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Wege in den legalen Widerstand Teil 4

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„Daß ein Unglücksfall uns weniger schwer zu tragen fällt, wenn wir zum voraus ihn als möglich betrachtet und, wie man sagt, uns darauf gefaßt gemacht haben, mag hauptsächlich daher kommen, daß, wenn wir den Fall, ehe er eingetreten, als eine bloße Möglichkeit mit Ruhe überdenken, wir die Ausdehnung des Unglücks deutlich und nach allen Seiten übersehen und so es wenigstens als ein endliches und überschaubares erkennen.“ Arthur Schopenhauer

 

Die 3. Säule: Was, wenn der schlimmste Fall eintritt?

Im letzten Teil meines Artikels (Teil 1 bis 3 finden sich hierund hier und hier ) behandle ich den schlimmsten aller denkbaren Fälle: Eine Art Apokalypse in Form eines Bürgerkrieges. Oder einen Anschlag mit chemischen oder nuklearen Waffen. Oder einen bewaffneten Konflikt und die Ausrufung eines regionalen Kalifats.

Oder die Katastrophe in Form des Zusammenbruchs unseres Geld- und Sozialsystems, welchem Plünderungen und Anarchie folgen. Oder einer Kombination aus mehreren Faktoren. Nicht unerwähnt soll hier auch das Buch „Blackout“ bleiben. Auch auf survival scouts kann man hierzu nachlesen.

Sie glauben das nicht? Möglicherweise haben Sie Recht.

Andererseits: Als jemand, der in den 70igern geboren wurde, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass ich Jahre später eine Masseninvasion kulturfremder junger Männer erlebe, das Zwölfjährige Nagelbomben auf Weihnachtsmärkte stellen, Leute mit Axt und Messer in der Deutschen Bahn herumlaufen, Lkws über Weihnachtsmärkte walzen oder dass in Köln 1.0 und 2.0 Horden marodierender Männer die Unversehrtheit der Frauen und die freie Gesellschaft an sich in Frage stellen. Oder IS-Anhänger an Bio-Bomben herumbasteln. Ach ja: Und möglicherweise bringt Sie auch das hier zum nachdenken.

Die Liste ließe sich noch beliebig um Terroranschläge, migrantische Alltagskriminalität, die Taten des IS und ähnlicher Organisationen erweitern, aber ich glaube es wird klar, was ich sagen möchte.

 

Es passiert schon nichts…

Nun können wir annehmen, dass es nie dazu käme. Gegen diese Annahme sprechen allerdings die bisherigen Erfahrungswerte und die daraus resultierende, subjektiv empfundene Wahrscheinlichkeit für eine Änderung der Verhältnisse. Diese subjektive Einschätzung wird durch die no go areas, die bisher gefundenen Kriegswaffenlager, die für jeden Kriminellen völlig offen stehenden Grenzen sowie die Ankündigungen und Taten des IS und gleichgesinnter Organisationen beeinflusst.

Und in manchen anderen Ländern ist es normal, als Privatperson Bunker zu bauen oder anders vorzusorgen. Die Welt kann verrückter sein, als man es sich in den kühnsten Träumen vorstellen kann. Im Zweifelfall, je nach Wahrscheinlichkeit, würde ich eher empfehlen, sich auf den Fall der Fälle vorzubereiten, als es darauf ankommen zu lassen. Der kluge Mann baut vor.

Dieser Artikel kann diese Thematik aber lediglich anreissen. Zu diesem Thema gibt es unendliche viele Möglichkeiten sich zu informieren, dieser Text schickt sich nur an, einen groben Überblick für weitere Überlegungen zu geben.

 

Material und Bervorratung

Zum einen kann man rechtzeitig seine Konten räumen, um im Notfall, wenn z.B. Geldautomaten geschlossen werden (und diesen Testlauf gabe es bereits in Griechenland!), Bargeld vorzuhalten. Ob Geld dann noch etwas Wert ist, läßt sich pauschal nicht sagen, es hängt von der Art der Katastrophe ab.

Sinnvolle Tauschgegenstände als Ersatzwährung sind sicher eine weitere gute Option, sollte das Finanzsystem zusammenbrechen. Alkohol, Zigaretten, Kleidung, Nahrung waren in Deutschland bisher gängige Ersatzwährungen. Medikamente, Gold, Schmuck können auch, je nach Fall, nützlich sein.

 

Eine einfache Strategie, die für unsere Vorfahren völlig normal war, war es, Vorräte anzulegen. Jeder von uns kann dies tun um für den Fall der Fälle vorzubeugen. Entweder zu Hause, oder in geheimen Lagern.

Genannt seien Nahrung, Wasser, Verteidigungsartefakte, Treibstoff, Wasserfilter, Hobo-Kocher, Streichhölzer, Medikamente, Jagdwaffen usw.. Das Auto vollgetankt abstellen ist eine weitere Variante.

 

An Flüssen kann man ein Schlauchboot vorhalten. Die Liste kann jeder mit Fanatasie erweitern. Auch sollte man wissen, aus welchen heimatlichen Pflanzen man Nahrung und Heilmittel herstellen kann, wie man Nahrung haltbar macht und mit einfachen Mitteln zubereitet. Und welche Pflanzen am besten geeignetet sind, um den Körper mit allem Notwendigem zu versuchen.

Doch Obacht: Vorräte nutzen nur, wenn man dafür sorgen kann, dass andere diese nicht widerrechtlich an sich bringen.

 

Verteidigung

Hierzu ist es angeraten, eine Verteidigung zu organisieren. Ich werde aber keine Empfehlung zur Bewaffnung abgeben, das möchte ich an dieser Stelle klar stellen. Ich schreibe aber nieder, was ich glaube, beobachten zu können. Nocheinmal: Dies ist kein Aufruf sich zu bewaffnen. Nur eine Beobachtung und damit ein subjektiver Eindruck.

 

Die Menschen scheinen sich zur Zeit legal zu bewaffnen. Dies mag ein Grund sein, warum zur Zeit in Waffengeschäften die Munitionsverkäufe bei Jägern und Sportschützen auf einem hohen Level laufen oder in Discountern Pfeffersprays in den Regalen stehen.

Auch ohne Waffenschein scheinen Bürger legale Möglichkeiten zu nutzen sich auszustatten, wie Bögen, Schleudern, Schilde, CS-Gas, Schuß sichere Westen usw.. Zudem steigt die Zahl der beantragten kleinen Waffenscheine in Deutschland seit einiger Zeit.

Ich bezweifle allerdings, das dies in einem bewaffneten Konflikt allzu hilfreich sein wird, wenn man allein ist. Es gibt Berichte darüber, dass in Bürgerkriegsähnlichen Konflikten nur größere Gruppen eine Überlebenschance haben. Dies bedeutet somit, dass man sich vernetzen muss, um sich im Fall der Fälle auf den Weg zu machen, um größere Gruppen zu treffen oder erst zu bilden.

 

Segregation

Die andere Variante wäre, sich effizient zu verstecken oder in entlegene Orte zurückzuziehen.

Sollte man sich auf den Weg machen, andere Gruppen zu treffen, muss man Transportmittel vorhalten, wie oben schon erwähnt. Die Frage, die sich mir stellt: Gelingt eine Flucht z.B. aus einer Metropole überhaupt noch, wenn die Katastrophe eintritt?

Eines muss vorher aber auf jeden Fall klar sein: Man muss bereits Orte festgelegt haben, an die man sich zurückziehen kann oder an denen man andere Gruppenmitglieder trifft. Mehrzahl hier deshalb, da eine Variante der Katastrophe auch ein Anschlag sein kann, der den Flüchtenden in die eine oder andere Himmelsrichtung zwingt.

 

Organisationssrukturen schaffen

Denkt man noch viel viel weiter, so müssen bei vernetzten Gruppen schon vorher Organisationsstrukturen geschaffen werden, wer was wo tun wird, z.B. Kommunikationsgruppen, Organisationsstäbe, Transportgruppen und so weiter. Feste Sammelpunkte müssen bekannt und/oder vorbereitet sein. Eine weitere Vertiefung dieses Themas lasse ich aus – Kernkompetenzen für diese Thema liegen eher beim Militär oder dem Katastrophenschutz.

Zumindestens müssen die Bürger im Falle eine nationalen oder regionalen Konfliktes möglicherweise Wanderungsbewegungen vornehmen. Darauf sollte man vorbereitet sein. Und auch darauf, dass Wege und Straßen dann ggf. nicht mehr passierbar sind.

 

Ich persönlich habe die Berichte über die Terrorangst nahe französichen Atomkraftwerken zum Anlaß genommen, mir einen Notfallrucksack anzulegen, der alles Wichtige enthält, falls ich mit meiner Familie schnell flüchten muss. In ihm habe ich bisher eine Baumarkt-Axt, einen Bolzenschneider, Nahrung, einen Kocher, ein Messer, Medikamente, Verbandsmaterial, Survival Literatur, Streichhölzer, ein Multitool usw.. Der Rucksack wird von mir ständig erweitert. Weitere Inhalte können eine Rettungsdecke, ein Minizelt, Angelhaken mit Schnur etc. sein.

Denn Flucht ist, je nach Fall, eine notwendige Option.

Auch sollte man darauf vorbereitet sein, auf andere aufmerksam zu machen, um sich helfen zu lassen. Signalraketen und laute Pfeifen bieten eine Option. Tarnkleidung (z.B. Flecktarn (je nach Terrain)) kann ebenfalls wichtig sein, wenn man genau das Gegenteil erreichen möchte. Bewegt man sich draußen, sind ggf. survival-Kenntnisse unabdingbar, die man sich frühzeitig, d.h. vor der Katastrophe, aneignen sollte.

 

Das Exil

Wer es für möglich hält, dass die Lage Deutschland ggf. nicht mehr zu retten ist, kann auch über den Aufbau eines Exils im Ausland nachdenken, um zeitweise oder endgültig der Gefährdung zu entgehen. Dies bedeutet indes den temporären oder permanenten Verlust der Heimat.

Der für mich schlimmste Fall in diesem Artikel.

 

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Dies ist ein ewiger Artikel -5-

  Immer wieder Die ist ein ewiger Artikel. Er hat eine Nummer. Sein Text wird …

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