Home / Zeitgeschehen / Aus dem Alltag eines Lehrers – ein Erfahrungsbericht – Teil 2

Aus dem Alltag eines Lehrers – ein Erfahrungsbericht – Teil 2

Nach der Begrüßung in der Aula war es Zeit, in Einzelgesprächen den Schülern die freien Ausbildungsplätze vorzustellen. Der Autor hatte einiges an Zeit zur Verfügung, bevor die ersten Schüler zu ihm kamen. Die Namensliste an der Tür zeigte die angemeldeten Schüler. Von 7 Namen konnte einer als deutsch durchgehen. Hm.

Er ging in der Schule und in dem ihm zugewiesenen Raum aufmerksam umher. Überall in der Schule hingen viersprachige Schilder, u.a. mit zwei verschiedenen arabischen Schriften (das ist jedenfalls die Annahme des Autors, der kein Sprachexperte ist) und türkisch. Um die Sprachkenntnisse der Schüler, was die duetsch Sprache anging, schien es also zum Teil schlecht bestellt. Wie der Autor erfuhr gab es auch drei Asylantenklassen. Von daher waren die Schilder ggf. nachvollziehbar.

In seinem Klassenraum beobachtete der Autor die selbst erstellten Plakate an den Wänden. Eines zeigte die Klasse, die hier Unterricht hatte. Der Autor registrierte, dass in der besagten Klasse nicht ein Schüler (!) deutscher Nationalität vorhanden war. Dafür aber Türken, Kurden, Afghanen und Syrer. An den Wänden hing auch etwas, das wie ein Putzplan aussah. Von 18 Namen waren zwei deutsch. Dies alles bestätigte dem Autor das in Teil 1 beschriebene Bild und Gefühl.

Zudem waren an den Wänden Verhaltensregeln niedergeschrieben. Eine davon war: Wir sprechen nur Deutsch in der Schule. Interessanterweise an 5. Stelle, nicht an erster. Die anderen Regeln behandelten Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ordnung u. a. m. Ein anderes Plakat zeigte aufgemalte Regeln. Nicht Rauchen. In Ordnung. Keine Handys. Ja gut. Keine Pistolen und Messer. Oh.

Es ist nicht so, dass der Autor ein Feind von Regeln wäre. Im Gegenteil. Regeln ermöglichen ein gemeinsames und harmonisches Zusammenleben. Sie haben auch etwas mit Disziplin und Höflichkeit zu tun, etwas, was in der Wertestruktur des Schreibers weit oben steht. Eine Schule, die feste Regeln vorgibt, ist dem Autor lieber als eine ohne Regeln. Oder anders gesagt: Wenn jeder macht was er will, enden wir im Chaos.

In diesem Fall bedeutete dieses Ausarbeiten und Aushängen der Regeln aber etwas anderes. Nämlich, dass es nötig war und ist an dieser Schule.

Es war der Versuch, deutsche Regeln festzulegen für Schüler die (in der Definition des Autors) nicht mehr deutsch waren und sind. Eine Wertekonzept vorzugeben, um eine einheitliche Linie zu bekommen. Positiv, aber befremdlich. Von Deutschen aufgestellte Regeln, die für großteils Nichtdeutsche gelten sollten.

Die Regeln zeigten aber eines deutlich: Wenn es sie gab, dann deshalb, weil sie nötig waren oder man dies zumindestens glaubte. Oder anders gesagt: Offensichtlich war es nicht normal für die Schüler, sich dem für sie oder den Eltern offenen Gastland anzupassen und deutsch zu sprechen. Zudem schien es irgendwann mit dem Rauchen überhand genommen zu haben. Zur Erinnerung: Wir reden hier immer noch von der Klassenstufe 9 (das stand jedenfalls auf einem Plakat im Raum). Und es war offensichtlich zu irgendeinem Zeitpunkt vorgekommen, dass zu viele Waffen aller Art mit zur Schule zu gebracht wurden! Waffen in Schülerhand! Oder dass man dies befürchtete.

Was soll man dazu sagen, wenn eigentlich völlig natürliche Verhaltensnormen offensichtlich eingefordert werden müssen? Wenn die den Schülern eigene Verhaltenskultur sich deutlich von dem unterscheidet, was der Autor noch aus seiner Schulzeit kennt? Die Frage ist auch, ob diese Regeln befolgt und vor allem verinnerlicht werden. Werden solche Regeln den Schülern nur übergestülpt und als lästige deutsche Normen angesehen, so verfallen sie schnell, spätestens nach der Schulzeit.

Im Kombination mit dem, was der Autor später an Zeugnisnoten sah (Tendenz dominant zu Note 3-4), ergab sich für ihn ein düsteres Bild einer zu mindestens zum Teil disziplinlosen und wenig kompetenten Masse an Abgängern ohne gute Sprachkompetenzen. Von den Schülern, die eventuell die westliche Gesellschaft als minderwertig ansehen und ablehnen, ganz zu schweigen.

Gegen eine kulturelle Bereicherung durch Ausländer ist nach Ansicht des Autors nichts einzuwenden, ein solcher Austausch wirkt oft sehr positiv. Das Bild was sich hier aber bietet, ist das eines großen Bevölkerungsaustausches. Und die, die nachrücken, werden oftmals wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt finden oder unsere Rente zahlen, weil Verhalten und Kompetenz zu wünschen übrig lassen. Und vielleicht immer kulturfremd bleiben. Und irgendwann ist diese Masse dann so groß, dass sie ganz demokratisch der ursprünglich angestammten Bevölkerung sagen kann, wo es langgeht. Wer das nicht verstanden hat, der schläft immer noch vor sich hin.

Natürlich räumt der Autor ein, dass diese Schule ein besonders schreckliches Beispiel sein kann. Allerdings existieren genug andere Berichte über Schulen, wo sich ein ähnliches Bild bietet (z.B. in Berlin). Und entsprechend der Geburtenraten wird dieses Bild nicht besser werden, sofern man nicht unterstellt, es würde im Bildungswesen einen riesigen Sprung nach vorne geben. Und auch dann bliebe es dabei: Es findet ein Austausch der Bevölkerung statt und damit ein Verschwinden einer ganzen Kultur.

Etwas, was den Autor zutiefst betrübt.

Check Also

Der Fall Maaßen / Einige Worte zum blog / Die endgültige Migration

Liebe Leser, zur Zeit bereite ich meinen Weg in die Welt der Videos vor, daher …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen