wirtschaftlichen Stabilität des Einzelnen.

 

Natürlich ist es das Vorrecht eines Unternehmens, seine Kunden auszuwählen, und das ist gut so. Nur kollidiert dies hier mit dem Grundgesetz, weil die freie Meinungsäußerung unterdrückt werden soll. Eine schwierige Situation, die sicherlich in jedem Fall differenziert betrachtet werden sollte.

 

Manipulation, Benachteiligung und gate keeping

Neben der Diffamierung ist auch Manipulation oder direkte Benachteiligung eine Möglichkeit, ökonomischen Druck aufzubauen. Dies reicht von Löschungen auf social media Plattformen bis zu Verhinderung der Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit. Auch shadowbanning sowie das künstliche Kürzen der Aufrufzahlen scheinen real zu sein bei youtube.

 

Im Fall des Autoren Sieferle der den kritischen Buch-Titel „Finis Germania“ verfasste, ergab sich in 2016 in der Spiegel-Bestsellerliste der Platz 6 für das Buch. Da es keine genehmen politischen Inhalte aufweisen konnte, verschwand das Buch einfach aus der Liste. Dass ein Buch, welches nicht über die bestseller-Liste gepusht wird, in der Folge in den Verkaufszahlen abbauen kann, ist nicht verwunderlich. Und soetwas kommt öfter vor.

 

Zu sehen am Fall des sehr erfolgreichen yotubers Neverforgetiki. Amazon gibt an, das Buch des Autors Neverforgetniki wäre erst in 1-3 Monaten lieferbar, was nicht der Wahrheit entspricht. Das aktuelle Video von Niki zum Fall habe ich hier verlinkt. Zudem gab es geplante Aktionen anderer communities, auf Amazon das Buich schlechtzu bewerten, um vom Kauf abzuschrecken.

 

Chris Ares verbuchte vor kurzem mit seinem Album eine sehr gute Chartplatzierung. Der Rapper steht nach eigenen Angaben für einen positiven Bezug zur Heimat, Solidarität und eine Abkehr von Drogen und Gewalt. I-Tunes löschte seine Musik später einfach.

M-TV reagierte ebenfalls auf den erreichten Platz 6 von Ares in den Top Ten. M-TV löschte das Bild und das Vorschauvideo von Ares, schrieb einen Artikel gegen ihn und seine Musik und setzte ein M-TV-Logo in Regenbogenfarben ein.

Ein Test am 22.10.2019 ergab, dass die Eingabe Chris Ares in der Suchfunktion nur den Artikel gegen Ares anzeigt, sonst nichts. Tippt man hingegen Rammstein oder andere Bands ein, werden diverse Videos angezeigt.

Zufall?

 

Auch der Rapper Komplott scheint nach seinen in der patriotischen Szene positiv aufgenommenen Videos „Europa“ und „Gestern und Morgen“ von Youtube gebannt. Sicher sagen kann ich dies aber nicht.

 

Dies birgt die Gefahr, umsatzschädigend zu wirken, da man ggf. ein Album erst kauft, wenn man die single auf youtube gehört hat oder über social media überhaupt erst vom Künstler erfahren hat. Die Reichweite zu beschränken, ist immer schlecht.

 

Ich halte fest

Ein Unternehmen entzieht sich freiwillig (?) seiner guten Umsatzmöglichkeit. Wie groß muss der Druck für ein Unternehmen sein, die eigene Einnahmequelle trocken zu legen? Ist es eine Eigenzensur? Oder gibt es jemanden, der Druck aufbaut, wie z.B. linksradikale Stiftungen?

 

Dass youtube-Videos  als auch ganze Kanäle übrigens ständig gelöscht werden unter fadenscheinigen Gründen, ist schon lange keine Seltenheit mehr. Dazu muss man noch nichtmal „rechte Themen“ wie Islam, Grenzöffnung 2015 etc. thematisieren.

Dazu ein wichtiger Fakt: Kanäle wie z.B. Heiko Schrang und Martin Sellner haben jeweils mehr als 100.000 Abonnenten, während z.B. die ARD mit all der finanziellen und gesetzlichen, also staatlichen Zwangs-Unterstützung „nur“ 598.000 Abonnenten aufweist. Hier sieht man, wie bedeutend kleine youtuber für das Meinungsmonopol sein können und auch wie gefährlich, sodass man diese drangsaliert.

 

Frank Stoner hatte vor einiger Zeit das Buch einer Professorin thematisiert, die kritische Fragen zu 9/11 aufwarf. Das Video wurde inzwischen gelöscht. Youtube gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, den Vorwurf mit hatespeech zu begründen.

 

Bei facebook sieht es nicht besser aus, hierzu findet sich ein Video auf meinem Kanal.

 

Aber auch im wahren Leben sieht sich der kritische Geist mit Hürden konfrontiert. So scheiterte Bernd Lucke aktuell bei seiner Rückkehr an die Uni in seiner ersten Vorlesung, weil Gegendemonstranten die Vorlesung für 1,5 Stunden so störten, dass kein Lehrbetrieb möglich war. Es kam sogar zu Gewalt. In einem Interview sagte einer der Demonstranten, Bernd Lucke müsse sich von der AfD distanzieren.

 

Auch der Politiker Thomas de Maziere wurde aktuell daran gehindert, einen Vortrag zu halten, weil Fridays-for-Future-Aktivisten die Veranstaltung so blockierten, dass sie abgesagt wurde. Die Begründung war, dass Faschisten weltweit den Klimawandel leugnen. Kein Witz.

 

Und auch Patrick Lindner wurde von der Uni fern gehalten mit einer eher unglaubwürdigen begründung.

 

Zurück zu Lucke: Nehmen wir an, Lucke würde laut in der Uni sagen – ich distanziere mich von der AfD. Würden diese Leute abziehen? Nein. Diese Leute suchen nur einen Vorwand, ihren Aggressionen gegen ihre Feindbilder frei Lauf lassen zu können. Diesen Leuten geht es nur um Zerstörung.

 

Wo ist in diesen Fällen eigentlich das Räumkommando der Polizei, welches mir meine zugesicherten Bürgerrechte sicherstellt?

 

Dieses Vorgehen des linken Spektrum ist nicht neu. Zum einen erinnere ich mich an einen Vortrag in den 90iger Jahren des Politikers Rühe, bei dem es genauso ablief. Auch erinnere ich mich, als in den 90iger Jahren linke Demonstranten unseren Hörsaal besetzten, weil sie uns zum Mitdemonstrieren gegen die Studiengebühren veranlassen wollten. Auch hier kam es zu Gewalt direkt neben mir. Eine Demonstrantin trillerte meinem Mitstudenten mit einer Pfeife laut und schmerzhaft ins Ohr, dieser nahm ihr die Pfeife weg, woraufhin sie zuschlug – als Frau. Wow. Dummerweise saß ich dazwischen und sie schlug mir weil ich im Weg war, unbeabsichtigt die Brille von der Nase.

 

Unnötig zu erwähnen, dass sich meine Mitstudenten nicht sonderlich motiviert fühlten, diese anderen Studenten zu unterstützen. Was auch daran liegt, das linke Studenten Wirtschaftswissenschaftler und Juristen und damit auch deren Studenten oft als kapitalistisches Feindbild ansehen. Das merkt man schon als Student, wenn man das Feindbild ist. Beim Thema Studiengebühren hätte man ja auch einfach reinkommen und fragen können, was die Mitstudenten davon halten und ob sie mitkommen wollen. Aber nein. Linke müssen das nicht.

 

Auch erinnere ich mich daran, dass unser Hörsaal besetzt wurde und dem Professor mit einem Schwamm die Glatze abgewischt wurde, weil er höflich darum bat, seine Vorlesung halten zu dürfen. Ein tyrannisches Verhalten, dass alle anderen Studenten in ihrer freien Entfaltung behindert. Da war doch was im Grundgesetz?

 

Was passiert eigentlich, wenn ein Professor wegen solcher Proteste mehrfach keine Vorlesung halten kann? Entweder die Universität investiert in den Wachschutz und sucht die dauerhafte Hilfe der Polizei, oder sie löst sich von Ihrem Mitarbeiter, weil die Proteste die Kosten und den Imageschaden unattraktiv hoch treiben. Kosten entstehen übrigens auch, weil es im linken Spektrum die Angewohnheit gibt, Gebäude der „Gastgeber des Faschismus“ zu beschädigen oder Autos abzufackeln. Für einen privaten Veranstalter, der Räume für Vorträge vermietet, eine Katastrophe.

 

Aktuell wurde auch Stefan Brandner von der AfD abserviert – wie hier im Video zu sehen.

So werden private Unternehmer ökonomisch und psychisch in die Knie gezwungen.

 

Ökonomische und soziale Zerstörung

Versagen alle diese Maßnahmen, so kommt die Endstufe der Treppe zum Einsatz, der Versuch der totalen ökonomischen und sozialen Zerstörung.

 

Dies beinhaltet zum einen den Verlust des Arbeitsplatzes inklusive der gesellschaftlichen Stellung. Erinnern Sie sich noch an den Fall der Nachrichtensprecherin Eva Herman? Sie wurde in einem medialen Schauprozess gleich einer mittelalterlichen Inquisitionsverhandlung öffentlich gedemütigt und sozial und ökonomisch zerstört inklusive des Rauswurfs aus der Sendung durch Johannes B. Kerner.

Der Grund: Sie wollte von Ihrer Meinung nicht abrücken und verteidigte diese gegen mehrere Talkrundenteilnehmer, die alle gegen sie wetterten. Ihre Karriere beim öffentlich-rechtlichem Rundfunk war damit beendet.

 

Oder erinnern Sie sich an Thilo Sarrazin? Hier zeigte das Establishment inklusive des damaligen Bundespräsidenten: Seht  her, wir bekommen jeden klein. Hier funktionierte die ökonomische Zerstörung allerdings nur sehr bedingt, denn seine Bücher verkaufen sich gut.

 

Achja, es ist übrigens eine sehr gute Maßnahme, den Buchverkauf solcher unbequemer Menschen zu be- oder verhindern. Aktuell ist dies beim Verleger Heiko Schrang der Fall, inklusive der Löschung des paypal-Kontos, sehen Sie sich selbst das Video dazu an.

Bitte. Es öffnet Augen, welche Fäden der Macht unbemerkt von den meisten gezogen werden.

 

Vor kurzem wurde Hans Joachim Mendig, Leiter der hessischen Filmförderung, entlassen, weil er mit dem AfD-Politiker Meuthen auf einem Foto beim Essen zu sehen war. Da ich den Fall in einem Video behandelt habe, gehe ich nicht tiefer darauf ein.

Aber auch hier ist klar: Der plötzliche Jobverlust setzt psychischen und ökonomischen Stress frei. Ein politisch aktiver Mensch wird in der Folge seine Arbeit ggf. einstellen müssen, weil er sich um eine neue Existenzgrundlage kümmern muss.

 

Im Falle Mendig ist es sogar besonders perfide. Mendig ist soweit ich informiert bin nie politisch aktiv geworden, er war im Diskurs unbedeutend.

Aber es wurde ein Exempel statuiert. „Du bist schuldig und wir zerstören dich, auch wenn du selbst nichts Kritisches äußerst und selbst wenn man dich nur mit anderen Kritikern des Systems sieht.“

 

Wo ist hier unser Grundgesetz, wenn ich nur für meine Gedanken und ein Essen mit einem Politiker ohne eine eigene Aussage getroffen zu haben entlassen werde?

 

Angst als Schlüssel

Dieses statuierte Exempel schafft Angst. Will man in der künstlerischen Branche arbeiten, muss man sich zu 100%  bedeckt halten und darf niemals, wirklich niemals seine freie Meinung äußern. Nur ist dieser Akt eben nicht auf diese Branche beschränkt. Das Vergehen, welches zur Zerstörung führt, wird permanent kleiner, die Repression also immer stärker und früh einsetzender. Es entsteht ein Klima der Angst.

 

Mir fallen noch viele weitere kleinere  Fälle ein, die ich nur noch kurz erwähnen kann. Brandstiftung bedeutet einen direkten ökonomischen Schaden. Beim Identitären Malenki wurde die Gartenlaube abgebrannt, Martin Sellner wurde das Auto abgefackelt. Restaurants uns Kinos verweigern Afd-Mitgliedern den Eintritt. Ein Österreicher, der jahrelang als Weihnachtsmann auftrat, durfte dies nicht mehr, weil er einen post der IB im Internet  als positiv kommentiert hatte.

 

Nicht nur Einzelpersonen sind betroffen

Was für Einzelpersonen gilt, gilt aber auch für Firmen oder Gruppen. Radio Bremen 4 und der NDR 2 kündigten die Zusammenarbeit mit Xaviar Naidoo nach dem Lied Marionetten auf. Wohlgemerkt nicht, weil dort gegen Juden gehetzt wurde oder etwas Strafbares veröffentlicht wurde, sondern weil man es so interpretieren könnte wenn man es wollte. Mit der Stadt Mannheim gab es ein Gespräch, weil man den Söhnen Mannheims „antistaatliche Aussagen“ vorwarf.

Seit wann darf ich den Staat eigentlich nicht mehr kritisieren?

 

Vor kurzem hat der Biokonzern Alnatura die Produkte der Firma „Spreewälder Hirsemühle“ aus seinen Regalen verbannt. Zuvor hatte die Leipziger Ökokette Bio Mare publik gemacht, dass der Geschäftsführer des Ökobetriebs aus der Lausitz, Jan Plessow,  Mitglied der AfD ist und ihn ebenfalls ausgelistet.

Hier war also nicht ein negatives Geschäftsgebahren der Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit, sondern die politische Meinung des Herrn Plessow. Das Grundgesetz gilt eben nicht für kritische Denker oder AfD-Politiker. Ein Skandal!

 

„Kauft nicht bei Juden“, hieß es früher. Und heute?

 

All diese Maßnahmen kommen in der Realität meistens nicht isoliert vor, sondern in Kombination. Also zum Beispiel Demonetarisierung, Videolöschung und Kontolöschung gemeinsam. Sie halten die Demokratie im Würgegriff einer Schlinge, die sich immer enger zieht. Jegliche Meinungsäußerung außerhalb des gesetzten framings wird immer häufiger verfolgt, bis am Ende offiziell nur noch eine vorgegebene Wahrheit existiert. Das kennen wir bereits aus der DDR. Orwell läßtgrüßen.

 

Schaffen wir es nicht, diese Entwicklung zu stoppen, gleiten wir in die nächste Diktatur auf deutschem Boden.

 

Was man tun kann

Diese repressiven Maßnahmen greifen nur, wenn sie wirklich einen ökonomischen Schaden auslösen und wenn man allein und isoliert dasteht.

 

Ich will daher ein paar Gedanken skizzieren. Diese stellen Leitsterne für die Zukunft und auch Diskussionspunkte dar, keine fertigen Konzepte.

 

Solidarität ist das Stichwort. Je größer eine Gemeinschaft Gleichgesinnter ist, die einen stützt, desto weniger wird man von der Repression betroffen sein.

Im einfachsten Fall können dies kleine Netzwerke mit persönlichen Kontakten sein, wie z.B. Telegramgruppen. Dort kann im kleinen Kreis das Sprichwort „eine Hand wäscht die andere“ der Schlüssel sein.

 

Die Initiative EID von Klemens Kilic

Hierzu möchte ich auf die Initiative „Einigkeit in Deutschland“ (kurz EID) von Klemens Kilic hinweisen, die ich unterstützen werde. Das Video von Klemens Kilic hierzu ist auf meinem Kanal vorhanden. In Kürze geht es bei EID darum, Unternehmern, die politisch unkorrekt auffielen und in Ungnade gefallen sind, über verschiedene Wege zu unterstützen.

 

Mein Projekt auf 1984

In kleinerem Rahmen baue ich das Projekt „Jobs – Arbeitgeber und Arbeitnehmer tauschen sich aus“ als Testbatterie im Netzwerk 1984 auf – weitere Aktivitäten oder Plattformen in diesem Kontext folgen bei Bedarf in Zukunft. Hier liegt der Focus nur auf dem Arbeitsmarkt. In der Gruppe können sich gleichgesinnte Arbeitgeber- und Arbeitnehmer im Rahmen der Jobsuche- und Jobvergabe locker vernetzen.

 

Bestehende und neu hinzukommende Stiftungen und Initiativen, die kritisch denkenden Menschen helfend zur Seite stehen, können den ökonomischen Druck ebenfalls mindern. Sicherlich ist in diesem Rahmen einprozent.de zu nennen.

 

In Zukunft könnten auch spezielle Jobbörsen eine Möglichkeit darstellen.

 

Spenden an von Repression und Gewalt betroffene Personen sind ebenfalls ein Weg, sei es für die erbrachte Dienstleistung der Informationsbereitstellung über Videos, blog-Artikel etc., oder für einen erlittenen Schaden. Soweit ich weiß, ist die Spendenbereitschaft z.B. bei Brandanschlägen für bekannte youtuber hoch. Eine solidarische Gemeinschaft fängt die Leute, die im Informationskrieg Arbeit für alle leisten, ggf. auf.

 

Gut wäre es natürlich, wäre eine solche Hilfeleistung institutionalisiert, sodass auch ein kleiner blogger oder vlogger einen Nutzen hätte, und nicht nur Berühmtheiten der jeweiligen Szenen. Dies wäre im Prinzip die Gründung einer speziellen Versicherung – wenn soetwas möglich ist.

 

Auch eine Patriotengewerkschaft wäre ein wichtiger Schritt. Denn als wegen meiner politisch kritischen Haltung Entlassener, am besten noch mit AfD-Hintergrund, wird Verdi ggf. nicht eintreten wollen. Ein Problem. Ich erinnere mich, dass es vor einigen Jahren Aktivitäten in dieser Richtung gab, habe dies aber nicht verfolgen können. Über Kommentare hierzu freue ich mich sehr, wenn jemand mehr weiß.

 

Als letzte Möglichkeit ist auch eine Masche der Linken, nämlich der Boykott, denkbar. Repression müßte z.B. medial via „shitstorm“ bestraft werden. Alnatura könnte man für das eigentlich grundgesetzwidrige Verhalten boykottieren. Bosheit darf nicht belohnt werden. Manko: Das nützt leider dem Betroffenen wie im Fall der Hirsemühle nicht.

 

Aber gezielte Einkäufe bei den Geschädigten schon. Nehmen wir an, ein von Repression betroffener Laden in einer Stadt würde ab sofort von allen kritischen Geistern gezielt frequentiert werden. Man kauft bei seinesgleichen. Oder alle patriotischen Anbieter im Bio-Bereich würden ab jetzt bei der Lausitzer Hirsemühle bestellen. Vielleicht ließe sich der Schaden mehr als kompensieren?

 

Licht am Ende des Tunnels

Am Ende des Artikels muss ich noch einen kleinen Funken Hoffnung versprühen.

 

Die Boshaftigkeit der Repression  erfolgt immer im Glauben, man könne dem Gegner Schaden zufügen. Jedesmal, wenn die Negativpresse über jemanden hinüberrollt, wird er aber ein Stück bekannter. Hat die mediale Hetzjagd Chris Ares geschadet? Seine Chartplatzierungen sprechen eigentlich dagegen. Verkauft Sarrazin nicht gerade wegen der Diskussion und Hetzjagden gegen ihn viele Bücher? Jetzt kennt ihn schließlich jeder.

 

Manchmal lehnt sich das System in seiner Verzweiflung, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken, soweit aus dem Fenster, dass es auch mal hinabfällt.

 

Laßt uns alle das neue Haus gemeinsam bauen. Jeder bringt einen kleinen Stein mit, und das schützende Dach soll getragen sein von den Säulen der Solidarität.

 

Glück auf!

 

Das Video von Klemens Kilic zur neuen Initiative „EID“




Die totale Zensur? Portal 1984 gesperrt?

 

Liebe Leser,

wer gestern das liberal-konservative Portal 1984 von Oliver Flesch nutzen wollte, wurde enttäuscht. Die Seite war und ist in Deutschland weitestgehend nicht verfügbar. Findige User berichteten mir, dass der Zugang aber über die Nutzung eines Proxyservers eines anderen Landes oder VPN bzw. oder aus dem Ausland möglich war.

Oliver Flesch hat inzwischen reagiert. Die Seite wurde umgestellt auf https://19vierundachtzig.co .

Soweit ich informniert bin, vermutet er, dass die Berichterstattung über den Terrorakt in Halle zu dieser unangekündigten und nicht begründeten Sperrung durch die Telekom  geführt hat und prüft rechtliche Schritte. Sollte ich mich hier irren, reiche ich das nach.

 

Einige Gedanken

Ich erlaube mir, jetzt nur über den Fall „1984“ einige (spekulative) Gedanken zu äußern.

Nachdem der Terrorakt von Limburg schnell vom Tisch war, ist der Terrorakt von Halle in den Medien in Dauerschleife zu sehen. Den barbarischen Akt näher zu beleuchten, ist auch Aufgabe der Presse.

Was mich an der Medienlandschaft gerade aber stört, ist die totale Instrumentalisierung der Opfer bzw. des Terroraktes.
Irgendwie ist die AFD als geistiger Brandstifter laut SPD-Politikern (und wahrscheinlich auch alle anderen kritischen konservativen Stimmen) mit Schuld an diesem Terror und Antisemitismus. Der Terror wird hier genutzt, den unbequemen politischen Stimmen im Land den schwarzen Peter zuzuschieben.

Die Instrumentalisierung solcher Taten wird aber gerade der AfD, IB oder anderen freien Medien immer vorgeworfen, wenn diese entsprechend z.B. über Migrantengewalt berichten.

Auch Frau Merkel besuchte die Synagoge in Halle, aber nicht die Angehörigen der Opfer, wenn ich richtig informiert bin. Am Breidscheidplatz tauchte sie damals so weit ich weiß gar nicht auf.
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und medial Kapital geschlagen. Meine Meinung.

Zudem muss ich Fragen, auf welcher Rechtsgrundlage von wem (in diesem Falle die Telekom) und wieso ein alternatives Portal wie 1984 geschlossen werden kann. Es geht hier ja nicht um einen facebookaccount oder ähnliches. Eine Berichterstattung über diesen Fall ist ja nichts Illegales.

Selbst wenn etwas rechtlich etwas  zu beanstanden wäre, müßte ja von irgendjemandem eine Information, Ahnmahnung, ein Rechtsakt etc. erfolgen. Das sind die Regeln des Rechtsstaates.

 

Die Zukunft?

Stehen wir am Anfang der ganz großen Zensur? Haben die Macher von 1984 mit ihren sehr sehr hohen Aufrufzahlen die letzten Tage das von der mainstream-Presse erwünschte Berichterstattungsmonopol und ggf. das gewünschte framing gefährdet? Soll das feige Attentat dafür genutzt werden, eine stärkere Unterdrückung kritischer Stimmen herbeizuführen? Frei nach dem Motto „haben wir ja gleich gesagt, jetzt verbieten wir xyz?“

Ist dies der nächste Schritt in Richtung China oder Nordkorea? Sind ggf. noch andere Seiten betroffen oder klärt sich das Ganze gar als großes Mißverständnis auf?

Wir werden es die nächsten Tage sehen. Oder auch nicht.

 

update: Das Video von Oliver Flesch zum Fall:

 

update 2 – die Katze ist aus dem Sack:

BKA lässt 1984 – DAS MAGAZIN auf Anweisung der Bundesanwaltschaft sperren

 




Dictatorship coming: Asch, Milgram und Meuthen und was sie für uns bedeuten

 

Ein Artikel in der Welt als Einstieg in die Thematik

Vor kurzem las ich einen Artikel auf welt online. Alles drehte sich um ein Foto von Hans Joachim Mendig von Ende Juli, dem Leiter der hessischen Filmförderung, der bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch mit AfD-Chef Meuthen zu sehen war.

Moment. Ich sollte besser Ex-Leiter sagen, denn der Aufsichtsrat beschloss nach Angaben des Hessischen Kunstministeriums am Dienstag in einer außerordentlichen Sitzung einstimmig, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Die Kunstministerin Angela Dorn von den Grünen hatte als Vorsitzende des Aufsichtsrats am vergangenen Freitag die Sitzung organisiert, nachdem der Druck auf Mendig z.B. über die Kommentare der Schauspielerin Iris Berben, Jasmin Tabatabai und Jurymitglieder der Filmförderung signifikant gestiegen war.

Meuthen selbst hatte das Gespräch mit Mendig wie folgt kommentiert und gepostet: „Sehr angeregter und konstruktiver politischer Gedankenaustausch heute in Frankfurt“. Der O-Ton der Welt dazu: „Ein einziges Foto hat alles verändert.“

 

germany in a nutshell

Bevor ich richtig einsteige: Diese beiden letzten Sätze sind kennzeichnend für die aktuelle Situation in Deutschland.

Zum ersten: Ein „angeregter politischer Gedankenaustausch“ kann alles bedeuten.

Sehen wir das mal aus Mendigs Sicht. Dies reicht von „Geil, den Meuthen und seine Partei wähle ich“ bishin zu „was für ein Idiot, aber ich verpacke es gesellschaftlich mal höflich und tragfähig, dass ich die Dinge anders sehe als er“. Aus Meuthens Sicht kann das ebenfalls bedeuten: „Der geht so garnicht mit mir mit, schade“ bishin zu “der vertritt die Ansicht der AfD ganz ordentlich“.

Weiß man halt nicht.

Zweiter Punkt: Gesagt hat Herr Mendig ja nichts dazu und er hatte offensichtlich keine Scheu, sich öffentlich mit jemandem von der AfD zu zeigen bzw. das Foto zu posten.

„Naives Dummerchen“, möchte man sagen. Weißt du denn nicht, was die Stunde geschlagen hat?

 

Ersteinmal die Fakten.

AfD-Mitglieder sind offensichtlich Pariah. Sich mit Ihnen zu treffen, sich zu mit Ihnen zu zeigen oder mit Ihnen zu sprechen führt zum sozialen Ausstoß über den Jobverlust aus der Gemeinschaft der guten Menschen. Es ist egal, was Herr Mendig denkt, ob er eine gute Arbeit abliefert, was er sonst so sagt etc..

Ein Foto zerstört die soziale Existenz über öffentliche Ächtung und Entzug der wirtschaftlichen Lebensgrundlage. Es wird ein gut sichtbares Exempel statuiert: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sonst…“.

Jemand, also Kollegen, Politiker oder Teile der Gesellschaft begeben sich in eine Mutterrolle und diktieren wie Gesellschaft zu sein hat. Grönemeyer ist nicht Theorie, er ist Praxis. Da wird auch nicht das Gespräch gesucht mit dem Angeklagten, das Urteil steht bereits fest.

Freie Meinungsäußerung? Freie politische Wahlmöglichkeit? Was ist eigentlich mit Artikel 3 und 5 des Grundgesetzes? Sie wissen gar nicht, was da steht? Dann lesen sie mal schnell nach.

Zusammenfassend in Kürze: „Scheiß´ doch auf das Grundgesetz“, das gilt nur für die Menschen, die wie die Lemminge das tun, was Ihnen der medial-politische Komplex eintrichtert.

Das ist übrigens nicht, wie immer beschworen wird, die liberale Gesellschaft, sondern eine ganz autoritäre Gesinnungsdiktatur. Ich erinnere kurz daran, dass die AfD per demokratischer Wahl zur drittstärksten politischen Kraft in Deutschland geworden ist. 15 % der deutschen Wähler müssen also Angst haben, sich öffentlich zu Ihrer politischen Meinung zu bekennen – es könnte ihre gesellschaftliche Vernichtung bedeuten.

 

Geschichte wiederholt sich?

Jetzt könnte man meinen, so etwas würde einen an dunkelste Zeiten deutscher Geschichte erinnern, namentlich die DDR und das Nazi-Gedöns. Aber weit gefehlt, wie uns der Moderator am Anfang des Kommentarbereiches belehrt:

„Welt community moderator

Liebe Leserinnen, liebe Leser, bitte diskutieren Sie sachlich. Insbesondere abstruse historische Vergleiche mögen unterbleiben. Ihre Moderation“

Achso, kritisieren darf ich das also auch nicht so, wie ich will. Kritik ist also nur in einem vorgegebenen Rahmen der Welt-Redakteure möglich, was also nicht zwingend deckungsgleich mit dem Spielraum ist, den mir eigentlich die deutschen Gesetze eröffnen.

Werde ich dann gelöscht, liebe Welt, wenn ich nicht brav bin? Aber eine Zensur findet ja nicht statt.

 

Die Kommentare:

Glücklicherweise haben das auch viele der Kommentatoren begriffen. Einige aber auch nicht. Die Verharren im NPC-Getippe des „der Nazi ist selber Schuld, das hat er nun davon“.

Bei manchen Kommentaren weiß man nicht, ob es ernst gemeint ist oder eher Ironie darstellt. Ein kleiner Auszug, bevor ich zum Knackpunkt des Textes komme.

„Richtig so! Jemand, der sich mit dem Vorsitzenden einer Partei trifft, die Rechtsextreme beherbergt und insgesamt rechtsradikalem Gedankengut ein zu Hause gibt, kann nicht Chef der Filmförderung sein! Nicht auszudenken, wenn rechtsradikale Filme auch noch durch unsere Steuern gefördert werden! Danke an die Verantwortlichen, die so schnell gehandelt haben!

„Demokratisch gewählt ist die AfD, aber sie ist (zu) weit rechts, radikal und undemokratisch. Dafür steht Herr Meuthen“.

„Das ist mehr ein arbeitsrechtliches als ein politisches Problem. Jeder zumindest auf einer höher dotierten Stelle kennt die nötigen Verpflichtungen und Loyalitätsfragen. Dann muss man einfach vorher nachdenken, was man so anstellt. Privat kann er sich nun mir den Blauen und Braunen treffen, so oft er will. Die Demokratie ist überhaupt nicht infrage gestellt.“

Und der schönste Kommentar zum Schluß:

„Hier wird eine einzelne, individuelle Person (Hans-Joachim Mending) aufgrund einer einzelnen individuellen Handlung beurteilt. Diese Beurteilung fällt negativ aus, was entsprechende Konsequenzen für diese individuelle Person hat. Es ist also NICHT zu vergleichen mit der Diskriminierung, die die AfD generell gegenüber ausländischen Personen trifft. Wenn der Leiter einer Organisation, die viele internationale Kontakte hat und benötigt, sich fremdenfeindlich äußert, und auch ein Treffen mit einer bekannten fremdenfeindlichen Person ist so eine Meinungsäußerung, dann ist diese Person nicht für den Posten geeignet und wird entlassen. Eigentlich völlig verständlich und weder ist die Demokratie in Deutschland gefährdet, noch handelt es sich um Hetze oder Diskriminierung nur aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Staatsangehörigkeit, wie es die AfD praktiziert.“

Ich lasse das mal unkommentiert so stehen.

 

Viel zu oft

Was hier passiert, haben wir schon sooft gesehen in den letzten Jahren. Es begann mit Eva Herrmanns, ging über Thilo Sarrazin und setzt sich beim einfachen kleinen Mann auf der Straße fort. Weihnachtsmänner dürfen die IB nicht loben ohne ihres Amtes enthoben zu werden, AfD-Mitglieder sollen aus den Gewerkschaften entfernt werden, Restaurants und Kinos schließen AfD-Mitglieder aus, in Hamburg wurde eine Klausel für Lehrer gestrichen, in denen sie versichern sollten, nicht der AfD anzugehören. Goggeln sie das jetzt ausnahmsweise mal selbst.

 

Meine These:

Ich stelle jetzt eine These auf, die ich auch in einem späteren Video vertiefen werde:

 

Aus einem objektiven Blickwinkel heraus steht dieses Ereignis für eine Vielzahl ähnlicher Vorgänge, die, gemessen an unseren historischen Erfahrungen, offensichtlich in die Diktatur führen werden. Die Masse, und dies ist der Kern des Textes heute, trägt dies entweder aktiv durch Diskriminierung  oder passiv durch Lethargie und Duldung mit.

 

Die Frage ist, warum jemand, der klaren Verstandes ist, dies mitträgt und dabei tatsächlich glaubt, das Richtige zu tun.

Die Frage ist auch, warum die Menschen die Selbstreflexion und Erkenntnis nicht aufweisen, dass sie andere, entgegen den Werten der Toleranz, die sie selbst Marionettenhaft ständig wiederholen, abwerten und zerstören.

 

Zwei Erklärungsansätze

Hier kann es viele Antworten geben, Immanuel Kant ist eine davon. Ich will die Geschehnisse heute aber mit zwei amerikanischen Psychologen, nämlich Stanley Milgram und Solomon Elliot Asch erklären. Zweiterer war der Doktorvater des ersteren.

Bekannt sind sie unter anderem wegen des Konformitäts-Experimentes von Asch und des Milgram-Experimentes von, sie ahnen es, Milgram. Auf die Kritik an diesen Experimenten gehe ich hier nicht ein, es würde den Rahmen sprengen. Ich will hier lediglich Thesen zur Diskussion erstellen – diese müssen nicht in jedem Fall zutreffen, aber wie ich denke in einer Vielzahl.

 

Das Konformitätsexperiment

Im Konformitätsexperiment wurde der Gruppenzwang auf das Verhalten von Menschen bzw. die Neigung etwas Falsches als richtig anzuerkennen, untersucht.

Mehrere Personen saßen an einem Tisch. Dem Probanden, der diesen Raum betrat, wurde mitgeteilt, es handle sich um andere freiwillige Teilnehmer an dem Experiment. Tatsächlich waren aber alle Teilnehmer außer der Versuchsperson Vertraute des Versuchsleiters.

Der Gruppe wurde eine Linie gezeigt. Neben dieser Referenzlinie wurden drei weitere Linien präsentiert und es sollte eingeschätzt werden, welche dieser drei Vergleichslinien gleich lang wie die Referenzlinie war. Bei jeder Runde war eine der Linien signifikant gleich lang wie die Referenzlinie. In der Kontrollgruppe sollten die Vertrauten des Versuchsleiters ihre wahre Einschätzung in der Gruppe aussprechen, welche Linie die gleich lange sei. Die eigentliche Versuchsperson machte in diesem setting kaum Fehler, d.h. unter 1 %.

Dagegen gab es eine Experimentalgruppe mit jeweils 18 Schätzungen. Während sechs dieser Durchgänge waren die heimlichen Vertrauten angewiesen, ein richtiges Urteil abzugeben, um die Glaubwürdigkeit zu untermauern. Bei den anderen zwölf Runden, welche willkürlich unter die sechs richtigen gemischt wurden, waren die Vertrauten instruiert, einstimmig ein falsches Urteil abzugeben.

Die eigentlichen Probanden stimmten diesem falschen Urteil in der Folge bei etwa einem Drittel der Durchgänge trotz offensichtlicher Fehlentscheidung der Mehrheit bei. Nur ein Viertel der Versuchspersonen ist unbeeinflusst geblieben.

Das Originalexperiment wurde später in vielen Varianten wiederholt.

Es kristallisierten sich folgende Ergebnisse heraus:

  • Je größer die Gruppe ist, desto mehr Konformität wird erzeugt.
  • Wird die Einstimmigkeit der heimlichen Vertrauten bei einem falschen Urteil aufgebrochen, da einer von ihnen noch klarer falsch entscheidet, begehen die Probanden signifikant weniger Fehler. Es scheint dann, als würden sie sich trauen, ihre wahre Minderheitenmeinung zu vertreten, da auch andere eine Minderheitenmeinung äußern.
  • Zu einer ähnlichen Senkung der Konformitätsrate führt soziale Unterstützung: Stimmt einer der Vertrauten der Versuchsperson zu, bestehen diese fast immer auf ihrer richtigen Einschätzung.

 

Was ziehe ich aus diesem Experiment als Erkenntnis heraus?

Nun, offensichtlich führt Gruppenzwang dazu, etwas Falsches zu akzeptieren und als wahr zu betiteln. Nicht bei allen Menschen, aber bei vielen, und je intensiver die mediale Bearbeitung über Jahrzehnte erfolgt, desto effizienter könnte dies funktionieren. Denn die mediale Gehirnwäsche täuscht meiner Ansicht nach eine Mehrheit vor, bis diese durch Akzeptanz nach vielen Jahren zur Mehrheit wird. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Beispiele dafür sind die Aussagen „Flüchtlinge bereichern uns wirtschaftlich“ oder „wir sehen das Sicherste Deutschland seit Jahrzehnten“. Diese Aussagen sind für jeden, der sich mit den Fakten beschäftigt, ganz offensichtlich völlig falsch. „Wir müssen bunt sein, Diversität ist Stärke“ schlägt in die gleiche Kerbe.

Sie werden allerdings wie ein Mantra ständig von Politikern und Medien wiederholt. In der Folge trifft man immer wieder Menschen, die dies vehement als Wahrheit vertreten und bei Kritik emotionalisieren, um sich dem Erkenntnisprozess, seit Jahren an Unsinn zu glauben, zu verweigern. Dazu später mehr im zweiten Experiment.

Leute, die offensichtlich faktenbasierte andere Meinungen nach außen hin vertreten, können dieses Gefüge aufbrechen. Sie sind für das vorherrschende Planungssystem lebensbedrohlich und müssen mit allen Mitteln zum Schweigen gebracht werden.

Dementsprechend wird auf youtube und facebook massiv zensiert. Selbst das Vorlesen einer EU-Resolution ohne wirkliche Kommentierung führt zur Löschung.

Das Zeigen der politischen oder unpolitischen Meinung in der Öffentlichkeit wird wie eben gezeigt, ggf. sozial schwer bestraft. Bestrafe einen, erziehe hundert oder so ähnlich.

Medial erfolgreiche Gruppen wie die IB werden als rechtsextrem verunglimpft und durch den Verfassungsschutz als politischem Werkzeug verfolgt. Beispiele sind zahllose Hausdurchsuchungen, obwohl der IB niemals auch nur eine Gewalttat nachgewiesen werden konnte. Die AfD in Niedersachen wird zum Prüffall erklärt.

Chemnitz wurde ein rechtsextremes Narrativ übergestülpt und zwar mit aller Macht. Dazu gehört der Abschuss Maaßens sowie groß inszenierte Konzerte, in denen alle jubeln, wenn man folgenden Text hört: „Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse“. Auch ein Grönemeyer, der dazu auffordert, „der Gesellschaft zu diktieren“, fällt in das Schema.

Eine das System aufbrechende Meinung muss unter jedem Umstand erstickt werden, und wenn es bedeutet, dass wieder Menschen irgendwann abgeholt werden. Doch bedeutet dies auch: Sie haben Angst vor uns, denn wir können etwas bewegen. Dessen sollte man sich bewußt sein.

 

Wer sind eigentlich „sie“?

Treibt der einsame Wanderer sich jetzt auf verschwörungstheoretischen Pfaden herum? Freimaurer? Illuminaten?  Oh mein Gott. Noch so einer.

Nein.

Ich habe keine tiefergehende Theorie zu präsentieren. Aber ich erkenne Strukturen. Und wenn es einen Migrationspakt, einen Flüchtlingspakt oder EU-Resolutionen für afrikanische Einwanderer gibt, so existiert offensichtlich mindestens eine politische Zielsetzung, sonst würden solche Papiere nicht geschrieben.

Yasha Mounk sprach in dem berühmten Tagesthemeninterview 2018 davon, dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.“

Vielleicht sollten wir ihn fragen, wer „sie“ ist.

Zurück zum Thema.

 

Milgram und der Stromschlag

Das zweite Experiment von Milgram kümmerte sich darum zu erforschen, wie die Bereitschaft durchschnittlicher Personen ist, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen.

Wie bei Asch waren hier alle außer dem Probanden eingeweiht. Eine Versuchsperson und ein Vertrauter des Versuchsleiters, der behauptete, auch als Versuchsperson zu fungieren aber ein Schauspieler war, sollten an einem angeblichen Experiment zur Untersuchung des Zusammenhangs von Bestrafung und Lernerfolg teilnehmen.

Ein Versuchsleiter  bestimmte den Schauspieler durch eine fingierte Losziehung zum Schüler, die tatsächliche Versuchsperson zum Lehrer .

Die Verabreichung eines elektrischen Schlags, mit einer Spannung von 45 Volt, hatte das Ziel der Versuchsperson die körperlichen Wirkungen elektrischer Schläge aufzeigen. Zudem wurde das an einen elektrischen Stuhl angelehnte Versuchsinventar vorgeführt, auf dem der Schüler getestet werden sollte. Diese Versuchsanordnung mit der beabsichtigten Assoziation wurde von den Teilnehmern niemals in Frage gestellt.

Nun mußte der Lehrer dem Schüler bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren einen elektrischen Schlag verabreichen. Die Spannung wurde nach jedem Fehler um 15 Volt gesteigert.

Tatsächlich gab es keine elektrischen Schläge, aber der Schauspieler täuschte nach einem zuvor bestimmten Schema Reaktionen vor, abhängig von der Höhe der Spannung. Bei 150 Volt bat der Schauspieler, von seinem Stuhl losgebunden zu werden, da er die Schmerzen nicht mehr ertragen könnte.

Der dabei sitzende Experimentator insistierte aber, dass der Versuch zum Nutzen der Wissenschaft nicht abgebrochen werden dürfte.

Wenn die Versuchsperson Zweifel äußerte oder gar gehen wollte, forderte der Experimentator in vier standardisierten Sätzen zum Weitermachen auf.

Dabei wurde versichert, dass das Gewebe keinen Schaden nehmen würde und dass die Verantwortung vom Versuchsleiter übernommen würde.

Der Schüler war im Experiment ein normaler Amerikaner irischer Abstammung und spiegelt einen Menschentyp wieder, der mit Fröhlichkeit und Gelassenheit verbunden wurde. So sollte eine Beeinflussung der Handlungsweise durch eine mentale Disposition des Probanden verhindert werden.

Zudem war es essentiell, dass die Versuchspersonen weder von dem Versuchsleiter noch von dem Schüler unbeabsichtigt beeinflusst werden konnten. Der Lehrer konnte selbst entscheiden, zu welchem Zeitpunkt er stoppen wollte. Der Versuchsleiter war sachlich, seine Kleidung war in einem unauffälligen Grauton gehalten. Sein Auftreten war bestimmt, aber freundlich.

 

Was passierte

In der Folge ging ein großer Teil der Probanden bis zum maximalen Spannungswert. Sie folgten unter hohen psychologischen Belastungen nicht ihrem Gewissen, sondern der Autorität!

Ein Beobachter schrieb: „Ich beobachtete einen reifen und anfänglich selbstsicher auftretenden Geschäftsmann, der das Labor lächelnd und voller Selbstvertrauen betrat. Innerhalb von 20 Minuten war aus ihm ein zuckendes, stotterndes Wrack geworden, das sich rasch einem Nervenzusammenbruch näherte. Er zupfte dauernd an seinem Ohrläppchen herum und rang die Hände. An einem Punkt schlug er sich mit der Faust gegen die Stirn und murmelte: ‚Oh Gott lass uns aufhören‘. Und doch reagierte er weiterhin auf jedes Wort des Versuchsleiters und gehorchte bis zum Schluss.“

Milgram selbst äußerte sich zum Experiment wie folgt:

„Die rechtlichen und philosophischen Aspekte von Gehorsam sind von enormer Bedeutung, sie sagen aber sehr wenig über das Verhalten der meisten Menschen in konkreten Situationen aus. Ich habe ein einfaches Experiment an der Yale-Universität durchgeführt, um herauszufinden, wie viel Schmerz ein gewöhnlicher Mitbürger einem anderen zufügen würde, einfach weil ihn ein Wissenschaftler dazu aufforderte. Starre Autorität stand gegen die stärksten moralischen Grundsätze der Teilnehmer, andere Menschen nicht zu verletzen, und obwohl den Testpersonen die Schmerzensschreie der Opfer in den Ohren klangen, gewann in der Mehrzahl der Fälle die Autorität. Die extreme Bereitschaft von erwachsenen Menschen, einer Autorität fast beliebig weit zu folgen, ist das Hauptergebnis der Studie, und eine Tatsache, die dringendster Erklärung bedarf.“

Die Deutungen für das Geschehen sind mannigfaltig, für meine Betrachtung ist dies aber sekundär. Das Experiment wurde in vielen Varianten auch andernorts wiederholt.

 

Die Bedeutung von Milgram

Nun, vereinfachend bedeutet dies nach meiner Ansicht Folgendes:

Deine Mitbürger, lieber Leser oder Zuschauer, sind trotz ihrer deutschen Geschichte wahrscheinlich zu großen Teilen bereit, mitzumachen was auch immer verordnet wird. Sie werden die Wahrheit vehement leugnen, wenn die Gewöhnung und Autorität nur hoch und überzeugend genug sind. Und das ist sie in den Medien.

Sie werden umso mehr weitermachen, je mehr kleine Schritte sie in gutem Glauben schon gegangen sind, denn je länger der Weg schon war, desto höher ist der Widerstand, umzukehren, weil die Gewöhnung hoch ist. Und die Erkenntnis unattraktiv, jahrelang an das Falsche geglaubt und Schuld auf sich geladen zu haben.

Und im schlimmsten Fall: Sie werden dich verfolgen, bestrafen, quälen und auch töten, wenn die Zeiten der Diktatur erreicht sind. Ja, dein Nachbar kann dein Feind sein. Er kann dich denunzieren, ans Messer liefern und vieles mehr. Er nimmt dir deine Kinder weg, er isoliert dich gesellschaftlich.

Er wird dich verachten in der Genugtuung und Überzeugung, ein moralisch überlegener Mensch zu sein, und er wird dabei niemals, wirklich niemals, an den Begriff Herrenrasse denken. Er wird dich entmenschlichen. Die IB wurde bereits als Ungeziefer dargestellt. Er wird dies tun, um seine eigenen grausamen Taten rechtfertigen zu können. Das ist der Mensch.

Das ist keine Behauptung: All das hatten wir in der DDR. Und heute hüpft man gegen Nazis. Oder folgt der heiligen Greta auf ihrem Kreuzzug. Schauen sie sich den Film die Welle an und vergleichen sie dies mit Videos der fff-Bewegung. Das Eis der Zivilisation ist dünn. Geschichte wiederholt sich. Das ist meine Wahrheit.

 

Fazit:

Stelle dich deiner Verantwortung für die Demokratie und ja, dein Volk. Wähle weise bei den Wahlen. Sag deine Meinung und vernetzte dich vorher mit anderen, sodass ihr euch gegenseitig beschützen könnt. Aber sei vorsichtig und umsichtig dabei. Schaffe wieder echte Solidarität. Kümmere dich um deine kulturellen Wurzeln und ziehe daraus Weisheit. Lies wenigstens einmal den kategorischen Imperativ. Sei kritisch. Sei mutig.

Stehe aufrecht und wende das Schicksal, sofern du es vermagst.

 

Das Video zum Text findet sich übrigens hier:

 




Der singende Führer

 

Heute Nacht habe ich den Führer gesehen

Er sang und er sprach auf einer Bühne

Wohl wußte er rechtschaffen und stolz zu stehen

Da packt´s mich, oh Schuld und oh Sühne!

 

Von der Fehlung der Führer da sprach er

Und von den da wachenden Massen

und seine Stimme die kreischte bald sehr

dass sein Wort´ kaum mehr zu erfassen

 

Die Tonalität, sie war mir bekannt

Und auch der Inhalt der Phrasen

Das Publikum lauschte ihm völlig gebannt

Und reckte jubelnd die Nasen

 

Wie unsere Gesellschaft so sein sollt´

Dies müßten sie all´ nun diktieren

Dass er keinen Milimeter nach rechts wollt´

Dazu mußt er Worte verlieren

 

Und alle, sie jubelten, klatschten,

Ei seht´,  was für ein feiner Mann

Dem wollen wir all´ gerne folgen

der den rechten Arm so schön heben kann

 

Im Schweiße wach ich auf

Wie verrückt war dieser böse Traum!

Und sein ach so altbekannter Lauf

Doch – sicher passiert´s heute kaum

 

Sicher, wir sind alle gut

So tolerant, rechtschaffen, fein

Und dennoch fröstle ich  – und Blut

Klebt an der Bettdeck´ rein

 

P.S. Ein jeder denke darüber nach, warum ich obiges Beitragsbild gewählt habe und was besonders die letzte Zeile aussagt.

 

Wer es verpasst hat:

 

 




Aus dem Alltag eines Lehrers – Erfahrungsbericht Teil V

 

Gestern war ich mal wieder in einer Schule zu Gast.

Ich beriet Schüler der 10. Und manchmal 9. Klasse der Real- und auch Hauptschule wie üblich zu den verfügbaren Ausbildungen meines Betriebes.

Hierzu hatte ich ein paar Fragen vorbereitet, die zeigen sollten, welche typischen Inhalte man in einer kaufmännischen Ausbildung erlernt. Die Schüler waren gefordert, die Fragen im Wettbewerb miteinander zu beantworten. Zudem erklärte ich die Inhalte verschiedener Ausbildungen.

 

Positive Aspekte

Positiv war, dass ich eigentlich nur freundliche und relativ höfliche Schüler hatte. Nicht dass irgendwer guten Morgen gesagt hätte, aber wenigstens sprachen Sie ganze Sätze. Das mag furchtbar ironisch klingen, aber ich war schon an Schulen wo die Schüler an meinen Tisch kamen und „Metall“ sagten. Sie meinten damit, sie würden sich für einen Ausbildungsberuf in der Metallbranche interessieren.

Gut, dass sind Einzelfälle. Aber insgesamt ist ein höfliches „guten Morgen“ im Schnitt eben nicht mehr der Standard. Ist halt so. Und sich auf einer Ausbildungsplatzmesse bei Firmen sich gut anzuziehen, auch nicht. Die wenigsten waren gut gekleidet, Jogginghosen gehören heute trotz anderslautender Ansage der Schule zum Standard.

Ich will positiv weiterschreiben. Die Schüler waren tendenziell interessiert, wenn auch zu Teilen sehr schüchtern und wortkarg. Sie bemühten sich auch, meine Fragen zu beantworten. Die Leute, die ich – Verzeihung – als typische Vollas… bezeichnen würde kamen nicht zu mir, waren aber präsent.

 

Ein paar Fragen gefällig?

Nun kommen ich dazu, was heutzutage im Durchschnitt an Leistungsniveau vorhanden ist. Ich denke, dass ich an die 50 Schüler bei mir hatte. Gut, das entspricht noch keiner Normalverteilung, aber ok.

Ich startete mit einfachen Fragen:

 

Nennen Sie mir 4 Länder, in denen Spanisch als Muttersprache gesprochen wird. Es konnte niemand beantworten.

Die gleiche Frage erging für englischsprachige Länder. Die wenigsten waren fähig (ich denke 20%), diese Aufgabe zu lösen. Fast alle Schüler behalfen sich, wenn, mit Amerika (und meinten die USA) und Kanada, aber niemand konnte mir Wales oder Schottland nennen. Niemand! Oft hörte ich auch New York oder andere Städtenamen.

 

Was die EZB, Skonto oder Korrespondenz ist weiß auch niemand, aber das ist ok. Dass die Mehrwertsteuer, wenn sie sie überhaupt kannten, 19% beträgt, wußten etwa 10%.

 

Aber folgendes schockiert mich.

Ich denke etwa 4 der 50 Schüler konnten, teilweise nur mit Hilfe, diese Aufgabe lösen, gleiches gilt für die Bruchrechenaufgabe im Text.

Wieviel sind 5% von 20.000 €? Da kommen auch mal antworten wie 40.000 oder 4000. Ich habe dann geholfen, und sagte 100% wären 20.000 und man solle durch 100 teilen.

Wer nun denkt, jetzt wäre der Groschen gefallen, irrt. Ich bekam Antworten wie 2.000 nicht nur einmal. Eine einzige Schülerin gab mir die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Eine! Niemand wußte, dass 20.000 geteilt durch 100 bedeutet, die letzten zwei Nullen abzustreichen. Es dauerte immer Minuten, 20.000 durch 100 zu teilen, niemand sagte „einfach, sind 200“.

Doch das war nur die Hälfte der Aufgabe. Auch nach Hilfe und dem Hinweis, man müßte zur Lösung nun 200 mit 5 Mal nehmen, kam mehr als einmal 10.000. Die wenigsten waren fähig, 5 x 200 auszurechnen. Eine einzige Schülerin hatte eine Erleuchtung und sagte: „das ist ja Dreisatz!“. Herzlichen Glückwunsch Mädel, du hast eine Chance.

 

Die nächste Aufgabe war ein Viertel mal ein Achtel. Ergibt ein 1/32. Der Strauß an Antworten war enorm. 2/4 zum Beispiel. Oder 1/16.

Hier fehlen also elementare geographische und mathematische Kenntnisse. Wie soll jemand dieser Schüler eine kaufmännische Ausbildung machen? Da fange ich als Ausbildungsbetrieb ja bei 0 an!

 

Davon abgesehen dass meiner Erfahrung nach allerhöchstens 50% der Schüler fehlerfrei schreiben können (meiner Ansicht nach sind 70 Prozent realistischer) und eine weit höhere Unselbstständigkeit aufweisen, als meine Generation zu Schulzeiten. Glaube ich jedenfalls.

 

Will ich zuviel?

Erwarte ich zuviel? Das sind Zehntklässler, die sind in der Pubertät. Ja, vielleicht. Vielleicht würde es aber auch helfen, Freitags nicht hüpfen zu gehen und Plakate in der Schule mit einfachen mathematischen Grundregeln oder deutscher Grammatik aufzuhängen. Wäre doch mal eine Idee.

Aber was mußte ich statt dessen sehen?

Pegida ist Nazi

Und in groß

Nazi Nazi Nazi Naaaazi

Richtig oder Sozialismus?

Dazu habe ich ja eine ganz eigene Ansicht (siehe am Ende des Textes)

Ob die Fotographierten bezahlt wurden?

Man mag da anderer Ansicht sein als ich, aber ich sage mal meien Meinung: Gut, Indoktrination geht halt immer. Beim gezeigten Plakat wird manipulativ die Pegida mit den Nazis verbunden. Andere Plakate waren vielleicht fairer, spannten aber immer ein festes framing für die Begriffe auf.

Wenigstens achtet man auf sauberkeit – ein Schelm der Böses dabei denkt.

Kulturelle Kerne

 

Am Ende wissen sie zwar nicht wie man rechnet. Aber sie wissen, was man zu denken hat.

Ist ja auch was.

Fröhlich bleiben!

 

Teil IV meiner Serie finden Sie hier.

das Thema Stolz ist hier bearbeitet.




Die Resolution „Die Grundrechte von Menschen afrikanischer Abstammung“ und was sie bedeutet

 

Vor kurzem bekam ich eine Resolution des europäischen Parlamentes mit dem sperrigen Titel „P8_TA-PROV(2019)0239 Die Grundrechte von Menschen afrikanischer Abstammung Entschließung des Europäischen Parlaments vom 26. März 2019 zu den Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa (2018/2899(RSP))“ in die Finger. Der Text ist in dieser vorläufigen Fassung angenommen. Mißtrauisch wie ich bin vermutete ich einen Hoax und recherchierte, wurde aber tatsächlich fündig. Das Dokument ist tatsächlich echt und stammt schon aus dem März 2019. Der link dazu findet sich hier 

Mein Video hierzu findet sich hier

Nachtrag 24.09.19 games of truth hatte nach mir das Thema beackert, wurde aber gelöscht! Nikolaus fest hat kürzlich auch ein kurzes Video dazu erstellt.

update 14.11.2019: Nun ist die Sache durch

 

In der Annahme, dass dieses Dokument genau wie der Migrations- und der Flüchtlingspakt, den meisten Menschen kaum bekannt sein dürfte, beschloss ich den Text aufzuarbeiten und zugänglich zu machen.

 

Veränderung ist nur möglich, wenn das Wissen um die Dinge wächst.

 

Im folgenden Text werde ich sehr kritisch hinterfragen und meine persönliche Meinung und Interpretation darlegen. Ja, ich werde in einer besonderen Schärfe schreiben, die ich sonst vermeide. Zudem werde ich mich aus Platzgründen nur auf die für mich wichtigsten Kernpunkte fokussieren.

 

Ich werde dabei zuerst die Grundannahmen, dann die angenommenen Folgen kritisieren und danach die geforderten Maßnahmen bewerten.

 

Der Aufbau

Der Aufbau des Textes gestaltet sich einfach. Es werden von den Autoren Grundnahmen getroffen, daraus Folgen abgeleitet sowie Maßnahmen gefordert. Dabei fällt auf, dass man eigentlich immer bei der Abschätzung der Folgen monofaktoriell arbeitet.

 

Mit anderen Worten: Es gibt immer nur einen Treiber, der das Geschehen bestimmt, weitere Faktoren werden komplett außer Acht gelassen. Diese Annahme ist, wie später gezeigt wird, unrealistisch.

 

Weiterhin liegt die Pflicht, die Maßnahme umzusetzen, immer beim ansässigen Europäer, nie beim Einwanderer oder Migranten, was ein Ungleichgewicht in der Übernahme der Verantwortung zeigt. Zudem sind die Grundannahmen dogmatisch und werden meiner Ansicht nach kaum glaubhaft belegt.

 

Dem ein oder anderen Leser wird dies bekannt vorkommen: Ja, dieser Aufbau und seine Mechanismen sind uns schon 1 zu 1 beim Migrations- als auch beim Flüchtlingspakt begegnet. Gerade wesentliche Maßnahmenforderungen, z.B. die Medienlandschaft betreffend, scheinen wie aus einer Feder geschrieben.

Zufall? Für mich eher unwahrscheinlich.

 

Die Grundannahmen des Textes und meine Kritik

Wie ein roter Faden zieht sich eines durch den Text: In Europa herrscht ein struktureller Rassismus, der schwarze Menschen afrikanischer Abstammung systematisch benachteiligt.

 

Sie können ihre Menschen- und Grundrechte im allgemeinen nicht im gleichen Maße wahrnehmen, so dass sie als Einzelpersonen und auch als Gruppe Anspruch auf Schutz vor diesen Ungleichheiten haben, einschließlich positiver Maßnahmen zur Förderung ihrer Rechte sowie zur Gewährleistung der uneingeschränkten und gleichberechtigten Wahrnehmung. Sie sind also zu behüten und zu fördern.

 

Im O-Ton nocheinmal weil es so schön ist:

Die Resolution fordert die  – Zitat – „Mitgliedstaaten und EU-Organe auf, anzuerkennen, dass Menschen afrikanischer Abstammung besonders stark Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt sind und ihre Menschen- und Grundrechte im Allgemeinen nicht im gleichen Maße wahrnehmen können, was strukturellem Rassismus gleichkommt, und dass sie als Einzelpersonen und auch als Gruppe Anspruch auf Schutz vor diesen Ungleichheiten haben, einschließlich positiver Maßnahmen zur Förderung ihrer Rechte sowie zur Gewährleistung der uneingeschränkten und gleichberechtigten Wahrnehmung“; das muss man erstmal sacken lassen.

 

Viel Wert wird daher im weiteren Verlauf auf die Themen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und die europäische Verantwortung für die Kolonialzeit sowie Hassrede gelegt.

 

Das Dokument bedient damit hinlänglich alle gängigen Phrasen des politischen Parketts. Mehr noch: Meiner Ansicht nach sind dies Kampfbegriffe einer politischen Propaganda, um Kritik zu ersticken und Europa in einem social engeneering Prozess in eine neue Gesellschaft umzuwandeln, wie bereits von Yasha Mounk in den Tagesthemen freimütig verkündet.

 

Die afrikanischen Minderheiten südlich der Sahara in Europa werden in allen Lebensbereichen als besonders anfällig für Rassismus und Diskriminierung angenommen. Mir stellt sich die Frage, warum diese Minderheiten besonders anfällig sein sollen und wie sich dies belegen läßt – wie kommt es dazu? Sind z.B. arabische Migranten weniger betroffen? Ist diese Aussage irgendwie empirisch und wissenschaftlich zu verifizieren?

 

Zudem: Die Annahme eines strukturellen Rassismus unterstellt dem Großteil der ansässigen Europäer also automatisch eine innewohnende Fremdenfeindlichkeit, die wohl kaum zu belegen sein dürfte – die wohl größte Verschwörungstheorie der Welt. Im Dokument wird auch von ca. 15 Millionen Menschen afrikanischer Abstammung in Europa gesprochen. Wenn der Rassismus hier also so eklatant ist – warum sind diese Menschen dann hier? Müßten sie nicht in Länder mit freundlicherer Bevölkerung einwandern?

 

Wie dem auch sei, die geschilderten angenommenen Folgen sind eine Diskriminierung der afrikanischstämmigen Menschen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie im Bildungssektor. Sie bekommen schlechtere Schulnoten und weisen eine höhere Abbrecherquote auf. Sie sind in den unteren Einkommensschichten überproportional vertreten. In politischen und gesetzgebenden Organen sind sie unterrepräsentiert.

 

Die Afrikaner und Europa

Und dies, obwohl festgestellt wird, „dass Menschen afrikanischer Abstammung im Laufe der Geschichte erheblich zum Aufbau der europäischen Gesellschaft beigetragen haben“…

 

Zuallerst muss ich die ketzerische Frage stellen, wo denn afrikanischstämmige Menschen Europa wesentlich aufgebaut haben. Ich spreche hier keinem Menschen Wert ab, aber die Frage muss erlaubt sein. Für mich klingt dies wie eine Phrase ähnlich des „die Türken haben Deutschland nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut“-Märchens.

 

Monokausalität als Dogma

Dann sehen wir hier die typische Monokausalitätsannahme. An allem ist nur eines, nämlich der Rassismus Schuld. Diese Schuld muss den Europäern zwingend zugewiesen werden.

 

Ich sage aber – hier liegt eine Multikausaltität für diese Entwicklungen vor, die völlig außer Acht gelassen wird. Lassen sie einmal nur eine einzige Argumentationskette aus meiner Feder, und es gibt sicher noch mehr, auf sich wirken.

 

Afrikanischstämmige Menschen in Afrika sind laut Lynn und Vanhanen im Rahmen einer Normalverteilung deutlich weniger intelligent. Normalverteilung bedeutet: Es gibt wie überall sehr intelligente und sehr unintelligente Menschen an den Rändern der Glockenfunktion, aber der Schnitt liegt eben deutlich niedriger als in Europa, das wir ganz grob bei etwa 100 verorten können.

 

Dies ist ein sehr unpopulärer, ja geradezu gefährlicher wissenschaftlicher Fakt, wenn man ihn thematisiert, es ändert aber nichts an der Realität.

 

Wir sprechen hier von einem IQ der, wenn wir sehr sehr undifferenziert über alle Regionen in Schwarzafrika einen groben Schnitt bilden, in etwa bei 75 Punkten liegen könnte – nageln sich mich jetzt nicht fest auf diese Zahl, lassen sie es 5 Punkte mehr oder weniger sein, es ist egal.

 

Nur als Anekdote am Rande: Im deutschsprachigen Raum ist für das Personalmanagement der sogenannte Olfert ein gängiges Lehrbuch. In diesem endet die Skala des IQs bei 70 am unteren Rand. Unter 70 gilt als geistige Behinderung, 70  bis 85 als recht unterdurchschnittliche Intelligenz, 90 – 100 sind etwa Durchschnitt. Je nach Quellen unterscheiden sich die Einteilungen etwas, und zudem ist Intelligenz nicht alles. Aber es zeigt doch eine Tendenz.

 

Diese Menschen sind zudem im Mittel weit weit schlechter gebildet und auch nahrungstechnisch und medizinisch teilweise weniger gut versorgt. Sie sprechen nicht in allen Fällen europäische Sprachen in einem adäquaten Maße.

 

Vor kurzem sprach ich mit einer neuen Kollegin, die Sprachkurse bei Flüchtlingen durchgeführt hat. Sie bestätigte mir, dass die Sprachniveaus schlecht waren trotz der Vergabe anderslautender Zertifikate. Und die kulturellen Unterschiede eklatant. Und selbst in meinem Kursen beschweren sich hier geborene Migranten über das unzureichende Sprachniveau der Neuankömmlinge. Aber das nur am Rande.

 

Fakten, nicht Abwertung

Nun läßt sich über den IQ und seine Bildung, die jüngsten IQ-Entwicklungstendenzen in der Welt oder einen sogenannten EQ trefflich streiten. Und ich sage das alles ja nicht, um Afrikaner abzuwerten. Überhaupt nicht.

 

Der Wert eines Menschen bemißt sich ja nicht an der Höhe des IQs oder seiner Bildung! Wenn ich die Wahl zwischen einem etwas tumben Empathen und einem hochintelligenten Killer habe, fällt die Wahl leicht. Afrikaner sind per se keine automatisch schlechteren Menschen.

 

Nichtdestotrotz: Die Annahme, dass diese Menschen beim Eintritt in eine westliche hochkomplexe und gebildete Industriegesellschaft oder beim Aufenthalt in dieser mit durchschnittlich weniger Bildung und im Mittel niedrigerer Intelligenz und im schlimmsten Falle schlechterer physischer Konstitution als auch wenig Sprachkompetenz kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden, ist schlüssig.

 

Diese Dinge mögen sich beim längerfristigen Aufenthalt in Europa vielleicht verändern, aber kurz- und mittelfristig weisen sie Gültigkeit auf.

 

In der Folge werden sie weniger Geld verdienen, weniger am Wohnungsmarkt konsumieren können und in der Schule schlechtere Noten bekommen. Wird der Wert von Bildung von den Eltern zudem nicht erkannt, weil üppige Sozialsysteme das Leben vereinfachen oder andere kulturelle Vorstellungen vorherrschen, was den Wert von Bildung oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau angeht, werden die Kinder auch in der Schule in der Leistung zurückfallen.

 

Nachfolgend verfestigen sich ggf. soziale Unterschichten-Millieus. Oder ggf. höhere Kriminalitätsraten. Ähnliches mag vielleicht für politische Teilhabe gelten, ich kann es nicht sagen. Die Kette könnte man weiter fortsetzen, aber es reicht bis hierhin schon zur Genüge.

 

Dies hat nichts mit Rassismus oder Diskriminierung zu tun, sondern mit schlechterer Aufstellung im ökonomischen Wettbewerb. Der Markt regelt. Punkt.

 

Zurück zu den weiteren Grundannahmen und deren Folgen:

Zudem werden laut Resolution afrikanischstämmige Menschen  von der Polizei ungleich behandelt bzw. mißhandelt. Zitat: „Erwachsene und Kinder afrikanischer Abstammung…“ sind… „in Polizeigewahrsam zunehmend gefährdet …, wo es nicht selten zu Gewalttaten und Todesfällen kommt“… es werden „…im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Befugnissen in den Bereichen Strafverfolgung, Verbrechensverhütung, Terrorismusbekämpfung und Einwanderungskontrolle routinemäßig Profile auf der Grundlage der Rasse erstellt und diskriminierende Kontrollen und Durchsuchungen sowie Überwachungen durchgeführt…“

 

Ich halte diese Schlechterstellung im Strafvollzug im Schnitt ersteinmal für eine unbewiesene Behauptung. Zudem ist das sogenannte racial profiling keine Diskriminierung, sondern eine Sache der Empirie. Wenn z.B. im Görlitzer Park mehrheitlich schwarze Drogendealer anzutreffen sind, so werde ich diese Gruppe als Polizei eben verstärkt kontrollieren. Nichtsdestotrotz plan die Berliner Plizei ein Gesetz, bei welchem die Unschuldsvermutung für Polizisten ausgesetzt wird. Hyperion hat hier ein sehr gutes Video dazu erstellt.

 

Die Kolonialzeit

Als letztes greife ich noch den Punkt Kolonialzeit auf: Im Text läßt sich folgendes lesen:

„E. in der Erwägung, dass historische Ungerechtigkeiten gegen Afrikaner und Menschen afrikanischer Abstammung – einschließlich Versklavung, Zwangsarbeit, Rassentrennung, Massaker und Völkermorde im Kontext des europäischen Kolonialismus und des transatlantischen Sklavenhandels – auf institutioneller Ebene in den Mitgliedstaaten größtenteils weiterhin nicht erkannt und nicht berücksichtigt werden; G. in der Erwägung, dass durch den Fortbestand diskriminierender Stereotypen in einigen Traditionen in ganz Europa, einschließlich „Blackfacing“ (Gesichtsschwärzung als Unterhaltungsmaskerade), tief verwurzelte Stereotypen über Menschen afrikanischer Abstammung, die die Diskriminierung verschärfen können, aufrechterhalten werden… usw.

 

Die Kolonialzeit ist ja nun schon etwas her. Zudem glaube ich nicht, dass die Anerkennung einer Schuld aus der Kolonialzeit wo es gerechtfertigt ist bestritten wird. Zudem gibt es diverse Hilfstransfers z.B. in finanzieller Form die eben meiner Ansicht nach auch aus dem Schuldbewußtsein der Europäer resultieren.

 

Alles in allem also kaum haltbare Grundannahmen, aus denen man folglich kaum Maßnahmen ableiten sollte. Sie ahnen es schon: Es passiert totzdem.

 

Geforderte Maßnahmen und meine Kritik

In der Folge werden im Dokument verschiedene Forderungen gestellt, u.a.  dass die Diskriminierung und der strukturelle Rassismus von Europa anerkannt werden müssen. Eigenartig: Es wird also eine Grundannahme als Wahrheit dargestellt und in der Folge verlangt, man habe diese anzuerkennen. Merken Sie etwas?

 

Für mich ist dies die heilige Inquisition: Gestehe, Ketzer! Bekenne dich schuldig und bitte um Vergebung!

 

Weiterhin wird die Schaffung von Strategien zur Inklusion und Integration wirtschaftlich wie sozial verlangt. Liest man die Texte, so könnte einem das Wort Quote als auch finanzielle Transfers in den Sinn kommen. Letztere werden an mehreren Stellen deutlich erwähnt. Quoten lese ich z.B. aus folgendem Satz heraus:

 

Es ist Zitat „…eine Strategie zur personellen Vielfalt und Eingliederung von Arbeitnehmern zu verabschieden, wobei in Ergänzung der diesem Ziel dienenden bestehenden Bemühungen ein strategischer Plan für die Beteiligung ethnischer und rassischer Minderheiten am Erwerbsleben festgelegt wird.

 

Quoten?

Gewiß, ich interpretiere was die Quoten angeht, aber da allerorten Quoten wahrscheinlicher werden oder inoffiziell schon gelten, so scheint mir die Annahme plausibel.

 

Quoten oder eine besondere finanzielle Förderung sind aber regelmäßig Diskriminierung, weil ich eine Gruppe besserstelle als eine andere aufgrund verschiedener Faktoren, in diesem Fall Hautfarbe und Herkunft. Damit vergebe ich ein Geburtsvorrecht, eine ethnische Adligkeit. Dies ist Rassismus, denn als armer Europäer, der wenig verdient und schlecht wohnt, hätte ich diese Vorrechte regelmäßig nicht. Ich wäre eben z. B. nur „weiß“.

 

Zudem spielt die Kompetenz am Markt keine Rolle mehr. Diesen Umstand kritisiere ich prinzipiell auch an Frauenquoten oder ähnlichem.

 

Die Befürworter einer solchen Politik begründen dies natürlich damit, sie würden damit die Ungleichheit bekämpfen und die benannte Gruppe gewissermaßen nur aufholen lassen. Dabei ist Ungleichheit das Natürlichste auf der Welt und die Gleichheit der Bedingungen für Menschen eine Illusion.

 

Die böse Ungleichheit

Ungleichheit stellt sich aufgrund unterschiedler Ressourcen wie Bildung, Lokalität, Erfahrung, Intelligenz, Übung der Fertigkeiten etc. ein. Dies ist Diskriminierung im Sinne von lateinisch discriminare trennen absondern ja unterscheiden, aber eben nicht Rassismus.

 

Mehrnoch: Der Zugang zum Bildungssystem z. B. einer staatlichen Schule steht ja jedem frei, der die Aufnahmebedingungen erfüllt. Ich wähle ja eben nicht nach Hautfarbe und Ethnie aus und reguliere hiernach den Zugang, wie es jetzt in der Resolution z.B. über die Vergabe finanzieller Mittel nur an schwarze Afrikaner forciert wird. Diese Absurdität scheint keinen der Autoren zu stören.

 

Achja. Es gibt übrigens auch weiße Afrikaner. Aber für die gilt das scheinbar nicht. Die werden nicht erwähnt.

 

Weiterhin wird Anerkennung der Leistung afrikanischstämmiger Menschen gefordert, die ich hier zitieren will:

 

Man Zitat „…fordert die EU-Organe und die Mitgliedstaaten auf, die Geschichte der Menschen afrikanischer Abstammung – einschließlich vergangener und andauernder Ungerechtigkeiten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, z. B. Sklaverei und transatlantischer Sklavenhandel, oder Ungerechtigkeiten und Verbrechen, die im Rahmen des europäischen Kolonialismus begangen wurden, aber auch der gewaltigen Errungenschaften und positiven Beiträge von Menschen afrikanischer Abstammung – in Europa offiziell anzuerkennen und ihr zu gedenken, indem sie den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels auf europäischer und nationaler Ebene offiziell anerkennen und sogenannte „Monate der schwarzen Geschichte“ einführen…“.

 

Meine Güte, am Ende des Absatzes hat man vergessen, was am Anfang stand. Wer eigentlich erschafft solche Absatzmonster?

 

Dies soll auch in den Schulunterricht einfließen:

Der Text Zitat „…legt den Mitgliedstaaten nahe, die Geschichte der Menschen afrikanischer Abstammung in die Lehrpläne aufzunehmen und eine umfassende Sicht auf die Themen Kolonialismus und Sklaverei zu bieten, wobei die historischen und gegenwärtigen negativen Auswirkungen auf Menschen afrikanischer Abstammung anerkannt werden, und dafür zu sorgen, dass das Lehrpersonal für diese Aufgabe angemessen ausgebildet und ausgestattet ist, um der Vielfalt im Klassenraum zu begegnen.“

 

Und da sind sie wieder, die Mantren der Multikulturalmönche. Vielfalt ist unser Schicksal. Und damit keine Lehrkraft ausschert, wird sie zielgerichtet indoktriniert. Verzeihung. Ich meinte natürlich ausgebildet.

 

Man möge mir meine gnadenlose Ironie verzeihen, aber es klingt für mich wie:

Beuge schuldbewußt dein Haupt und danke für die Gnade und unendlich große Leistung, die dir diese Menschen zuteil werden ließen.

 

Schuldkult und Rassismus als Instrument

Dies erscheint mir persönlich nicht als die die Forderung nach einem historisch neutralem Geschichtsunterricht oder ein Diskurs auf Augenhöhe, sondern, Verzeihung, die Einführung einer Gehirnwäsche. Es ist für mich die Förderung eines Schuldkultes von Kindheit an.

 

Und ein gnadenloser Rassismus: Die da sind besser als du, wirf dich in den Staub. Deine Vorfahren waren böse Menschen, trage deren Schuld auf deinem Rücken! Dieser Beeinflussung bedarf es natürlich, damit wie oben erwähnt der strukturelle Rassismus von jedem Europäer devot anerkannt wird.

 

In der Folge darf eines nicht fehlen: Die Forderung der systematischen Bekämpfung der ethnischen Diskriminierung und Hassverbrechen, in Form gesetzlicher und politischer Maßnahmen.

 

Dies wird sehr sehr deutlich im geforderten Verbot von profiling selbst für die Terrorismusbekämpfung, oder indem in den Behörden Anti-Rassismus-Schulungen sowie Schulungen zur Beseitigung von Vorurteilen abgehalten werden sollen. Oder in der Abschaffung von rassistischen und afrophoben Traditionen.

 

Ich rate mal: Die drei heiligen Könige ändern in Zukunft die Hautfarbe? Der zwarte Piet in der Weihnachtszeit in den Niederlanden und Belgien steht ja jetzt schon unter Beschuss. Negerkuss darf man ja jetzt schon nur noch hinter davorgehaltener Hand sagen.

 

Halte sie dumm, erzähle ihnen nichts von draußen, aber sorge dafür ihnen deine Weltsicht ins Hirn zu pflanzen. So interpretiere ich das.

 

Zensur, Zensur

Was für mich nichts anderes bedeutet als eine noch schärfere Zensur, als sie jetzt schon herrscht. Man verfolge nur, was auf youtube, instagram und facebook gerade passiert. Dies wird auch in anderen Abschnitten klar, in denen es u.a. heißt, dass die Teilhabe von Menschen afrikanischer Abstammung in Fernsehsendungen und anderen Medien gefördert werden soll, damit ihrer fehlenden Repräsentanz sowie dem Mangel an Vorbildern für Kinder afrikanischer Abstammung angemessen entgegengewirkt wird.

 

Es ist das, was von migrantischen Organisationen schon seit längerem gefordert wird – eine geregelte prozentuale positive Berichterstattung. Auch das ist indirekte Zensur, Gehirnwäsche und die Abschaffung der Neutralität der Medien, die ja als 4. Macht den Bürger ausgewogen und objektiv informieren sollten.

 

Und genau dies kennen wir auch aus dem  Migrationspakt.  Auch hier glaube ich kaum an Zufall. Es ist die Übernahme der freien Presse, eine nie da gewesene Gleichschaltung.

 

Um das zu sagen, muss ich mich keinerlei sogenannter Verschwörungstheorien bedienen. Ich muss nur lesen und selbst nachdenken bzw. interpretieren können auf Basis der bisherigen Lebenserfahrungen. Ich habe beide Pakte und diese Resolution durchgearbeitet. Und das sage ich nicht, um mich als ganz tollen Kerl darzustellen.

 

Aber fragen Sie sich selbst: Wie viele Leute in Ihrem Umkreis haben das auch getan? Oder noch einfacher: Wie viele Menschen kennen sie, die vom Migrationspakt gehört haben? Meine Stichproben bei meinen Schülern waren etwa bei etwa 10%. Geht es Ihnen da anders?

 

Ich fasse zusammen, was dies meiner ganz persönlichen Ansicht nach bedeutet, die nicht die Richtige sein muss:

In der Kette haben wir also Zensur, Gleichschaltung, Schuldkultinstallation und Diskriminierung der einheimischen Bevölkerungen und in der Folge finanzielle Transfers, massenhafte Ansiedlung der Migranten in die Sozialsysteme als auch die Vergabe von Quoten und die Kriminalisierung aller Kritiker der neuen bunten Welt und ihrer Verwerfungen wie Kriminalität, Antisemitismus usw..

 

Das solcherlei Zustände immer mehr Migranten aus Afrika nach Europa ziehen wird die logische Folge sein – diese Wanderungsbewegungen werden ja explizit durch den Migrations- und Flüchtlingspakt ermöglicht.

 

Das Leistungsniveau in Europa wird massiv sinken, die ohnehin schon hohe Abwanderung der intelligenten und hochqualifizierten Fachkräfte als auch der Industrie wird sich massiv verstärken bis am Ende der Kollaps der Sozialsysteme steht.

 

Dann steht die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die bisher großzügig Versorgten, die ohnehin häufig aus Gewaltaffineren Kulturen stammen, sich holen, was Ihnen ihrer Meinung nach zusteht.

 

Aber vielleicht kommt es auch ganz anders. Möglich. Die Europäer verschwinden langfristig aber trotzdem, das scheint mir sicher.

 

Ich male düstere Bilder? Ich spinne eine Verschwörungstheorie? Ja, vielleicht. Allerdings glaube ich, dass meine Argumentation logisch ist. Denken Sie darüber nach und ziehen Sie ihre Konsequenzen, was immer diese sein mögen.

 

Bleiben Sie aber auch kritisch, auch meinen Textzeilen gegenüber. Ich mag mich in dem ein oder anderen Teil irren. Dann schreiben Sie mir.

 

Glauben sie auch nicht alles, was Ihnen jetzt im Internet erzählt wird oder auf ihrem handy-Display auftaucht, was zu meinen Thesen passt.

 

Ein Beispiel: Thomas P. M. Barnett oder Richard Coudenhove-Kalergi werden Zitate zugeschrieben, die sich bei etwas Recherche als möglicherweise falsch herausstellen. Solcherlei Falschdarstellungen habe ich schon öfter bekommen.

 

Bleiben Sie also wachsam! Aber vertrauen Sie der eigenen Logik. Sie brauchen keine Greta, die Ihnen die Welt erklärt, wenn sie selbst 1 und 1 zusammenzählen. Früher hat genau das die Kirche versucht, heute machen es andere. Sie brauchen aber kein betreutes Denken.

 

Dazu will ich Kant zitieren:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

 

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt und so weiter, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Dass der bei Weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem, dass er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. (…)

 

Es ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten. Er hat sie sogar lieb gewonnen und ist vor der Hand wirklich unfähig, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon machen ließ. Satzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines vernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Missbrauchs seiner Naturgaben, sind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit. (…)

 

Dass aber ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es ist, wenn man ihm nur Freiheit lässt, beinahe unausbleiblich. Denn da werden sich immer einige Selbstdenkende sogar unter den eingesetzten Vormündern des großen Haufens finden, welche, nachdem sie das Joch der Unmündigkeit selbst abgeworfen haben, den Geist einer vernünftigen Schätzung des eigenen Werts und des Berufs jedes Menschen, selbst zu denken, um sich verbreiten werden.“

 

Ich bewundere die Klarheit des Geistes in diesen Zeilen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Zum Schluß

Bedenken Sie immer: Diese Resolution ist nur eines von vielen Puzzlestücken. Solcherlei Texte gibt es viele. Lesen Sie doch beispielsweise über die Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung nach. Oder den Migrationspakt. Oder den Flüchtlingspakt.

 

Denken Sie nach. Und widerlegen Sie mich. Oder handeln Sie positiv.

 

Bitte.

 

P.S. Abonnieren Sie bitte meinen newsletter. Danke.




Steh auf wenn du fällst – habet Mut

 

Liebe Leser,

zur Zeit lerne ich das Spielen der Gitarre. Meine ersten Entwicklungsstufen will ich hier zeigen und auch weitere folgen lassen. Ich freue mich, wenn Sie den newsletter abonnieren und das Lied teilen, danke! Zudem verweise ich noch auf mein aktuelles Projekt zur Lyrik hier.

 

Zum Inhalt:

Jeden von uns plagen manchmal Zweifel, Sorgen und Nöte – ob im Alltag oder im Streite für eine bessere Zukunft in Deutschland. Dieses Lied widme ich jenen, die Hoffnung suchen. Verzweifelt nicht- habet Mut!

Anmerkung: Zur Zeit lerne ich das Gitarrenspiel und möchte mit wachsender Fähigkeit weitere Lieder einspielen und die Soundqualität optimieren. Das Stück ist simpel am Mikro eingespielt – ein professioneller Musiker oder Sänger bin ich nicht – ich suche aber dennoch Menschen die Liedgut und Gedichte erhalten und weiterentwickeln wollen, so wie auch ich mich musikalisch entwickeln werde: Schaut bitte einmal hier für meine aktuellen Projekte: http://einsamer-wanderer.net/2019/08/…

Auf Anfrage gebe ich gern die Akkorde heraus.

instagram: einsamerwanderer2019 auch im Netzwerk 1984 sowie rudimentär unter Bitchute (Einsamer Wanderer): https://www.bitchute.com/channel/h5BQCMigZftw/

 

Text und Musik: Einsamer Wanderer

 

Steh auf wenn du fällst

 

Der Wind des Regens bläst in dein Gesicht

Der Regen des Daseins tropft auf deinen Kopf

Und das alles hier du verstehst es nicht

Eine Faust im Magen im Halse ein Pfropf

 

Und du bist so einsam mit deinem Gefühl

Was für dich so klar, sie sehen es nicht

Was wahr ist, ist falsch, das ist ihr Kalkül

Sie drehen die Welt dass alles zerbricht

 

Refrain

Steh auf wenn du fällst

bleib nicht am Boden liegen

Ein Held ist jener der wählt

aus der Gosse ins Licht zu fliegen

 

Wo du bist da bin ich so fürchte dich nicht

War früher schon so wir finden den Weg

Hinaus aus den Schatten so folge dem Licht

Wir bilden das Boot am windigen Steg

 

Refrain 1 x normal, 1 x schneller

Steh auf wenn du fällst

bleib nicht am Boden liegen

Ein Held ist jener der wählt

aus der Gosse ins Licht zu fliegen

 

Bridge 1 x normal, 1 x schneller

Gib gib gib gib gib gib gib gib gib gib gib gib – gib nicht auf

Niemals niemals niemals niemals niemals niemals niemals niemals niemal neimals niemals – gib nicht auf

 

Refrain 1 x normal, 1 x schneller

Steh auf wenn du fällst

bleib nicht am Boden liegen

Ein Held ist jener der wählt

aus der Gosse ins Licht zu fliegen




Martin Sellner auf youtube gelöscht

 

 

Liebe Leser,

eigentlich könnte ich den Text fast 1 zu 1 von meinem Artikel über Niki übernehmen. Martins Sellners Hauptkanal ist auf youtube gelöscht (Martin sellner live ist bisher wieter online), wie er ausgerechent in seinem Urlaub erfahren mußte, nicht schön. Man findet nur folgende Meldung:

 

„Dieses Konto wurde aufgrund wiederholter oder schwerwiegender Verstöße gegen die YouTube-Richtlinie zum Verbot von Hassrede gekündigt.“

 

Gut, das kennen wir ja nun schon. Soweit ich weiß gab es wieder keine Ankündigung der Löschung. Zudem werden immer mehr youtuber demonetarisiert, um ihnen die wirtschaftliche Existenzgrundlage zu entziehen. Aktueller Fall ist Felix Herrmann.

Ich sage etwas Unheilvolles, auch wenn das nicht gut ankommt: Die Zensur greift jeden Tag mehr um sich. Die Diktatur kommt.Werdet aktiv, solange ihr noch könnt.

Sobald es weitere Einzelheiten gibt, melde ich mich. Ansonsten gilt: Entfesselt einen sprachlichen Sturm der Entrüstung! Martin gibt sich einer aktuelle Nachricht kämpferisch. Helfen wir ihm mit unseren Kommentaren.

 

update: Nach der Kanallöschung bekam Martin Sellner einen strike. Martin Sellners Stellungsnahme findet sich hier.




Spiegel-TV und Chris Ares – Seriöser Journalismus oder Lügenpresse at it´s best?

 

Eine harmlose Reportage?

Heute sah ich durch Zufall ein Video von Chris Ares bzw. von Spiegel-TV, und auch wenn dieser Drops ggf. schon irgendwo gelutscht wurde, muß ich meine Gedanken dazu äußern.

Im Video von Chris Ares selbst zeigte er einen Rohmitschnitt eines Spiegel-Interviews, welches ich zuerst auswählte. Ich hörte mir ganz unbedarft das Material an – ich habe kein Album von ihm und bin eigentlich kein Hip-Hop-Hörer.

Spiegel-TV stellte viele Fragen. Ares erklärte daraufhin u.a., dass er jede Form von Gewalt und Extremismus ablehne, wie z.B. den Nationalsozialismus. Dass er für etwas Positives einstehen wolle, und nicht gegen etwas. Dass alle Kulturen Ihren Raum haben sollten. Dass er eine Einhaltung der europäischen Gesetze wie Schengen befürworte. Die Antworten erschienen mir sachlich, höflich und argumentativ schlüssig.

Mantrenhaft wurde er immer wieder gefragt, warum jene oder jene Person mit ihm auf Bildern zu sehen sei, die doch eher zweifelhafter Gesinnung sei. Ares konterte, dass bei öffentlichen Veranstaltungen jeder kommen könnte und er keine Kontrolle darüber hätte, wer nun genau irgendwo auftauche. Ähnlich wurde nachgebohrt, ob er Probleme damit hätte, dass z.B. Nazis seine Musik hören könnten. Ares entgegnete, dass er nur Personen ansprechen wolle, die keine extremistische Grundhaltung vertreten würden.

Es wirkte, ich muss es so sagen, auf mich, als wolle man ihn in eine Ecke stellen, der er sich aber verweigerte. Sehr schön konnte man dies bei der „Panzer-Passage“ sehen denke ich, aber urteilen sie selbst unten. So ging es munter weiter – mein Eindruck war, dass dort ein intelligenter und gemäßigter Mann saß mit einer konservativen Haltung, wie sie früher die CDU vertrat. Aber keinesfalls ein nationalsozialistischer gewaltbereiter Extremist.

 

Spiegel-TV

Das Original von Spiegel-TV sah ich mir danach an. Schon nach den ersten 43 Sekunden war ich komplett verstört.

Was dort geäußert wurde, war eine 180-Grad-Wende zum Mitschnitt des Original Materials. Ares wurde im Prinzip sofort direkt oder andeutungsweise als rechts und gewalttätig und als Flüchtlingsfeind bezeichnet (und genau das hatte er verneint). Oder die Stürmung des Brandenburger Tores durch die Identitäre Bewegung erwähnt (mit der Ares in Verbindung zu stehen scheint), ohne zu erwähnen, dass Greenpeace dies auch tat, allerdings wurde damals von „Klettern“ gesprochen.

 

Mein Zwischenfazit

Wenn ich naiv von einem seriösen Journalismus ausgehe, kann ich dies nicht nachvollziehen, besonders, da ich seine Aussagen kurz zuvor in der hochgeladenen Rohfassung gehört hatte.

Im weiteren Verlauf wurden sehr unschöne Bilder gezeigt, wie Ares mit Gewalt gegen Gegendemonstranten vorging und fluchte bzw. beleidigte. Mein Eindruck als unbedarfter Zuseher (der ich durch das erste Video nicht mehr war) wäre gewesen: „Das sieht man es doch, was für eine widerlicher rechter gewalttätiger Typ.“

 

Doch Vorsicht: Uns fehlt natürlich der Kontext.

Ares schilderte eine der Situationen als Notwehr gegen ein Pfefferspray, und in der Folge wurde die Anklage gegen ihn auch fallen gelassen.

In einer anderen Aufnahme sieht man wie er gegen eine Gegendemonstration angeht. Auch hier war ich zuerst wenig erbaut über die Bilder. Aber ein Gedanke hierzu:

Mehrfach wurden demokratisch angemeldete Demonstrationen (z.B. erinnere ich mich an einen Fall eines Frauenbündnisses gegen Gewalt, aber auch bei Pegida kam dies vor) aufgrund von Gegendemonstrationen aufgelöst, „man könne die Sicherheit nicht gewährleisten“.

Recherchiert man hierzu stellt man fest, dass dies eine feste Taktik der Gegendemonstranten wie z.B. der Antifa darstellt, unliebsame Meinungen zu blockieren und damit demokratische Grundrechte anderer einzuschränken. Und gewaltbereit sind.

Ist Ares bei einem solchen Fall der Kragen geplatzt, weil er seine Bürgerrechte bedroht sah? Ich kann es nicht sagen. Wären solcherlei Bilder vielleicht anders zu bewerten? Ich kann die Antwort darauf nicht geben. Das will ich auch nicht.

 

Mein Knoten im Kopf

Es fällt mir eben nur auf, dass hier zwei Videos existieren, die sich stark widersprechen.

Jetzt regen mich aber zwei Dinge zum Nachdenken an:

Der Mitschnitt des Rohmaterials wirkt auf mich, als wäre er heimlich gefilmt worden – das ist allerdings Spekulation zum jetztigen Zeitpunkt. Weiterhin sind bei Spiegel online keine Kommentare zugelassen.

Warum? Hatte man Angst vor Leuten wie mir, die Fragen stellen könnten und wußte man nichts von Ares Material? Wie gesagt, dies ist Spekulation meinerseits.

 

Was ich will

Zum Punkt. Oftmals geisterte schon dass Wort Lügenpresse durch den Äther – die einen lieben es, die anderen hassen es. Ist das hier ein solcher Fall oder nicht?

Ich möchte anhand dieses Artikels einfach dazu aufrufen, nicht nur den TV-Konsum „als Quelle der Wahrheit zu übernehmen“, sondern kritisch zu hinterfragen und verschiedene Darstellungen zu vergleichen. Schließlich gab es in Deutschland schon mindestens zweimal Zeiten, wo der Konsum der öffentlichen Medien dem Konsum einer Lüge gleichkam.

Schauen sie sich genau wie ich ersteinmal die Rohfassung, und dann auch die Spiegelreportage an. Bilden sie sich ihre eigene Meinung! Aber übernehmen sie nicht vorschnell die Meinung anderer, ohne auch die Gegenseite anzuhören.

Folgen Sie Kant: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

 

Schreiben Sie mir in die Kommentare, was Sie davon halten und abonnieren sie meinen newsletter.

Danke dafür.

 

Chris Ares Mitschnitt

 

Spiegel TV

 

Chris Ares rappt über Spiegel-TV – urteilen sie selbst und recherchieren sie!