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Realsatire live – das Wahlprogramm der CDU CSU 2017 Teil 1

Heute habe ich das aktuelle Parteiprogramm der CDU CSU „gescannt“. Es ist hier als download verfügbar.

Schon bei den ersten Sätzen hatte ich das Gefühl, eine Realsatire zu lesen. Fangen wir doch einmal mit den ersten Worten im Programm an:

„Deutschland ist ein liebens- und lebenswertes Land, in dem man gut wohnen, arbeiten und leben kann:

Der großen Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger ging es noch nie so gut wie heute.“

Puh, bin ich froh das zu lesen. Und ich dachte schon, wir hätten soetwas wie eine Staatskrise. Naja, wegen der Terroranschläge, steigender Vergewaltigungsraten, ganz normaler Alltagsgewalt (z.B. mit M16-Gewehren, Macheten, Edeka-Messern etc.), sowie der ganzen psychisch Kranken, die man jetzt immer diagnostiziert, wenn irgendetwas „Besonderes“ passiert. Das waren ganz schön viele in letzter Zeit dachte ich. Oder wegen des verstärkten Verkehrs auf Weihnachtsmärkten. Oder einer Kanzlerin, die das Grundgesetz bricht nach §16 a. Und einer Opposition, die deswegen keinen Mitrauensantrag auf den Weg bringt und das ganz dufte findet. Oder… Gut, reicht denke ich. Naja, man kann sich ja mal irren. Also alles in Butter.

Und ich hatte mir schon eingebildet, der Obdachlose, den ich heute unter der Brücke gesehen habe, hätte irgendwie ärmlich und unglücklich gewirkt. War der nicht vor 10 Jahren auch schon dort? Hm.

Ein paar Fragen habe ich mir dann jedenfalls doch gestellt: Warum hat man dem denn kein Haus gebaut oder ein Hotelzimmer bezahlt? Hatte er wlan unter der Brücke, oder konnte er mit den Öffis kostenlos zu einem Hotspot fahren? Und warum war seine Kleidung schmuddelig und abgetragen – man bekommt doch alles Lebensnotwendige gestellt in Deutschland – dachte ich jedenfalls, als ich an den zwei Flüchtlingsheimen letztens vorbeifuhr. Da waren kleine Gärten, Gardinen, Kinderspielzeuge, Grills, Sofas, Gartenmöbel und einiges mehr. Und eines der Kinder hatte ein Hoverboard. Ich dachte immer, soetwas wäre sehr teuer und nicht direkt überlebensnotwendig. Und ganz gut angezogen sahen die auch aus.

Entschuldigung. Mit solchen Aussagen spalte ich die Gesellschaft, und sicher war es rechtspopulistisch. Mindestens. Wahrscheinlich wird man mich elender Hetzer nennen, also höre ich auf für heute.

Obwohl. Komisch fand ich es schon.

Zum Teil 2 geht es hier

 

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