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Projektstart: Volkes Seele – bewahrt die Lyrik

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Liebe Leser,

in meinem blog und auch auf youtube und instagram stelle ich mich bewußt breit auf – ich will ganzheitlich arbeiten, nicht nur im politischen Raum. Aus diesem Grund starte ich heute ein neues offenes Projekt:

 

Volkes Seele – bewahrt die Lyrik

 

Ziel ist es hier, deutschsprachige Gedichte, Texte und Volkslieder zu bewahren und zu leben.

 

Was bedeutet „bewahren“?

Nun, zum einen die Worte untereinander zu tauschen und zu speichern. Speichern möchte ich dezentral, denn wenn Wissen zentral gespeichert wird, kann es leicht verloren gehen – denken wir an die Bibliothek von Alexandria. Dezentral speichern bedeutet es auch, diese Dinge überall im Land, wo Interesse besteht, weitergeben zu können. Und zudem lokale Kulturschaffende (z.B. Hermann Löns in der Heide, Theodor Storm an der Küste aber eben auch viele kleinere weniger bekannte Dichter vor Ort), die ggf. überregional nicht bekannt sind, nicht dem Vergessen anheimfallen zu lassen.

Ich selbst suche gerade den Namen eines Dichters aus meinem Kindheitsort – und eine google-Suche erbringt nichts! Irgendwo habe ich ein Buch aus meinem Heimatort, ich werde also bei meiner Suche Erfolg haben, aber dennoch: Trotz unserer Technologie gehen diese Dinge also wahrscheinlich einfach verloren, wenn niemand sich darum kümmert! Sie verschwinden einfach – traurig. Ein Verlust an Kultur.

Und das, während uns ständig erzählt wird, wie sehr wir kulturell bereichert werden, wie schön es ist bunt zu sein. So als hätten wir selbst nichts vorzuweisen, als wären wir vorher arm gewesen. Und dann lese ich einen Filmtitel namens „Fuck you Goethe“. Unabhängig davon worum es im Film geht, den ich nicht kenne: Die Diskrepanz könnte für mich nicht größer sein.

 

Was bedeutet „leben“?

Dies bringt mich auch zum Punkt „leben“. Ziel ist es, auf lokaler Ebene Menschen zusammen zu bringen, die sich gegenseitig in privater oder öffentlicher Runde Gedichte und Texte vorlesen. Oder Volkslieder wieder spielen und gern auch neu interpretieren. Aber auch neue Texte aus dem deutschsprachigen Raum einbringen, niemand verlangt dass die Inhalte verstaubt und hundert Jahre alt sein müssen! Ziel kann auch sein, selbst Neues zu schaffen, Altes weiterzuentwickeln. Kultur bedeutet auch, nicht stehen zu bleiben. Vergangenheit und Zukunft zu verbinden.

Freude soll die Triebkraft sein! Ich stelle mir ein Bild vor, wie ich im Sessel am Kamin sitze und einer lesenden Stimme lausche und danach mit anderen in der Runde über das Gehörte spreche, es interpretiere, mich austausche. Oder wie ich mit anderen Musikern am Lagerfeuer altes Liedgut spiele und singe. Lebendigkeit ist der Faktor – Latein ist auch bewahrt worden, aber wird es gelebt? Andere mögen andere Bilder im Kopf haben, aber wir sind ja frei, es so zu organisieren, wie es uns gefällt.

 

Langfristige Ziele

Finden sich Interessierte, so kann man sie z.B. über Telegram oder Email vernetzen zu lokalen (z.B. Hauskreisen) oder regionalen (z.B. bundeslandbezogen) Gruppen. Langfristig wäre es auch denkbar, öffentlich die Ergebnisse der Arbeit in Lesungen zu präsentieren oder mit Musikern Auftritte in privater oder öffentlicher Runde zu geben. In jedem Irish Pub gibt es live-Musik. Warum nicht bei uns? Außerdem können sich regionale Gruppen austauschen – schreibt der Bayer andere Gedichte als der Niedersachse?

 

Aber warum denn die x-te Gruppe? Gibt es nicht schon Dichterzirkel? Ist das nicht alles schonmal gemacht worden?

Meiner Ansicht nach sind viele Literaten eher linksorientiert – die Literaturauswahl, so denke ich, wird politisch eingefärbt und allein das Wort „Volksdichtung“ oftmals zu einer Gänsehaut führen. Meiner Ansicht nach ist Literatur oft auch die Spielwiese einer höheren, manchmal vielleicht auch abgehobenen Bildungsklasse.

Ich möchte aber den normalen Menschen auf der Straße mitnehmen und ihm unsere Kultur wieder zugänglich machen. Dieses Projekt möchte ich natürlich auch bewußt für die Aufgewachten betreiben, die sich Ihrer Verantwortung und Leistung für das große Ganze gewahr sind. Somit sehe ich das Projekt eher als grass-root-Bewegung. Lyrik als Alltagsgut des normalen Menschen.

 

Wer Interesse hat, melde sich doch einfach mit einer kurzen email (Interessensgebiete, Bundesland, eigene Ziele) bei mir unter der-einsame-wanderer@gmx.de

Bitte tragt euch auch in meinen newsletter des blogs ein!

 

Danke!

 

Wo ich erreichbar bin:

Mein Profil auf 1984 (Einsamer Wanderer):

https://19vierundachtzig.com/netzwerk/mitglieder/einsamerwanderer/

 

Instagram (einsamerwanderer2019): https://www.instagram.com/einsamerwanderer2019/?hl=de

 

Youtube (Einsamer Wanderer): https://www.youtube.com/channel/UCSW0BNemazkcvAAKSmAFh-Q?view_as=subscriber

 

Bitchute (Einsamer Wanderer): https://www.bitchute.com/channel/h5BQCMigZftw/

 

Mögliche Option für die Zukunft: Die Plattform Frei hoch 3

https://www.frei3.de/

 

 

 

 

 

 

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Riesen-Zoff um AfD-Kooperationen – Kommentar zur Bildzeitung vom 06.11.2019

  Heute las ich in der Bildzeitung den Artikel Riesen-Zoff um AfD-Kooperationen  „Irre!“ CDU-General rüffelt …

15 comments

  1. PS 2: Die Schrift der Kommentarfunktion ist grauslich. Gibts eine für Lyrik angemessenere Möglichkeit?

    PS 3: Sachma. gibts auch ne Benachrichtigungsfunktion, dass man emailiert informiert wird, wenn jemand antwortet. Das grad eben war nämlich eher ein Zufallstreffer…

    LG. O.

  2. Hallo Einsamer,

    Onofrio del Grillo grüßt vorbei; wobei das eine literarisch/cineastische Figur ist. Ein wichtiges Projekt, insofern trägst du den Sagennamen des Wolfes nicht zu unrecht. Vielleicht nennst du dies Projekt noch IseGRIMMS VERSE – nach den berühmten MÄRCHEN – und Sagensammlern, die damit wie mit ihrem Wörterbuch der deutschen Sprache zu einem Glanzpunkt verhalfen. Tja. Lyrik. Da kann ich nicht viel beibringen (wiewohl ich Gebrauchsdichter bin).

    Bleibe, Wolf, treu deiner Spur.
    Achtsam
    Nicht blicke rechts oder links.
    Sieh ohne Schauen,
    Weis ohne weilen.
    Rüste dich redlich,
    Ein dich zu reihen.
    Sei auf der Hut.

    Diese Nachricht muss auch nicht veröffentlicht werden.
    LG.

    • In der drittletzten Zeile kein Komma, in der vorletzten Komma statt Punkt. Letzte Zeile lautet:
      Schlage, wenn es die Zeit.

    • Danke! Das war sehr schön diese Zeilen zu lesen. Soll ich es nicht freigeben?

      • Entschuldigung. Das war eigentlich die Ergänzung zum Gedichtl und nicht auf nen Blogeintrag bezogen. Es geht also:

        Bleibe, Wolf, treu deiner Spur.
        Achtsam
        Nicht blicke rechts oder links.
        Sieh ohne Schauen,
        Weis ohne weilen.
        Rüste dich redlich
        Ein dich zu reihen,
        Sei auf der Hut;
        Schlage, wenn es die Zeit.

        Verfahre mit dem geh-Dichtl, wie du magst, es gehört dir. 🙂

        Dafür habe ich heute ein großartiges Chanson gehört, welches die Aufbauleistung der Nachkriegszeit beleuchtet, sehr positivistisch ist, hochaktuell uns gemahnend und von der wohl größten Diseuse deutscher Sprache gesungen wird. Hier der Text:

        Wo einmal nichts war

        Charly Niessen / Charly Niessen

        Wo einmal nichts war

        da wuchsen Bäume

        die wuchsen in den Himmel hinein

        Wo heute Häuser

        und Gärten stehen

        war nichts als Wüste und kalter Stein

        Wo einmal nichts war

        entstand ein Leben

        da waren Menschen von Gott gemacht

        Wo einmal Licht war

        gab’s auch ein Dunkel

        was haben Menschen daraus gemacht

        Wo einmal nichts war

        war plötzlich alles

        wovon der Mensch hat solang geträumt

        Und als das Große

        auf ihn so zukam

        hat er das Kleine dabei versäumt

        Wo einmal nichts war

        da fiel ein Regen

        der war kein Segen für diese Welt

        Der hat das Leben

        für die, die’s kriegten

        und die, die siegten, sehr umgestellt

        Wo wieder nichts war

        aus Rauch und Flammen

        haben wir zusammen soviel geschafft

        Was einmal unten

        das war jetzt oben

        man hat verschoben nicht nur die Kraft

        Wo wieder nichts war

        steh’n heut Fabriken

        das Wunder Ehrgeiz hat sie gebaut

        Doch die sie bauten

        die sich was trauten

        haben dieses Wunder noch nicht verdaut

        Wir feiern Feste

        haben satt zu essen

        und längst vergessen den Feuerschein

        Wo einmal nichts war

        kann, wenn wir stumm sind

        und auch noch dumm sind, mal nichts mehr sein.

        UND HIER DIE MUSIK:
        https://www.youtube.com/watch?v=uhgXTnqz_eI

  3. Ich habe ein sehr altes Öued gefunden. Der Inhalt erinnert mich an die RgVeda aus Indien.
    Aber das Lied kommt aus Europa.

    So was darf nicht vergessen werden.
    https://m.youtube.com/watch?v=dppCZDU7Zjg

  4. Sehr gut. Ich werde das so gut ich kann unterstützen. Ich würde gerne das älteste Lied in altdeutscher Sprache kennen.

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