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Einmal Totschlag und dann ab nach Hause (04.09.2017)

Heute las ich hier einen Artikel, der mich wieder einmal schockiert hat. Obwohl ich zugeben muss: Solcherlei Entscheidungen gab es leider schon mehrfach. In Kürze: Eine Gruppe Jugendlicher hat auf einen Mann eingeprügelt, dieser verstarb daraufhin.

Folgen wir der Darstellung des Focus: „Thomas K. war mit zwei weiteren Männern in der Hauptstraße unterwegs. Wie EXPRESS erfuhr, soll das Trio und somit auch das spätere Opfer nicht unerheblich angetrunken gewesen sein. Als die Männer auf eine sechsköpfige Gruppe Jugendlicher trafen, kam es zu einem verbalen Streit. Beide Seiten beleidigten sich laut Zeugen gegenseitig, bis es zu Handgreiflichkeiten kam…“.

Weiter lesen wir: „Durch den einen Faustschlag fiel Thomas K. zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Diese Kopfverletzung führte laut Obduktionsergebnis zum Tode. Deshalb wird nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge und nicht wegen Todschlags gegen den mutmaßlichen Täter ermittelt“.

Dieser Bericht strotzt vor Absonderlichkeiten. Zum einen geht es wieder um ominöse Jugendliche in Mehrzahl ohne genauere Täter-Beschreibung oder Namen – ganz anders als beim Opfer, welches als betrunken beschrieben und mit vollem Namen erwähnt wird. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der angetrunkene Zustand dem Opfer Schuld zuweisen soll – doch das ist nur meine Interpretation. Und sonst ist Betrunken sein ja meist eher strafmildernd…

Dann lesen wir von Handgreiflichkeiten – eine völlige Verharmlosung der Situation, da ein Mensch durch Gewalt getötet wurde. Hier geht es nicht um eine kleine Kabbelei. Wer hier angefangen hat, geht aus dem Artikel auch nicht hervor. Und interessant: Nicht der Schläger hat getötet, sondern die Kopfverletzung bzw. der böse Boden. Kein Totschlag (das schreibt sich übrigens mit t und nicht mit d, lieber Focus), sondern nur Körperverletzung mit Todesfolge, sagt uns der Staatsanwalt.

Warum? Weil die Kopfverletzung bzw. der Fall auf den Asphalt zum Tode führten. Heißt das, um zum Totschlag zu kommen, muss ich jemanden so zusammenschlagen, dass er tot ist, bevor er aufschlägt? Gut, ich gebe zu, ich überspitze etwas.

Schauen wir uns das Gesetz an: Totschlag benötigt Vorsatz, der definiert ist als Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung im Bewusstsein der Rechtswidrigkeit. Gut, ich als Laie würde ja sagen dass es jedem klar sein müsste, dass man andere Menschen wegen Nichtigkeiten, insbesondere wenn sie betrunken und nicht ganz klar im Kopf und in der Unterzahl sind, nicht so verprügele, dass sie mit Wucht auf die Straße aufschlagen. Und dass wen ich jemanden gezielt und hart ins Gesicht schlage, da schon ein „Wollen“ dahintersteckt. Aber ich höre schon die Argumentation: Aber eigentlich wollte er ihn ja nicht umbringen. Sorry, war ein Unfall, kann ja mal passieren, gell?

Könnte man nicht einmal in Betracht ziehen, dass das billige in Kaufnehmen eines schweren körperlichen Schadens (verdammt nochmal, man schlägt anderen Leuten nicht mit der Faust ins Gesicht, das ist nun mal ein zivilisatorischer Grundsatz unserer Gesellschaft!), also gewissermaßen so etwas wie eine schwere Fahrlässigkeit, zum Tode führte? Mit anderen Worten, dass es dem Täter offensichtlich völlig egal war, was mit dem Opfer passierte?

Das er in blindwütiger Zerstörungswut den Tod des Anderen in Kauf nahm? Wiegt das nicht genauso schwer, wenn mir das Leben des anderen völlig gleichgültig ist? Obwohl er (mit sechs Personen gegen drei Betrunkene) in der Überzahl war und eine Deeskalation oder Flucht auch eine Option gewesen wäre? Wir reden hier nicht von einer Notwehrsituation, sondern von Beleidigungen, da prügelt man nicht zu sechst auf anderen herum! Betrunkene reden Dinge daher, die sie sonst nicht sagen, das ist bekannt, und daher sollte man solcherlei Gerede nicht zu Ernst nehmen! Was für eine Affinität zu Gewalt hatten denn bitte diese „Jugendlichen“?

 

Oder sollten wir vielleicht auch etwas nach den Fakten gehen? Der Mann ist tot, und er ist nicht durch einen ominösen Boden, sondern durch die Gewalt eines anderen gestorben. Wie verroht kann man mit 18 eigentlich sein? Sollte das Töten eines anderen nicht schwer betraft werden?

 

Statt dessen: „Nach seiner Vernehmung bei der Kripo durfte der 18-jährige Kölner wieder nach Hause. Laut Bremer lägen rechtlich gesehen keine Haftgründe, wie Fluchtgefahr oder eine besondere Schwere der Tat, vor.

Die Ermittlungen laufen weiter. Noch haben die Beamten nicht alle Namen der Jugendlichen zusammengetragen und somit noch nicht mit allen Beteiligten und Zeugen gesprochen.“

Keine Haftgründe? Wie soll ich mir das vorstellen? Der Typ hat jemanden umgebracht! Wer sagt mir nicht, dass er das am nächsten Wochenende wieder tut? Was ist denn mit dem Gedanken, es wäre klug, präventiv die Bevölkerung vor einem solchen Subjekt zu schützen, bis der Fall aufgeklärt ist? Oder dass es eine erzieherische Maßnahme wäre, dem Täter zu zeigen, dass er etwas Falsches getan hat? Und es komme mir niemand mit dem Alter! Als ich 18 war, habe ich andere Leute nicht verprügelt! Und die anderen in meiner Schule auch nicht! Das ist nun mal kein Kavaliersdelikt!

 

Und es besteht keine Fluchtgefahr? Wieso das denn wohl nicht? Es muss mir als Täter doch klar sein, das mich eine schwere Strafe ereilen könnte (oder ist hier jedem inzwischen klar, dass wir in einem Luschenstaat leben?), wenn ich jemanden zu Tode geprügelt habe. Da wäre es doch eine denkbare Option, mich abzusetzen!

 

Für mich setzt der Satz auf, eine besondere Schwere der Tat liege nicht vor, Dem Ganzen die Krone auf. Was muss ich tun, um eine besondere Schwere der Tat zu erreichen? Jemanden Vier teilen? Massenmord? Dreimal Erschießen?

 

Die letzte Frage, die offen bleibt, ist: Warum kennt man den Namen des Opfers, aber nicht den Namen des Täters, der sich ja freiwillig gemeldet hat oder die seiner Kumpane?

 

Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Check Also

Gedanken zur Wehrpflicht

Vor kurzem sah ich das Video von Hyperion zum Thema Wehrpflicht. Beim Lesen der Kommentare …

5 comments

  1. Eine von den Grünen hat es kürzlich so erklärt: Wenn die Mörder, Totschläger und Terroristen nicht in Deutschland wären, würden sie woanders Menschen ermorden, totschlagen oder terrorisieren. Warum das besser sein soll, konnte ihr angeblich noch niemand erklären. Diese grüne Frau ist gewählte Volkszertreterin in einem deutschen Parlament. Und die Deutschen wählen diese roten und grünen Volksverräter immer wieder.

  2. Dass ist erst der Anfang..Migranten gewalt wird zum Alltag und werden vom Staat noch geschützt.Meine prognose,Faustrecht hält einzug.Und wer im Faustkampf nicht geschult ist,greift zur Waffe,auch zur Schusswaffe,ganz dem Motto..Gott erschuf den Menschen und Sam Colt machte sie gleich.Schöne aussichten in einem Land,wo wir gerne Leben.

  3. Es waren Passerlaken , wer sonst !!! Wenn es ein Deutscher gewesen wäre hätten die Medien es schon in der Luft zerissen ! So nach dem Motto: „Bild sprach zuerst mit dem Toten“ !!!

  4. Es ging um einen Zigarettenstreit.
    Thomas K. wollte (oder konnte) auf Anfrage keine Zigarette geben.
    Der 18jährige Täter soll Türke/Deutschtürke sein.

    ? Warum man deshalb auf einen 40jährigen Familienvater einprügeln muss? – wir werden es nie verstehen – nur die Machos und Paschas aus solch patriarchalischen Kulturen, wie sie bei arabischen, türkischen muslimischen Familien & Clans gängig sind, werden es verstehen.
    Für sie ist deshalb „Deeskalation oder Flucht“ auch KEINE Option. Das wäre für sie nur SCHWÄCHE.
    Das Recht des Stärkeren zählt – auch mit Gewalt, gerne in Überzahl, da wird auch auf Wehrlose eingeschlagen, kopfgetreten, gemessert, usw.
    (Migrantenkriminalität ist trotz aller Vertuschung & Beschönigung nun mal 3 bis 4 Mal höher. Überall in Europa: Die Schweizer Gefängnisse beherbergen zu 75 % Ausländer! Ähnlich Österreich. Anteil Migranten an Bevölkerung ist aber nur 6 bis 8%.)
    Alles sattsam bekannt. Ähnliche Zahlen dürften auch für DE gelten…
    Und Merkel und Göring-Eckhardt finden es toll —> diese Art der „“Bereicherung““.
    Das ist das, was Sie und ich brauchen. Gell 😉

    PS.: Ja. Sie haben recht.
    Mit „..das Opfer war angetrunken…“ soll dem getöteten Opfer noch Schuld in die Schuhe geschoben werden.
    Angetrunkenheit auf TÄTERseite führt in Deutschland zu STRAFMILDERUNG.

  5. Sehe ich auch so, wie es im artikel geschrieben steht !

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