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Aus dem Alltag eines Lehrers – ein Erfahrungsbericht – Teil 1

Der Autor dieses Artikels arbeitet bereits seit vielen Jahren in der Bildungsbranche und besuchte vor kurzem eine Realschule einer kleinen Stadt, um im Rahmen einer Berufsorientierungsmaßnahme die Ausbildungsmöglichkeiten seines Betiebs den anwesenden Schülern näher zu bringen.

Die Erfahrungen und Erlebnisse dieses Abends werden im Folgenden aus der ganz persönlichen Sicht des Autors dargestellt – es ist dem Schreiber ein Anliegen, den Unbedarften unter uns, die nicht die Möglichkeiten haben solche Dinge live und vor Ort zu sehen, einen Einblick in eine andere Welt zu geben. Ein jeder möge sich seine eigene Meinung bilden und den Text aufmerksam und kritisch verfolgen.

Der besagte Lehrkörper begab sich nun abends zu erwähnter Schule in der Annahme, es würde sich speziell um einen Abend für Jugendliche mit Migrationshintergrund handeln, welche dadurch besonders gefördert werden sollten. Schon nach kurzer Zeit wunderte er sich über die sehr sehr große Zahl türkisch- und arabischstämmiger Jugendlicher, die durch die Gänge der Schule liefen. Er sagte sich indes, dass dies wahrscheinlich darin begründet war, dass es ja laut Ankündigung ein Abend eben für diese Zielgruppe war – dennoch fragte er sich, was wohl die deutschen Jugendlichen machten, die diese Förderung nicht bekamen….

Der Abend begann mit einer Versammlung in der Aula, auf der ausgewählte Abgänger der Schule über Ihren Berufsweg erzählen sollten. Interessanterweise waren die vier Erzähler alle mit Migrationshintergrund gesegnet, was in diesem Fall ganz klar keine Italiener, Schweden oder sonst etwas meinte, sondern die bereits eingangs erwähnte ethnische Gruppe. Bei der Hälfte der Exschüler handelte es sich ganz klar um keine „allzugroßen Leuchten“, wie man an der mäßigen Sprachfähigkeit und der recht, sagen wir einfachen Verhaltensstruktur, erkennen konnte.

Beispielsweise würde der Autor seinen Beruf nicht vor 500 Leuten und zusätzlich Lehrern mit „ganz chillig, kann man gut was nebenbei machen“ (d.h. Schwarzarbeit war gemeint) anpreisen, aber egal. Zu Gute halten will der Autor dem einen Exschüler aus einem Handwerksbetrieb, dass er Fleiß zeigte und anpries, dass ein jeder mit nur einer Stunde mehr an Arbeit (ob es pro Tag oder pro Woche war, entging dem Autor) die Zeugnisse verbessern könne und dass man mit einem Viererzeugnis garnicht erst im Handwerk anzufangen bräuchte.

Zudem lobte er den Einsatz der Frauen, die sich besser als die Männer einbrachten und erzählte, dass Praktikanten meist nach 2 Tagen wieder gingen, weil es Ihnen zu viel war, mehrfach die Leiter zu benutzen. Er kritisierte diese Haltung sehr und sammelte im Hirn des Autoren insgesamt große Sympathiepunkte. Die anderen 2 Kandidatinnen waren sehr schüchtern und sprachen kaum, artikulierten sich aber klar und in sehr gutem Deutsch. Beide hatten Ausbildungen begonnen, die darauf schließen ließen, dass die beiden zu den besseren Abgängerinnen der Schule gehören mußten.

Der Schreiber dieses Artikels zählte während der Veranstaltung die Schüler und glaubte, etwa 250 zu erkennen, von denen etwa 15 nicht arabisch- oder türkischstämmig aussahen. Sehr überrascht war er, als er von einer Lehrerin erfuhr, dass hier 500 Schüler saßen, weil es eine strikte Anwesenheitspflicht gab, und dass diese Schüler den kompletten Jahrgang Klasse 9 darstellten und nicht etwa, wie erwartet, eine Auswahl an Schülern!

Der Autor rechnete kurz im Kopf und war etwas betroffen über den ermittelten prozentualen Anteil an Schülern, die wahrscheinlich nicht arbabischstämmisch-türkisch waren und beschloss, sich selbst eine Fehlerquote beim Zählen der Schüler vom Doppelten zuzugestehen. Eine kurze Schätzung der erneuten prozentualen Verhältnisse ließ ihn erschaudern und er erwog, pauschal auf (sicherlich hoch angesetzte) 50 Schüler „hochzugehen“. Die Erkenntnis, dass dann immer noch allerhöchstens 10% dieses Jahrganges deutsche Schüler wären, erzeugte einen sehr bitteren Beigeschmack. (Was sie nicht waren, weil in dieser Minderheit, wie der Autor selbst später in Gesprächen und Bewerbungsunterlagenchecks bemerkte, auch Russen, Polen etc. enthalten waren.)

Warum eigentlich war dies negativ? Dass Schüler im Schnitt vielleicht dominant mit Migrationshintergund, manchmal leicht flegel- oder tussihaften Verhalten und oft wenig erquicklichen Noten auftraten, konnte er noch hinnehmen (diese Erfahrungen machte der Autor natürlich erst später in seinen Beobachtungen und Gesprächen mit den Schülern und nicht zu diesem Zeitpunkt). Sie waren deshalb keine Menschen, die man weniger achten müßte oder ähnliches. Genaugenommen wären seine Gedanken nicht anders gewesen, wenn die Anzahl der Schüler vor ihm alle Abiturienten gewesen wären. Oder Hochschulabsolventen.

Nocheinmal: Dem Autor geht es hier nicht um die Verächtlichmachung oder Abwertung einer oder mehrerer Volksgruppen – vielmehr ist der Autor tendenziell der Meinung, dass eine jede Kultur erhaltens- und schützenswert ist und aus der Vielfalt der verschiedenen Kulturen der Reichtum der Welt besteht. Tendenziell deshalb, weil aggressive und extrem gewaltbereite Kulturen, die sich der Auslöschung anderer Kulturen verschreiben, sich schwer in das Denkschema des Autors einpassen lassen und eine Ausnahme bilden. Bevor jemand nun den moralischen Zeigefinger erheben möchte, um den Schreiber als islamophoben Rassisten darzustellen, dem sei gesagt: Der Schreiber weiß, diese Strukturen gab es auch in europäischen oder asiatischen Kulturen, um einige Beispiele zu nennen. Kultur wird hier als temporärer Entwicklungszustand verstanden, der sich langfristig verändern kann und nicht als dauerhaftes Datum.

Dem Schreiber dieser Zeilen besorgte es, sich als Minderheit im eigenen Land zu fühlen. Den Austausch dessen, was er als eigenes Volk und eigene Kultur und Sprache empfindet, in aller Deutlichkeit vor Augen zu haben. Und dann den worst case mit 20 oder 30 % germanophopen (wenn es diesen Begriff überhaupt gibt) Schülern anzunehmen und sich die eigene Tochter (zufälligerweise blond) an dieser Schule vorzustellen. Würde sie gemobbt werden? Würde sie den Begriff Deutschland oder deutsch noch verstehen? Würde Sie als Schlampe betitelt werden und körperliche Gewalt erdulden müssen? Bestenfalls natürlich.

Und selbst wenn alles gut liefe und alle nett und höflich wären – würde nicht dann trotzdem der Teil Europas, den man als Deutsch kannte, vergehen? Würde sie noch begreifen, dass es ihr Land wäre und die andern nur Gäste und – würde man ihr nicht wahrscheinlich genau das Gegenteil an der Schule erklären auf Lehrerseite? Es geht hier nicht um Minder- oder Höherwertigkeit, sondern um das Aussterben eines kulturellen und sprachlichen Teils, der in Europa hunderte von Jahren wurzelte. Und natürlich, dass eine Mehrheit in demokratischen Systemen immer über die Minderheit dominieren würde, auch wenn Sie aus – der Fachterminus wurde in der Veranstaltung von der Hauptrednerin so benutzt – neu Zugewanderten bestünde. Nichts bleibt für die Ewigkeit.

Das vielbelächelte und von Satitikern ins Lächerliche gezogene Aussterben hatte hier ein Gesicht. Es waren nicht die Menschen, die schockierten, sondern der offene Prozess eines gewollten Austausches der angestammten Bevölkerung. Und die Erkenntnis, dass eine Kultur mit ein wenig Eigenliebe und Selbstachtung, dies nicht zulassen würde. Und auch Politiker mit Herz nicht. Denn diese Schule war und ist kein Einzelfall. Sie ist bittere Realität und zwar Landesweit.

Sie ist für alle zu sehen, die sehen wollen und können und dennoch – soviele Menschen im Umkreis des Schreibers waren offensichtlich mit einer völlig anderen Wahrnehmung gesegnet als der Schreiber selbst, stritten diese Fakten ab oder begrüßten alles oder – verfielen bei dem leisesten Hauch dieses Themas in eine emotionale Abwehrhaltung, die eine Prüfüng der Inhalte nicht zuließ. Die völlige Verleugnung der für alle zu sehenden Tatsachen frustriert den Autor aktuell besonders. Die Erkenntnis, dass die Propganda mit Göbbels nicht verschwand und dass die Jahrzehntelange Beeinflussung der deutschen Bevölkerung zu einem pathogenen Verhalten geführt hat, ist für den Autor erschreckend. Das Wissen, dass man mit kaum jemanden über diese Empfindung reden könnte, ohne annehmen zu müssen, den Job zu verlieren, ebenso. Kundschafter haben einen scharfen Blick, sehen mehr – aber sind meist einsam.

 

Den zweiten Teil und die weiteren Erlebnisse dieses Abends lesen Sie in einiger Zeit hier.

Der Wanderer

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