Mr. X und die Facebook-Zensur – eine reallife-story aus dem August 2017

Ich habe da einen Freund, der seinen Namen nicht Preis geben möchte. Nennen wir ihn im Folgenden einfach „Mr. X“. Doch worum geht es?

Mr. X berichtete mir jüngst von seinen ersten Versuchen, auf facebook Fuß zu fassen. (Er ist zugegeben technisch eher unbedarft. Ich selbst kann zum Thema facebook auch nicht viel sagen, da ich bisher dort nicht wirklich vertreten bin.) Er befand sich zum Zeitpunkt der ersten Versuche in einer großen Frustrationsphase, was die politische und gesellschaftliche Situation Deutschlands angeht. Diese Frustration trieb ihn dazu, einen facebook-account zu eröffnen, um seinem Frust im Netz Luft zu machen.

Mr. X dachte allerdings nicht daran, seinen echten Namen zu vewenden. Er hatte Angst, vor seiner Tür irgendwann die Antifa vorzufinden oder auf seiner Arbeit zum Chef zitiert zu werden, um seine Kündigung zu erhalten. Denn Mr. X liebäugelte in seinen kritischen Schriften auch immer mit subversiven, staatsschädigenden Gruppierungen wie der AfD, der Identitären Bewegung, Einprozent.de oder Compact Magazin, um nur Einige zu nennen.

Gesagt, getan. Kurz nach der Anmeldung meldete er sich in diversen, kritischen Gruppen an, und postete seine Artikel dort. Nach kurzer Zeit wurde eines seiner postings als spam gemeldet. Mr. X wunderte sich und klickte einfach weiter. Nach kurzer Zeit bekam er von facebook die Meldung, dass ein anderer user ihn gemeldet hätte und der Verdacht bestände, dass er nicht seinen echten Namen verwenden würde. Mr. X empfand seinen Namen gewissernamen als Künstlerbezeichnung und clickte weiter. Verwundert war er, als danach facebook von ihm einen Nachweis seiner Identität in Form eines scans des Personalausweises oder Reisepasses forderte. Damit war account 1 Geschichte.

Die gesperrte Seite war eine „likebare Seite“, es existierte aber noch ein ganz normaler Personenaccount. Mr. X bemerkte in sich eine gewisse Trotzreaktion, und beschloss, auf eine teilbare Seite zu verzichten und einfach alles in seinem verbleibenden account gleichen Namens zu posten. Nach kurzer Zeit passierte auch hier das Gleiche wie zuvor. Account Nummer 2 war Geschichte.

Hm. Mr. X war jetzt fuchsteufelswild. Er gründte einen komplett neuen fake-account (anzumerken ist, dass er jedesmal eine komplett neue email-Adresse verwendete). Mit einer Unterseite, die einen ähnlichen Namen hatte wie die Erste. Und wieder meldete er sich bei diversen Gruppierungen an. Diesmal schrieb ihn eine Admistratorin an und fragte, warum er sich in der Gruppe angemeldet hatte. Freimütig bekannte er Farbe und wurde für tragbar befunden, mit der Anmerkung, sie müßten fragen, weil es in der Gruppe Spitzel gäbe. Mr. X war darüber etwas geschockt. Nicht über den Vorgang an sich, sondern über seine eigentliche Naivität und Unwissenheit.

Leider kam Mr. X nicht mehr dazu etwas zu posten. Etwa nach 30 Minuten wurde das Profil gesperrt, mit der Anweisung eine Mobilfunknummer einzugeben. Auch dazu war Mr. X nicht bereit.

Er grübelte. Schließlich informierte er sich, ob man nicht eine fake-Nummer erstellen konnte. Und tatsächlich – er konnte es. Allerdings zeigten alle seine Pc‘s immer, wenn er die Nummer eingeben wollte „session expired“. Nur über das handy konnte er die Nummer eingeben. Dann war er wieder „drin“ und fühlte ein Triumphgefühl in such aufsteigen. Er hatte die Krake überlistet!

Dummerweise wurde dann der account gesperrt und facebook verlangte ein Foto. Leider hatte er das fake-Foto der account-Erstellung nicht mehr… Er nahm ein anderes, wohl ahnend, dass hier sowieso nichts mehr zu machen war. Facebook schrieb ihm, sie würden sich nach Prüfung des Bildes melden. Dies passierte nie, es war nur die Meldung zu lesen, der account wäre gesperrt. Account Nummer 3 und 4 gesellten sich zu den anderen.

Mr. X war jetzt sichtlich emotionalisiert. Oder anders gesagt, er spürte den ehiligen Zorn in sich aufsteigen. Er erschuf also eine neue email, einen einen neuen account und ein neues Profilbild. Nach kurzer Zeit wurde er wieder gesperrt mit der Bitte um eine Mobilfunknummer. Leider funktionierte diesmal die Nummereingabe gar nicht mehr, weder über das handy noch über die 4 PC‘s, die er sein Eigen nannte. Entweder wurde „session expired“ angegeben, oder die fake-Telefonnummer nicht anerkannt. Inzwischen hatte er auch herausgefunden, dass facebook per cookies, IP-Speicherung und (wie ihm der Spaßeshalber verwendete Tor-Browser meldete) die Speicherung der Bildschirmdaten immer wußte, wenn er wieder versuchte, bei Facebook Fuß zu fassen. Er hatte sich auch schon nach anderen Portalen umgesehen, doch als er bei VK auf der Startseite eine Telefonnummer eingeben sollte und auch einen „Wechsle doch zu facebook-Button“ sah, fühlte er sich vom Leben und dem Netz verhöhnt.

Seitdem hat Mr. X aufgegeben. Ich insistierte, er solle doch einmal nachfragen, ob er nicht über das Löschen von cookies tec. eventuell etwas erreichen könne – doch Mrx. X ist in diesen Dingen etwas unbedarft. Er überlegt noch.

Daher ergeht heute mein Aufruf an alle dort draußen: Wer kann Mr. X helfen und ihm sagen, was er tun muß, um facebook ein Schnippchen zu schlagen? Über Kommentare freue ich mich sehr und werde diese weiterleiten.




Sapere aude!

 

Hand aufs Herz

Einige Fragen an den geneigten Leser:

Würden Sie eigentlich eines morgens einfach ihre Tür öffnen, sie offen stehen lassen, auf die Straße gehen und fremde Menschen zu sich ins Haus einladen? Menschen, die Sie noch nie zuvor gesehen haben? Die sie überhaupt nicht kennen?

Würden Sie zu sich selbst sagen: „Denen da draußen, denen geht es viel schlechter als mir, diese Menschen können ab jetzt bei mir wohnen“? Würden Sie all jene, ungeachtet der Kenntnis ihrer Identität und des Fakts, dass viele nicht ihre Sprache sprechen und ihre Kulturvorstellungen nicht teilen, bei sich aufnehmen?

Würden Sie sich um sie sorgen und ihnen Geld in die Hand drücken? Würden Sie denjenigen die da kommen alles glauben, was sie Ihnen über sich selbst erzählen? Würden Sie jeden Tag noch mehr Leute in Ihr Haus einladen und bei sich wohnen lassen? Sie unbeaufsichtigt lassen?

 

Gesunder Menschenverstand

Nein, dass würden Sie nicht! Es seid denn, Sie wären ein Idiot.

Ihre Lebenserfahrung würde Ihnen sagen, dass nicht alle Menschen im Herzen per se gut sind. Genau deshalb haben Sie ja auch Freunde, weil diese Menschen darstellen, denen Sie vertrauen können und die Ihre Werte im Wesentlichen teilen.

Und Ihre Freunde grenzen Sie ganz natürlich vom Rest der Menschheit ab. Daran ist nicht einmal etwas Böses, es ist einfach logisch. Auch wenn man im Laufe des Lebens neue Freunde hinzugewinnt wenn man offen ist, so ist es doch immer ein Auswahlprozess Ihrerseits, wer in den inneren Kreis eintreten darf und wer nicht. Und das ist auch gut so, ansonsten hätten Sie keine Kontrolle und kein selbstbestimmtes Leben.

Sie würden also ahnen, dass diese Entscheidung Ihnen und Ihrer Familie ein erhebliches Lebensrisiko bescheren würde. Diebstahl, Gewalt, Kulturkonflikte, all diese Dinge begleiten Menschen immer, sobald sie auf andere Menschen treffen. So ist das Leben und jeder weiß das. Man muss nicht sonderlich schlau sein, um dies zu erkennen. So ist der Mensch.

 

Und ihre Familie?

Zudem: Was würde der Rest Ihrer Familie dazu sagen? Würden Sie über deren Kopf eine solche Entscheidung treffen? Eine Entscheidung die Ihre Familie stark einschränken würde? Schließlich müssten Sie ihre Zimmer, ihre Spielsachen, ihr Essen oder das Geld mit den anderen teilen. Sie würden erkennen, dass Ihre finanziellen Ressourcen als auch der verfügbare Wohnraum knapp wären, und dass Sie Ihre eigene Familie dafür weniger pflegen und hegen könnten. Vielleicht könnten Sie für die Ausbildung Ihrer Tochter oder das Studium Ihres Sohnes kein Geld mehr aufbringen und deren Zukunft verändern.

Interessant wäre auch, wie ihre Familie reagieren würde. Vielleicht würde sie Ihnen ins Gesicht sagen: „Ich als Dein Kind oder Partner bin doch wohl mehr wert als die dahergelaufenen Fremden!“ Das wäre sicherlich hart, vielleicht unethisch, vielleicht wäre es aus mancher Sicht unmoralisch, aber es wäre nachvollziehbar. Blut ist dicker als Wasser.

Würden Sie dann sagen: „Du bist nur einer der hier schon länger lebt als die anderen.“? „Und eigentlich gibt es so etwas wie Familie nicht.“

 

Das Haus verändert sich

Gehen wir weiter in der Entwicklung in ihrem Haus:

Würden Sie vielleicht irgendwann darüber nachdenken, dass Sie Freunde haben, denen es auch schlecht geht und denen Sie nicht regelmäßig finanzielle Hilfe zukommen lassen, obwohl sie es nötig hätten? Würden Sie übrigens statt der fremden Menschen die gleiche Anzahl an Obdachlosen bei sich aufnehmen?

Nein? Warum nicht? Würden Sie die Sparbüchsen Ihrer Kinder plündern und sich verschulden und ihr Haus verpfänden, um das nötige Geld für die Versorgung der Fremden aufzubringen?

Wie würden Sie mit Kritik umgehen, wenn ihre Familie Ihnen ihr Missfallen kund tut? Würden Sie eines ihrer Kinder aus dem Haus werfen und den anderen den Mund verbieten? Würden Sie ihre Nachbarn meiden und schneiden, wenn Ihnen deren Meinung nicht gefiele und Sie überall als „böse Menschen bezeichnen“? Als Pack vielleicht? Was wäre wenn die Nachbarn auf die Einhaltung der Regeln in ihrem Wohngebiet pochen würden?

Würden Sie wenn Ihre Möbel beschädigt, Ihre Haushaltskasse geplündert und Ihre Tochter begrabscht würde, sagen: „Die meisten die hier wohnen sind aber friedlich; das ist nur eine kleine Minderheit, die dies tut.“ Und würden Sie dann einfach weitermachen?

Würden Sie zu ihrer Familie sagen „So etwas hat es schon immer gegeben. Das hätte auch jemand anderes Euch antun können, der nicht hier wohnt.“ Wenn Sie zehn Kinder hätten und eines würde zusammengeschlagen, würden Sie dann sagen: „Das müssen wir aushalten, damit es der Mehrheit besser geht! Wir dürfen jetzt auf gar keinen Fall pauschalisieren!“

 

Die Frage des Standpunktes

Sicherlich wäre dass aus Ihrer Sicht eine mögliche Entscheidung wenn Sie das große Ganze ansehen, aber würde Ihr Familienmitglied genauso entscheiden? Wahrscheinlich nicht. Besonders dann nicht, wenn sie nicht wüssten, wer der oder die Übeltäter sind. Und es wieder und wieder passieren könnte.

Würden Sie eigentlich Tabletten aus einer 1000er-Packung zu sich nehmen, die ihnen eine bessere Gesundheit verspräche wenn man Ihnen sagen würde: „Eine der Tabletten ist tödlich, aber die meisten sind ok.“?

Natürlich hängt dies von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ab. Die meisten Menschen sind allerdings Risikoavers und würden davon Abstand nehmen. Und weiter: Würden Sie andere Leute dazu zwingen, Ihre Tabletten zu schlucken? Und ihnen bei Widerwilligkeit attestieren, dass sie nur „diffuse Ängste oder Vorurteile hätten“?

 

Der Transfer

Warum tun wir uns so unendlich schwer damit, diese Dinge der Mikroebene auf das große Ganze zu übertragen?

Warum wachen wir nicht endlich auf und zählen eins und eins zusammen? Warum sollte etwas, was offensichtlich schon im Kleinen nicht funktioniert, auf der Makroebene erfolgreich sein? Wenn die Dinge so logisch und einfach sind, warum sperren wir uns dann anzuerkennen, wo die Probleme herrühren?

Warum sehen wir alles an, als wäre es eine Naturkatastrophe, die unabänderlich wäre? Die man aushalten müsse. Warum sagen wir nicht als Familienangehörige “das was Du machst ist Wahnsinn, wir gehen jetzt deinetwegen auf die Straße und versammeln uns gegen Deinen Kurs, hör` auf damit!“ Warum machen wir den Mund nicht auf und sagen klar wenn etwas falsch ist? Zumal wir dies mit Daten und Fakten belegen können.

Würden wir die oben genannten Dinge wirklich tun wenn wir eine Familie und ein Gewissen hätten? Nein, würden wir nicht.

Es sei denn, wir wären Politiker. Oder die schweigende Mehrheit.

 

Sapere aude!

 

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, empfehle ich auch diesen und diesen Artikel.




Edeka: Wie groß muss die Verzweiflung sein?

Heute las ich im Focus folgenden Artikel.

Im ersten Augenblick wirkt der Artikel wie ein kleine Randnotiz, die man schnell beiseite legt oder belächelt. Doch so ist es nicht.

Im Artikel steht beschrieben, dass die Edeka-Filiale ab jetzt keine Messer mehr verkauft, weil der Attentäter für seine Gewaltorgie eines aus dem Sortiment des Marktes entnahm und benutzte. Ja, das ist lächerlich. Aber es ist noch viel mehr. Hierzu stelle ich mir erst einmal folgende Fragen:

Erwartet der Edeka-Markt, dass das Ganze im Markt noch einmal passiert? Dies erscheint mir kaum vorstellbar. Ich glaube, man will man den Kunden einfach nur das Gefühl geben, man hätte reagiert, Flagge gezeigt, die Lage in Zukunft unter Kontrolle. Doch dieses Signal ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten:

Warum sollte ein Attentäter nicht einfach eine Waffe mitbringen? Vor kurzem lief sogar jemand mit einer M16, einer Kriegswaffe (!), in Deutschland frei herum! In meinem Edeka werden meine Taschen beim Eintreten jedenfalls nicht kontrolliert!

Zudem: Ich bin sicher, ich könnte jemanden auch mit einer Schere, einem Nudelholz, einer abgebrochenen Flasche, einer langen Fleischgabel oder einem Schaschlik-Spieß umbringen. Und da gäbe es sicherlich noch mehr Möglichkeiten. Ich bin da sehr kreativ.

Sollen alle gefährlichen Artikel im Markt aus dem Sortiment genommen werden?

Zudem: Offensichtlich ist ab jetzt jeder Kunde in dieser Filiale ein potenzieller Attentäter, weil tausenden Kunden der Artikel entzogen wird, da ein Terrorist damit getötet hat. Welch eine Pauschalisierung! Und pauschalisieren sollen wir ja nicht, sagen uns unsere Medien…

Und noch schlimmer: Wenn dieser Kollektivverdacht besteht, dann müsste Edeka ja überall in Deutschland die Messer aus dem Sortiment nehmen!

Eine isolierte Maßnahme ist völlig wirkungslos, da die Terroristen ja offensichtlich (und das zeigen uns die Fälle der vergangenen Zeit) meist aus so genannten Flüchtlingen bestehen (ich weise an dieser Stelle auf Artikel 16a des Grundgesetzes hin, der zeigt, dass keiner der Zugewanderten legal hier sein kann), diese sind ja bekanntlich über alle Bundesländer verteilt.

Es gibt also keine sicheren Orte für den Bürger, wenn er am sozialen Leben weiter teilnehmen möchte.

Ein Edeka-Markt könnte sich nur dann schützen, wenn er eine Eingangskontrolle vornehmen würde, die verdächtige Personen (wie auch immer man diese definieren würde) vorab aussortieren würde, um eine mitgebrachte Waffe oder eine Straftat unter Zuhilfenahme des Edeka-Sortiments auszuschließen. Eine solche Kontrolle hat an der deutschen Grenze offensichtlich nicht stattgefunden.

Offenbar ist die Entscheidung des Edeka-Marktes verzweifelter, heilloser Aktionismus. Unser Staat löst sich auf, und der Edeka-Markt verteilt Placebos. Genau wie unsere Politiker. Herr Scholz, seines Zeichens Bürgermeister von Hamburg, sagte nach dem Terroranschlag: „Diese Gewalttäter setzen darauf, unsere freie Gesellschaft mit Angst zu vergiften. Dieser Versuch wird scheitern.“

Nein. Tut er nicht.

Der Wanderer

P.S. Man kann froh sein, wen solche Leute überhaupt noch eingesperrt werden, wie man hier sehen kann.

 

Einen weiteren Meilenstein des Absurden hat Edeka hier hinterlassen.




Realsatire live – das Wahlprogramm der CDU CSU 2017 Teil 2

Heute habe ich das aktuelle Parteiprogramm der CDU CSU „gescannt“. Es ist hier als download verfügbar.

Etwas weiter fand ich folgenden Satz:

„Wir haben in Deutschland ein hohes Maß an innerer und äußerer Sicherheit. Deshalb können wir frei und selbstbestimmt leben.“

Hm. Auch hier kamen einige Fragen in meinen verwirrten Geist. Zum Beispiel: In welcher Relation zu was sollte das wohl gelten? Im Vergleich mit einem Kriegsherd irgendwo auf der Welt oder einem Land, das von einem Tsunami überollt wurde? O.k. Im Vergleich zu meiner Kindheit vor sagen wir 30 Jahren? Hmmm. Wartet. Äh – nein.

Also, früher, als ich jung war: Da gab es keinen islamischen Terrorismus (oh, habe ich islamisch geschrieben? Werde ich jetzt gesperrt? Ich meinte islamistisch, bestimmt). Keine Betonklötze in der Öffentlichkeit. Keine G20-Gipfel, die etwas aus dem Ruder laufen. Keine marodierenden Horden Jugendlicher mit Waffen. Keine Massenvergewaltigungen wie in Köln. Keine offenen Grenzen ohne Kontrollen, damals wußte man ungefähr, wer da kam. Da hat man auch mal nachgefragt. Heute weiß man ja nichteinmal, wie viele da gekommen sind.

Es gab keine Salafisten, keine Sharia-Polizei, keine Beschneidung von Mädchen, keine Männer, die ihre Frauen an Stricken hinter ihrem Auto herziehen. Oder Sie anzünden und/oder mit Säure übergießen. Und keine Ehrenmorde. Keine grauen Wölfe. Und keine arabischen Kinder, die Steine auf jüdische Tanzgruppen werfen.

Man konnte auch frei zu Veranstaltungen wie z.B. Fußball, Karneval oder Demos gehen, ohne dass diese wegen Sicherheitsbedenken abgesagt wurden. Es gab auch keine Kinder, die Bomben bauen und auf den Weihnachtsmarkt stellen.

Es war auch nicht normal, das ständig jemand gemessert wird oder „Kopf-getreten“ wird. No go areas gab es auch nicht. Heute meiden viele, besonders Frauen, die Öffentlichkeit wegen des Risikos, so behaupten manche. Und Pfefferspray, munkelt man, bekommt im discounter um die Ecke.

Zudem durfte man auch etwas mehr sagen als heute, ohne gleich „gehitlert“ zu werden. Fragt mal Sarrazin, Hermanns oder Pirincci. Und worin genau besteht die Freiheit beim Netzwerkdurchsetzungsgesetz doch gleich?

Ach ja, und noch was. Was ist denn dieses „innere“ und äußere“ im Satz. Ich mein: So ohne Grenze fällt es mir schwer, das zu begreifen. So rein definitorisch.

Ich mein, ich glaubs ja schon, dass es so ist. Etwa 40% der Wähler können ja auch nicht irren, oder?

Bloß erklären müßte man‘s mir nochmal. Wär schon gut.

Zum Teil 1 geht es hier

 




Realsatire live – das Wahlprogramm der CDU CSU 2017 Teil 1

Heute habe ich das aktuelle Parteiprogramm der CDU CSU „gescannt“. Es ist hier als download verfügbar.

Schon bei den ersten Sätzen hatte ich das Gefühl, eine Realsatire zu lesen. Fangen wir doch einmal mit den ersten Worten im Programm an:

„Deutschland ist ein liebens- und lebenswertes Land, in dem man gut wohnen, arbeiten und leben kann:

Der großen Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger ging es noch nie so gut wie heute.“

Puh, bin ich froh das zu lesen. Und ich dachte schon, wir hätten soetwas wie eine Staatskrise. Naja, wegen der Terroranschläge, steigender Vergewaltigungsraten, ganz normaler Alltagsgewalt (z.B. mit M16-Gewehren, Macheten, Edeka-Messern etc.), sowie der ganzen psychisch Kranken, die man jetzt immer diagnostiziert, wenn irgendetwas „Besonderes“ passiert. Das waren ganz schön viele in letzter Zeit dachte ich. Oder wegen des verstärkten Verkehrs auf Weihnachtsmärkten. Oder einer Kanzlerin, die das Grundgesetz bricht nach §16 a. Und einer Opposition, die deswegen keinen Mitrauensantrag auf den Weg bringt und das ganz dufte findet. Oder… Gut, reicht denke ich. Naja, man kann sich ja mal irren. Also alles in Butter.

Und ich hatte mir schon eingebildet, der Obdachlose, den ich heute unter der Brücke gesehen habe, hätte irgendwie ärmlich und unglücklich gewirkt. War der nicht vor 10 Jahren auch schon dort? Hm.

Ein paar Fragen habe ich mir dann jedenfalls doch gestellt: Warum hat man dem denn kein Haus gebaut oder ein Hotelzimmer bezahlt? Hatte er wlan unter der Brücke, oder konnte er mit den Öffis kostenlos zu einem Hotspot fahren? Und warum war seine Kleidung schmuddelig und abgetragen – man bekommt doch alles Lebensnotwendige gestellt in Deutschland – dachte ich jedenfalls, als ich an den zwei Flüchtlingsheimen letztens vorbeifuhr. Da waren kleine Gärten, Gardinen, Kinderspielzeuge, Grills, Sofas, Gartenmöbel und einiges mehr. Und eines der Kinder hatte ein Hoverboard. Ich dachte immer, soetwas wäre sehr teuer und nicht direkt überlebensnotwendig. Und ganz gut angezogen sahen die auch aus.

Entschuldigung. Mit solchen Aussagen spalte ich die Gesellschaft, und sicher war es rechtspopulistisch. Mindestens. Wahrscheinlich wird man mich elender Hetzer nennen, also höre ich auf für heute.

Obwohl. Komisch fand ich es schon.

Zum Teil 2 geht es hier

 




Die Moralkeule? Der Fall Bivsi

Eben bin ich über einen Artikel gestolpert, der groß im Focus zu sehen war.

http://www.focus.de/…/flughafen-duesseldorf-bruder-umarmte-…

Nun, worum geht es? Der Artikel berichtet von der Nepalesin Bivsi Rana, 15, die wieder da in Deutschland ist und alle freuen sich. Soweit so gut.

Warum war sie weg? Auskunft gibt der Artikel:

„Die Eltern von Bivsi waren 1998 aus Nepal nach Deutschland gekommen und hatten einen Asylantrag gestellt. Weil sie am Anfang falsche Angaben machten, hatten sie keine Chance auf Anerkennung. In allen Instanzen unterlagen sie.“

Wir halten fest: Die Eltern haben sich entweder geirrt oder sogar geschummelt, indem sie falsche Angaben im Asylantrag machten. Dies geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor, ist aber auch egal. (Das ist so ähnlich wie der Weg, auf dem Griechenland in die EU kam)

Im weiteren Verlauf des Textes erfahren wir, dass Bivsi dann schnell und überraschend, aber immerhin rechtmäßig, abgeschoben wurde, was für alle Mitschüler und Lehrer ein Schock war, obwohl sie vom ungenauen Aufenthaltsstatus wussten. Die Emotionen waren stark, Bivsi weinte, Die Mitschüler geschockt. Bivsi war bestens integriert, sehr nett, ein Lichtblick sozusagen. Schulleiter Ralf Buchtal kommentierte dies so: „Die Klasse war traumatisiert, das braucht kein Mensch“.

Darauf gab es diverse Aktionen von Politikern gegen das Vorgehen. Das Ende vom Lied:
„Bivsi kann nach Deutschland zurückkehren, sie erhält ein Schülervisum. Nach dem Abitur kann sie einen Folgeantrag stellen, sollte sie eine Berufsausbildung machen oder ein Studium aufnehmen wollen. Ihre Eltern dürfen als Begleitung der Minderjährigen mitkommen.“
Der Artikel schließt mit einem emotionalen happy end und den Worten des Grünen-Politiker Felix Banaszak: „Der Fall zeigt: Man kann etwas bewegen, in der Politik, wenn alle zusammenhalten. Man muss sich nicht mit Dingen abfinden, die ungerecht sind.“

Mir persönlich stellen Sie hier mehrere Fragen. Zu allererst: Was ist die Intention des Focus bei diesem Artikel? Volkserziehung? Ich hasse es, wenn die Medien mich erziehen wollen, das ist nicht ihr Job! Ich kann selbst entscheiden, was ich denke.

Der Artikel ist hochemotional verpackt, und man kommt als Leser nur zu dem Schluss: Hier ist große Ungerechtigkeit geschehen, aber alles ist gut ausgegangen, weil sich einige „Gerechte“ eingesetzt haben. Böser Staat. Gute Bürger. Der Artikel nimmt eine Wertung vor, keine neutrale Berichterstattung. Die Aussage ist: Emotion und Menschlichkeit sind wichtiger als rechtsstaatliche Regeln.

Ist das wirklich so? Sehen wir uns die Fakten an: Die Eltern haben keinen Anspruch auf Asyl und werden abgeschoben. Das mag ungerecht erscheinen, befolgt aber den Rahmen der Gesetze. Dabei war das Mädchen immer so nett (Frage am Rande: Was wäre gewesen, wenn sie unausstehlich und weniger gut integriert gewesen wäre?). Was passiert eigentlich, wenn wir Gesetze immer dann außer Kraft setzen, wenn wir es spontan für moralisch richtig halten? Ein Beispiel für „passiert“ kann ich geben: Die Asylkrise der letzten 2 Jahre. Doch das ist eine andere Geschichte. Allgemein gesagt: Handeln wir so, zerbricht der Rechtstaat und alle Sicherheit. Solche Entscheidungen müssen im politischen Prozess neu ausgehandelt und ggf. geändert werden, nicht aber in spontanen Schnellschüssen oder „per ordere mufti“.

Zudem überspitzt formuliert: Würden Sie sich von einem Mediziner behandeln lassen, bei dem herausgekommen ist, dass er nie studiert hat? Würden Sie dann sagen: Na gut, läuft ja trotzdem? Zudem könnte man fragen: Wieviel hat das Ganze den deutschen Staat gekostet? Hat die Familie über Jahre die Sozialkassen geplündert? War sie kriminell? Viele Kommentatoren enden genau hier.

Doch halt: Diese Frage kann man auch anders stellen: Hat die Familie immer fleißig gearbeitet, war sie eine Bereicherung für die Gesellschaft, hat sie die Rentenkassen und Steuersäckel gefüllt und Deutschland einen Nutzen gestiftet?

Genau hierüber schweigt der Focus. Der Leser kann gar keine eigene moralische Entscheidung treffen, weil ihm wichtige Fakten verweigert werden. Ja, verweigert.

Außerdem: Wie kommt man im Jahr 2017 seitens des Staates dazu, eine Abschiebung eines perfekt integrierten Kindes durchzuführen, also immerhin fast 20 Jahre nach Antragstellung? Während wir aus den Medien in unzähligen Artikeln erfahren (wie hier: http://www.focus.de/…/islamist-aus-bremen-europaeischer-ger… oder hier http://www.focus.de/…/islamist-aus-bremen-europaeischer-ger… oder hier http://www.focus.de/…/junger-afghane-drohte-nuernberger-pol…), dass echte Gefährder und Verbrecher nicht abgeschoben werden. Dass Leute, die uns mit dem Tode bedrohen, bleiben dürfen und die Menschen dies auch noch als gute Tat feiern.

Sind hier denn alle verrückt geworden?

Und wie kommt es, dass diese Familie jetzt über Umwege trotz ihrer Verfehlung dennoch wieder hierher kommen darf? Also eine Belohnung bekommt für ggf. sogar betrügerisches Verhalten? Und wie viele Einzelfälle gibt es, für die sich niemand einsetzt?

Vielleicht erwarten Sie eine Antwort von mir auf dieses moralische Dilemma. Ich kann sie an dieser Stelle nicht geben.

Doch würden wir in solcherlei Lagen nicht kommen, wenn wir frühzeitig unsere eigenen Gesetze befolgen würden. Im Augenblick befinden wir uns in einem hemmungslosen moralischen Taumel, der unseren Rechtsstaat erodiert. Es wäre ein Anfang, hier anzusetzen.




Wege in den legalen Widerstand Teil 4

 

„Daß ein Unglücksfall uns weniger schwer zu tragen fällt, wenn wir zum voraus ihn als möglich betrachtet und, wie man sagt, uns darauf gefaßt gemacht haben, mag hauptsächlich daher kommen, daß, wenn wir den Fall, ehe er eingetreten, als eine bloße Möglichkeit mit Ruhe überdenken, wir die Ausdehnung des Unglücks deutlich und nach allen Seiten übersehen und so es wenigstens als ein endliches und überschaubares erkennen.“ Arthur Schopenhauer

 

Die 3. Säule: Was, wenn der schlimmste Fall eintritt?

Im letzten Teil meines Artikels (Teil 1 bis 3 finden sich hierund hier und hier ) behandle ich den schlimmsten aller denkbaren Fälle: Eine Art Apokalypse in Form eines Bürgerkrieges. Oder einen Anschlag mit chemischen oder nuklearen Waffen. Oder einen bewaffneten Konflikt und die Ausrufung eines regionalen Kalifats.

Oder die Katastrophe in Form des Zusammenbruchs unseres Geld- und Sozialsystems, welchem Plünderungen und Anarchie folgen. Oder einer Kombination aus mehreren Faktoren. Nicht unerwähnt soll hier auch das Buch „Blackout“ bleiben. Auch auf survival scouts kann man hierzu nachlesen.

Sie glauben das nicht? Möglicherweise haben Sie Recht.

Andererseits: Als jemand, der in den 70igern geboren wurde, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass ich Jahre später eine Masseninvasion kulturfremder junger Männer erlebe, das Zwölfjährige Nagelbomben auf Weihnachtsmärkte stellen, Leute mit Axt und Messer in der Deutschen Bahn herumlaufen, Lkws über Weihnachtsmärkte walzen oder dass in Köln 1.0 und 2.0 Horden marodierender Männer die Unversehrtheit der Frauen und die freie Gesellschaft an sich in Frage stellen. Oder IS-Anhänger an Bio-Bomben herumbasteln. Ach ja: Und möglicherweise bringt Sie auch das hier zum nachdenken.

Die Liste ließe sich noch beliebig um Terroranschläge, migrantische Alltagskriminalität, die Taten des IS und ähnlicher Organisationen erweitern, aber ich glaube es wird klar, was ich sagen möchte.

 

Es passiert schon nichts…

Nun können wir annehmen, dass es nie dazu käme. Gegen diese Annahme sprechen allerdings die bisherigen Erfahrungswerte und die daraus resultierende, subjektiv empfundene Wahrscheinlichkeit für eine Änderung der Verhältnisse. Diese subjektive Einschätzung wird durch die no go areas, die bisher gefundenen Kriegswaffenlager, die für jeden Kriminellen völlig offen stehenden Grenzen sowie die Ankündigungen und Taten des IS und gleichgesinnter Organisationen beeinflusst.

Und in manchen anderen Ländern ist es normal, als Privatperson Bunker zu bauen oder anders vorzusorgen. Die Welt kann verrückter sein, als man es sich in den kühnsten Träumen vorstellen kann. Im Zweifelfall, je nach Wahrscheinlichkeit, würde ich eher empfehlen, sich auf den Fall der Fälle vorzubereiten, als es darauf ankommen zu lassen. Der kluge Mann baut vor.

Dieser Artikel kann diese Thematik aber lediglich anreissen. Zu diesem Thema gibt es unendliche viele Möglichkeiten sich zu informieren, dieser Text schickt sich nur an, einen groben Überblick für weitere Überlegungen zu geben.

 

Material und Bervorratung

Zum einen kann man rechtzeitig seine Konten räumen, um im Notfall, wenn z.B. Geldautomaten geschlossen werden (und diesen Testlauf gabe es bereits in Griechenland!), Bargeld vorzuhalten. Ob Geld dann noch etwas Wert ist, läßt sich pauschal nicht sagen, es hängt von der Art der Katastrophe ab.

Sinnvolle Tauschgegenstände als Ersatzwährung sind sicher eine weitere gute Option, sollte das Finanzsystem zusammenbrechen. Alkohol, Zigaretten, Kleidung, Nahrung waren in Deutschland bisher gängige Ersatzwährungen. Medikamente, Gold, Schmuck können auch, je nach Fall, nützlich sein.

 

Eine einfache Strategie, die für unsere Vorfahren völlig normal war, war es, Vorräte anzulegen. Jeder von uns kann dies tun um für den Fall der Fälle vorzubeugen. Entweder zu Hause, oder in geheimen Lagern.

Genannt seien Nahrung, Wasser, Verteidigungsartefakte, Treibstoff, Wasserfilter, Hobo-Kocher, Streichhölzer, Medikamente, Jagdwaffen usw.. Das Auto vollgetankt abstellen ist eine weitere Variante.

 

An Flüssen kann man ein Schlauchboot vorhalten. Die Liste kann jeder mit Fanatasie erweitern. Auch sollte man wissen, aus welchen heimatlichen Pflanzen man Nahrung und Heilmittel herstellen kann, wie man Nahrung haltbar macht und mit einfachen Mitteln zubereitet. Und welche Pflanzen am besten geeignetet sind, um den Körper mit allem Notwendigem zu versuchen.

Doch Obacht: Vorräte nutzen nur, wenn man dafür sorgen kann, dass andere diese nicht widerrechtlich an sich bringen.

 

Verteidigung

Hierzu ist es angeraten, eine Verteidigung zu organisieren. Ich werde aber keine Empfehlung zur Bewaffnung abgeben, das möchte ich an dieser Stelle klar stellen. Ich schreibe aber nieder, was ich glaube, beobachten zu können. Nocheinmal: Dies ist kein Aufruf sich zu bewaffnen. Nur eine Beobachtung und damit ein subjektiver Eindruck.

 

Die Menschen scheinen sich zur Zeit legal zu bewaffnen. Dies mag ein Grund sein, warum zur Zeit in Waffengeschäften die Munitionsverkäufe bei Jägern und Sportschützen auf einem hohen Level laufen oder in Discountern Pfeffersprays in den Regalen stehen.

Auch ohne Waffenschein scheinen Bürger legale Möglichkeiten zu nutzen sich auszustatten, wie Bögen, Schleudern, Schilde, CS-Gas, Schuß sichere Westen usw.. Zudem steigt die Zahl der beantragten kleinen Waffenscheine in Deutschland seit einiger Zeit.

Ich bezweifle allerdings, das dies in einem bewaffneten Konflikt allzu hilfreich sein wird, wenn man allein ist. Es gibt Berichte darüber, dass in Bürgerkriegsähnlichen Konflikten nur größere Gruppen eine Überlebenschance haben. Dies bedeutet somit, dass man sich vernetzen muss, um sich im Fall der Fälle auf den Weg zu machen, um größere Gruppen zu treffen oder erst zu bilden.

 

Segregation

Die andere Variante wäre, sich effizient zu verstecken oder in entlegene Orte zurückzuziehen.

Sollte man sich auf den Weg machen, andere Gruppen zu treffen, muss man Transportmittel vorhalten, wie oben schon erwähnt. Die Frage, die sich mir stellt: Gelingt eine Flucht z.B. aus einer Metropole überhaupt noch, wenn die Katastrophe eintritt?

Eines muss vorher aber auf jeden Fall klar sein: Man muss bereits Orte festgelegt haben, an die man sich zurückziehen kann oder an denen man andere Gruppenmitglieder trifft. Mehrzahl hier deshalb, da eine Variante der Katastrophe auch ein Anschlag sein kann, der den Flüchtenden in die eine oder andere Himmelsrichtung zwingt.

 

Organisationssrukturen schaffen

Denkt man noch viel viel weiter, so müssen bei vernetzten Gruppen schon vorher Organisationsstrukturen geschaffen werden, wer was wo tun wird, z.B. Kommunikationsgruppen, Organisationsstäbe, Transportgruppen und so weiter. Feste Sammelpunkte müssen bekannt und/oder vorbereitet sein. Eine weitere Vertiefung dieses Themas lasse ich aus – Kernkompetenzen für diese Thema liegen eher beim Militär oder dem Katastrophenschutz.

Zumindestens müssen die Bürger im Falle eine nationalen oder regionalen Konfliktes möglicherweise Wanderungsbewegungen vornehmen. Darauf sollte man vorbereitet sein. Und auch darauf, dass Wege und Straßen dann ggf. nicht mehr passierbar sind.

 

Ich persönlich habe die Berichte über die Terrorangst nahe französichen Atomkraftwerken zum Anlaß genommen, mir einen Notfallrucksack anzulegen, der alles Wichtige enthält, falls ich mit meiner Familie schnell flüchten muss. In ihm habe ich bisher eine Baumarkt-Axt, einen Bolzenschneider, Nahrung, einen Kocher, ein Messer, Medikamente, Verbandsmaterial, Survival Literatur, Streichhölzer, ein Multitool usw.. Der Rucksack wird von mir ständig erweitert. Weitere Inhalte können eine Rettungsdecke, ein Minizelt, Angelhaken mit Schnur etc. sein.

Denn Flucht ist, je nach Fall, eine notwendige Option.

Auch sollte man darauf vorbereitet sein, auf andere aufmerksam zu machen, um sich helfen zu lassen. Signalraketen und laute Pfeifen bieten eine Option. Tarnkleidung (z.B. Flecktarn (je nach Terrain)) kann ebenfalls wichtig sein, wenn man genau das Gegenteil erreichen möchte. Bewegt man sich draußen, sind ggf. survival-Kenntnisse unabdingbar, die man sich frühzeitig, d.h. vor der Katastrophe, aneignen sollte.

 

Das Exil

Wer es für möglich hält, dass die Lage Deutschland ggf. nicht mehr zu retten ist, kann auch über den Aufbau eines Exils im Ausland nachdenken, um zeitweise oder endgültig der Gefährdung zu entgehen. Dies bedeutet indes den temporären oder permanenten Verlust der Heimat.

Der für mich schlimmste Fall in diesem Artikel.

 




Keine Ware für Rassisten – Edeka die Zweite (21.08.2017)

 

Vor kurzem schrieb ich über die Entfernung von Messern aus dem Markt eines Edeka-Sortiments zum Wohle der Kunden.

Doch Edeka kann noch mehr – in meinem heutigen Artikel geht es um pädagogisch richtiges Einkaufen bei Edeka. Oder auch „betreutes Denken“, wie ich es nenne.

Den Artikel kann man hier einsehen.

Doch worum geht es? Der Focus-Artikel fasst bereits im ersten Satz gut zusammen, worin das Anliegen der Macher dieser Aktion besteht:

„Die Supermarktkette Edeka hat genug von Rassisten. Und möchte mit einer einfallsreichen Idee zeigen, wie arm Deutschland ohne Vielfalt wäre. In einer Hamburger Filiale haben die Verantwortlichen kurzerhand die Regale ausgeräumt und statt der Produkte Aufsteller platziert.“

Im weiteren Verlauf, indem die die Entfernung von französischem Käse und griechischen Salatbestandteilen aus dem Mittelmeerraum beschrieben wird, werden auch die Schilder vorgestellt, die in den leeren Theken prangen. O-Ton des Artikels:

„“Dieses Regal ist ohne Vielfalt ziemlich langweilig“. Eine Fotostrecke zu der Aktion wurde online veröffentlicht. Die wurde schon tausendfach geteilt. So heißt es in der halbleeren Salat-Theke in Hamburg jetzt: „Unsere Auswahl kennt heute Grenzen.“ Da müssen die Kunden wohl oder übel auf die Tomaten aus Spanien und die Oliven aus Griechenland verzichten. Die Käse-Theke ist gleich komplett leergefegt. In ihr steht ein Schild mit der Aufschrift: „So leer ist ein Regal ohne Ausländer.“ Käse aus Frankreich gibt es hier erst einmal nicht.“

Und weiter: „Mit der Aktion möchte Edeka Rassisten den Spiegel vorhalten und ihnen zeigen, wie leer die Supermarkt-Regale wären, würde man alle Produkte aus dem Ausland verbannen.“

 

Die Argumentation in dieser Edeka-Aktion ist derart abstrus, dass ich erst einmal versuche, der Logik des Artikels erst „mit schlichtem Geist“ zu folgen, und danach eine tiefere Interpretation wage.

Was also entnehmen wir der Aktion im Edeka als wesentliche Aussagen?

Erstens: Vielfalt ist das normative Heil Deutschlands, wie eingangs beschrieben. Dies ist ein gesetztes und nicht hinterfragtes Datum.

Nun soll die Aktion mittels leerer Regale zweitens zeigen, wie schlecht eine mangelnde Vielfalt ist. Diese Vielfalt ist scheinbar definitorisch mit ausländischen Produkten verknüpft. Schließlich steht auf einem der Schilder „So leer ist ein Regal ohne Ausländer“.

Offensichtlich fragt sich bei Edeka niemand, wie viele deutsche Käsesorten es gibt oder ob auch Bauern in Deutschland Tomaten anbauen. Oder wie viele Getränke aus Deutschland man in das leere, im Video gezeigte Regal stellen könnte. Oder ob es eine Menge verschiedene deutsche Weine gibt, die dort ebenso stehen könnten statt der französischen Äquivalente.

(Noch ein Gedanke am Rande:  Haben Waren eigentlich einen Anspruch auf Nationalität? Bei mir um die Ecke wird die Pizzeria von Türken betrieben. Und ein paar Orte weiter gibt es eine von Deutschen betriebene Pizzeria. Ist die Pizza dann italienisch oder nicht? Wie dem auch sei.)

Dies zeigt also: Per definitionem sind deutsche Waren oder das „Deutsche an sich“ für Vielfalt ungeeignet, es braucht also zwingend „nicht-deutsche“ Bereicherung, um das Ziel der Vielfalt zu erlangen. Deutsch ist allein ist als minderwertig anzusehen. Es muss zum guten Gelingen ergänzt und auf eine höhere Ebene transformiert werden.

Und scheinbar wollen Rassisten von heute ausländische Waren aus den Regalen verbannen – das ist jedenfalls aus dem letzten Satz „heraus zu interpretieren“. Diese Argumentation findet sich auch in anderen Quellen wie hier oder hier . Und irgendwie geht es die ganze Zeit darum, Rassisten und Fremdenfeinden den Spiegel vorzuhalten.

Was hat das Ganze mit Rassismus zu tun?

Rassisten sind laut diesem Artikel ersteinmal Menschen, die fremde Waren verabscheuen. Aha. Mir war bisher nicht bewusst, dass es Forderungen gegeben hätte, ausländische Waren zu verbannen oder dass Nazis keine Pizza oder Döner essen. Zumal Rassisten ja in meiner Welt nur einen marginalen Teil der Gesamtbevölkerung stellen, sodass deren Forderung mich ziemlich peripher berührt hätte.

Den Brückenschlag von Produkten zum Rassismus zu finden, ist mir in diesem Artikel nicht möglich. Dennoch: Auf einem der Schilder steht nicht etwa „So leer ist dieses Regal ohne ausländische Produkte“, sondern: „So leer ist dieses Regal ohne Ausländer“. Irgendwie geht es also doch um Menschen, nicht um Produkte.

Also interpretiere ich: Vielfalt ist per definitionem gut und überlegen, und wenn ich ausländische Produkte genieße, so muss ich auch offen für andere Kulturen sein. Am Besten auch in der Straße nebenan.

Erstens ein Kommentar zur viel besungenen Vielfalt: Hat irgendwer im Edeka sich die Frage gestellt, ob unsere überquellende Konsumgesellschaft, dieser totale, grenzenlose Konsum global und ökologisch so völlig kritiklos zu vertreten sind? Hat sich jemand die Frage gestellt, wieviel der globalen Ressourcen von den westlichen Nationen genutzt werden und wieviel vom Rest der Welt? Hat sich jemand die Frage gestellt, ob wir Erdbeeren im Dezember wirklich brauchen?

Oder was die globalen ökonomischen Folgen dieses „Konsum-Vielfalts-Ideals“ sind? Hat sich jemand gefragt, ob diese Vielfalt an Waren nicht dort am Besten aufgeboben wäre, wo Menschen hungern? Statt bei uns, der großen, großen Wegwerfgesellschaft?

Ist dieses kollektive „mehr mehr mehr“-Mantra eventuell verwerflich? Hat sich schon jemand gefragt, ob wir uns nicht auf etwas Demut besinnen sollten? Unsere Konsumideale vielleicht überdenken sollten?

Offensichtlich nicht.

Zweitens: Muss ich andere Kulturen aufgrund meines Konsums mögen? Nein, muss ich nicht. Ich kann auch Pizza essen und Italiener hassen, denn nur weil ich ausländische Waren konsumiere, muss ich den Hersteller nicht vergöttern.

Aber zum Kern: Eigentlich wissen wir ja alle, worum es bei dieser Aktion im tieferen Sinne geht: Deutschland und Europa müssen mit einer Vielfalt an Kulturen gesegnet werden, inklusive multikultureller Gesellschaft und dauerhafter, starker Einwanderung. Die Idee einer bunten Edeka-Theke wird auf eine moderne Industrie-Gesellschaft übertragen. Alles andere wäre Rassismus.

Das Leben kann so einfach sein.

Doch Obacht: Hat den Japanern, Chinesen, Isländern, den Ungarn oder manchen arabischen Staaten noch niemand gesagt, dass sie ziemlich rückständig sind? (Gut, den Ungarn wohl schon. Thanks EU.)

Schauen wir Japan einmal an: Ein massiver Import von Rohstoffen treibt dort die Industrie an, trotzdem ist Japan keine multikulturelle Gesellschaft. Sind Japaner jetzt weniger glücklich oder gar böse Rassisten?

Oder gibt es Statistiken bzw. eine handfeste Empirie, die anhand ausgewählter Kriterien beweisen, dass eine multikulturelle Gesellschaft allen anderen automatisch überlegen ist? Und warum brauchen die Palestinenser dann eigentlich einen eigenen Staat? Grenzen sind ja out, habe ich gehört. Die stören bei der Erstellung von „Multikulti“ doch eigentlich nur.

Oder hat jemand beispielsweise die Völker Europas befragt, ob sie alsbald die „totale Vielfalt“ im Lande haben wollen, weil Ihnen die unzähligen Völker und die Vielzahl der nationalen, regionalen und lokalen Kulturausprägungen langweilig und austauschbar erscheinen? Haben Sie Langeweile und Verzweiflung über ihre „unbereicherte Existenz“ geäußert?

Und wieder: Nein. Die hier propagierte Vielfalt ist nicht in Stein gemeißelt. Der Import fremder Produkte verpflichtet mich keinesfalls zu einer multikulturellen Gesellschaft, deren Ablehnung ja per se als rassistisch gebrandmarkt wird. Denn diese bringt auch großen Schattenseiten hervor, nämlich gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Konflikte. Und im Falle Europas im Kontext seiner Geburtenraten:

Das Verblassen der indigenen Kulturen.

Der Wanderer




In eigener Sache – Facebook ist wieder down

Liebe Leser,

 

Facebook und ich werden wohl keine Freunde – ich bin wieder gesperrt. Im Augenblick bin ich also nur hier zu erreichen.

Ein Freund hat mir auch eine schöne Geschichte zu Facebook erzählt, die ich bald veröffentlichen werde.

 

Seid gespannt!




Das Tabu Intelligenz und Integration – Ein Video zum Nachdenken

Heute möchte ich euch einen Beitrag des bloggers HYPERION vorstellen (auf facebook und youtube auffindbar). Ich denke, seine Videos sind sehenswert und gut aufgebaut. Eines widmet sich dem Thema Zuwanderung, und beschäftigt sich dort u.a. auch mit dem Zusamenhang zwischen Intelligenz und Integration und nimmt die global unterschiedlich verteilten Durchschnittswerte zu Hilfe.

Zur Ergänzung habe ich eine Karte von Lynn/Vanhanen eingefügt, die diesen Verteilungs-Kontext für den IQ visualisert.

Quelle ist hier.

Ohne Wissenschaftler zu sein, kann man sich die Frage stellen: Sind Zuwanderer mit einem im Schnitt geringeren IQ den Herausforderungen einer modernen Industriegesellschaft gewachsen? Ist es diesen Leuten gegenüber fair, Ihnen das Paradies zu versprechen und sie nach Deutschland zu holen, indem sie vielleicht scheitern werden? Ist es der deutschen Bevölkerung gegenüber fair, Einwanderer aufzunehmen, die eventuell zwangsläufig in die Sozialsysteme wandern müssen, weil sie keine Chance haben, die gesellschaftlichen Voraussetzungen zu erfüllen? Ist das Konstrukt des IQ, der in einem europäischen Kontext kreiert wurde, übertragbar z.B. auf Afrika oder muss man seine Aussagekraft relativieren?

Die Beantwortung solcher Fragen würde einen eigenen Artikel erfordern und kratzt an einem Tabu-Thema: Könnte es sein, dass Menschen eben nicht alle gleich sind und und alles lernen können? Bedeuten genetische Prädispositionen (wie in Thilo Sarazins „Deutschland schafft sich ab“ zitiert), eine für viele unüberwindbare Hürde für die Integration? Belügen wir uns selbst, wenn wir glauben, jeder könnte die Werte und Normen in Europa einfach erlernen?

Ein Video, welches zum Nachdenken anregt.