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Religionskritik verboten

 

Grundpfeiler der europäischen Gesellschaften

Einige der wichtigen Errungenschaften der europäischen Gesellschaften sind sicherlich die freie Rede und die Religionsfreiheit. Erstere garantiert mir das Recht, alles zu sagen, was nicht strafbar ist, zweitere garantiert mir die freie Wahl der Religion oder Nichtreligion.

Beide garantieren mir, Kritik an Dingen zu äußern, die meiner Meinung nach nicht vertretbar sind. Selbst dann, wenn ich vielleicht objektiv Unrecht habe.Diese Freiheit der Kritik garantiert die lebende Demokratie. Ohne Kritik entsteht keine Kurskorrektur bei Fehlern. Kritik verursacht „Reibung“, also den Wettbewerb der Meinungen, der zu gesellschaftlicher Innovation führt.

Ohne die freie Rede und freie Kritik stirbt die Demokratie und entwickelt sich nicht weiter.

 

Kernelement ist Konflikt

Kernelement ist dabei der Wettbewerb der Meinungen, oder anders ausgedrückt: Ich muss gerade dann etwas sagen dürfen, wenn es anderen nicht gefällt. Wem meine Meinung nicht gefällt, ist frei, wegzuhören oder mit mir zu diskutieren, nicht aber, mir meine Freiheit zu nehmen. Persönliche Befindlichkeiten spielen hier keine Rolle. Der Satz „sowas darf man doch nicht sagen“ zeigt einen Mangel an Verständnis für diese elementaren Dinge.

Dies gilt besonders für Religionskritik. Ja, ich darf jede verdammte Religion bis in ihre Grundfesten kritisieren, ja, ich darf sogar hassen! Haß ist eine menschliche Emotion, man kann verschiedene ethische Ansichten darüber haben, aber dieses Gefühl gehört zu uns genau wie das Gefühl der Liebe. Es ist dem Menschen inhärent.

Aus diesem Grund ist es Unsinn, wenn Politiker vor Menschen warnen, die Hass im Herzen tragen. Ja, das mag nicht schön sein, aber es ist menschlich. Es kann wohl auch nicht sein, dass die eine Emotion verboten, die andere erlaubt sei. Nichtsdestotrotz wird gern der Joker des „ich fühle mich verletzt“ gezogen, wenn man Religion kritisiert. Seltsam, nicht wahr?

 

Warum schreibe ich das?

Weil diese Errungenschaften der freien Kritik immer mehr beschnitten werden. Jüngst geschah dies im vorliegenden Fall in für mich schicksalhafter Weise:

 

Die Meinungs-Tat

2009 hatte Elisabeth Sabaditsch-Wolff zwei Seminare zum Thema „Grundlagen des Islam“ gehalten. Darin kritisierte sie auch die Ehe zwischen Mohammed und seiner Frau Aisha, mit der er als alter Mann „die Ehe vollzog“, als sie selbst erst 9 Jahre alt war, also ein Kind. Konkret warf sie dem Propheten Pädophilie vor.

In der Folge wurde Sabaditsch-Wolff wegen „Herabwürdigung einer Religion“ verurteilt. Der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat nun entschieden: Der Prophet Mohammed darf nicht pädophil genannt werden. Die Verurteilung der österreichischen Islamkritikerin Elisabeth Sabaditsch-Wolff wegen „Herabwürdigung einer Religion“ sei somit rechtens, sie habe mit ihrem Angriff auf den Islam den religiösen Frieden in Österreich bedroht.

Besonders pikant ist die Aussage, sie hätte hinsichtlich der strittigen Aussagen die Grenzen einer objektiven Debatte überschritten, ihre Äußerungen wurden als beleidigender Angriff auf den Propheten des Islam einordnet.

„Solche Angriffe seien demnach imstande, Vorurteile zu schüren und den religiösen Frieden in Österreich zu bedrohen, begründete der EGMR.“ Und weiter: „Nach Meinung des Gerichts sei die Diffamierung Mohammeds der primäre Zweck eines Seminars gewesen und nicht der, Faktenwissen über den Islam bereitzustellen…“.

 

Dieses Urteil bedeutet den Tod der Demokratie

Zum ersten, weil eine Tatsache, nämlich Sex mit minderjährigen Kindern, nicht als das bezeichnet werden darf, was es ist. Die Wahrheit darf nicht ausgesprochen werden.

 

Zum zweiten, weil die Motivation der Verurteilten als Begründung für die Strafbarkeit der Aussagen, obwohl sie wahr sind, herangezogen wurde.

Um es klar zu sagen: Es ist völlig irrelevant, warum sie diese Meinung geäußert hat oder welches Ziel sie damit verfolgt. Es ist völlig unbedeutend, wer diese Person ist, ob sie links oder rechts oder libertär oder was auch immer ist. Es ist auch egal, was ich dazu sagen würde. Sie darf Kritik äußern, es ist ihr Grundrecht! Wenn es ihr Ziel war, mit Fakten einen Religionsgründer bloßzustellen, so ist das essentiell richtig! Die Mitglieder dieser Religion dürfen gern Gegenargumente liefern, aber eben nicht verlangen, dass diese Fundamentalkritik verhindert wird.

Es spielt keine Rolle, ob ein Moslem dies als schlecht empfindet, weil der Prophet seiner Ansicht nach beleidigt wurde. Das muss der Gläubige in der Demokratie vertragen können! Wenn er der Meinung ist, dies wäre ein Vorurteil, so kann er gern eine eigene Rede halten, um die angeblich mangelnde Objektivität herbeizuführen.

Mit der gleichen Begründung könnte mir schließlich ein Nazi verbieten, den Führer zu kritisieren, weil er sich in seinen nationalen Gefühlen verletzt fühlt. Eine solche Argumentation ist völliger Unsinn. Mit dieser Argumentation würde die katholische Kirche noch heute die Menschen beherrschen.

Und das nennt sich Meinungsfreiheit, und ich liebe es!

 

Zum dritten bedeutet dies den Kniefall vor einer Religion. Kritik ist nicht erlaubt, weil sie religiöse Gefühle verletzten könnte und den Frieden stört oder auch nur stören könnte. In der Folge muss ich mich als Glaubensgemeinschaft nur lobbiistisch aufstellen, ein bißchen weinen und trommeln, und schon heißt es „Schachmatt“ für die freie Rede, weil die „Religionsfreiheit“ sie auf dem Spielbrett schlägt. So funktioniert das übrigens auch mit Tierschutz.

Es wird wunderbar einfach für eine Religion(-sgemeinschaft), den Menschen nach ihrem gustongesellschaftliche Spielregeln aufzuerlegen und die Grundrechte einzuschränken. Dies darf diese aber nicht, genau so wenig darf es ein ZdM oder ein ZdJ. Sie sind alle schlichtweg nicht demokratisch legitimiert!

Sie nehmen sich zudem das Recht heraus, für die Muslime oder die Juden zu sprechen, obwohl sie auch von diesen Religionsmitgliedern niemals dazu ermächtigt oder beauftragt wurden. Niemand hat sie je gewählt! Mit einer solchen Entscheidung öffne ich solchen nicht legitimierten Lobbygruppen Tür und Tor.

 

Es ist mein verdammtes Recht, jede Religion herabzuwürdigen, wie es mir passt und diese abzulehnen. Es ist mein Recht, jede Religion und jeden religiösen Führer abzulehnen. Es ist mein Recht, religiöse Führer zu kritisieren, weil wir sonst per Majestätsbeleidigung im Kadavergehorsam enden.

Zudem fragt mich niemand, wie ich mich fühle. Mit einer Religion im Land, die ein Vorbild hervorgebracht hat, welches Sex mit Kindern hatte und ein Kriegsherr und Massenmörder war.

 

Ja, ich darf das sagen, liebes Gericht. Und das, liebe Richter, nennt sich übrigens auch Religionsfreiheit.

Der link zum Artikel findet sich hier

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