Home / Zeitgeschehen / Die Achtung vor dem Eigenen fehlt – ein aktuelles Beispiel

Die Achtung vor dem Eigenen fehlt – ein aktuelles Beispiel

Heute las ich hier über einen Ausspruch von Frau Katrin Göring-Eckardt (Grüne) im Radio, der mir symptomatisch für etwas erscheint, was ich hier thematisieren werde:

Der Mangel an Liebe für das Eigene, bzw. sogar der Hass auf selbiges.

Wir lesen im Artikel:

„Natürlich gehört der Islam zu Deutschland, und natürlich gehören Muslime zu Deutschland. Und ich finde, darüber können wir ganz schön froh sein. Es wäre sehr langweilig, wenn wir nur mit uns zu tun hätten,“ sagt Grünen-Spitzenkandidatin, Katrin Göring-Eckardt, mit Blick auf die Forderung der AfD nach einem Verbot von ausländisch finanzierten Moscheebauten und der Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.“

Ich will an dieser Stelle auf das Thema „der Islam gehört zu Deutschland ja oder nein“ gar nicht eingehen.

Mir geht es hier um die Aussage „..es wäre sehr langweilig, wenn wir nur mit uns zu tun hätten…“. Dieser kleine, unscheinbare Satz zeigt einen Kosmos an Problemen in der Einstellung vieler Deutscher, besonders im linken Spektrum. Und nicht nur hier: Auch in Schweden begründete in den 70iger Jahren mancher Politiker hiermit die Umwandlung Schwedens in ein Einwanderungsland.

Was dahinter steckt, ist die Annahme einer kulturellen Armut, die von außen aufgefrischt, bzw. auf ein höheres Level durch fremde, zusätzliche Elemente transformiert werden muss (wie wir gerade hier im Falle Edekas in ähnlicher Form sehen konnten).

Langeweile hält hier als Argument für das größte Gesellschaftsexperiment her, welches Europa je gesehen hat. Langweile ist die Begründung für die völlige Verwandlung und Verwerfung einer Gesellschaft: Welch ein Wahnsinn. Welch ein Zeichen von Degeneration, geradezu aristokratischer Borniertheit und von Verfall.

Dabei ist Europa mitnichten „kulturell arm“, auch die einzelnen Länder sind es nicht. In Europa existieren hunderte, wenn nicht gar tausende lokale und regionale Kulturen, Bräuche, Traditionen und etwa 200 Sprachen, Reichtum vom Kalevala bis hin zu den griechischen Sagen. Das Eigne als langweilig anzusehen, offenbart einen Mangel an Wissen und/oder Wertschätzung für die eigene Kultur. Eine Minderschätzung des Eigenen, welche keine Liebe für das eigene Volk und die eigene Herkunft zulässt.

Ein Freund von mir, der mir politisch nicht nahe steht, sagte vor einiger Zeit: „Es gibt nichts, worauf wir als Deutsche stolz sein können.“

Wirklich? Ist das so? Ich denke nein. Wir haben es nur vergessen.

Es ist uns jahrzehntelang so eingetrichtert worden. Es ist diese beschämte Haltung zum Eigenen, die uns Worte „Volk, deutsch, Nation, Heimat oder Stolz“ nur mit Mühe und Widerwillen über die Zunge kommen lässt. Die uns, obwohl wir es besser wissen, mehr erschauern lässt als das böse Wort mit F von Ingo Appelt. Die zur Vergötterung alles Fremden führt, egal wie rückständig und primitiv es erscheint. Die uns Verachtung bei anderen einbringt, weil sie sehen, dass wir uns pathogen verhalten.

Ist es nicht gerade dieser Mangel an Stolz, der uns in einer gebückten Haltung und mit gesenktem Blick zwischen den anderen Kulturen umherwandern lässt? Der es uns selbst und auch den anderen unmöglich macht, uns wirklich zu mögen? Wer soll mich lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe? Wenn ich auf nichts stolz sein kann, so bin ich im gleichem Zuge regelmäßig weniger Wert als jeder andere um uns herum. Schwach. Weich. Nicht nachahmenswert.

Ich möchte dies an einem aktuellen Beispiel erklären. Im Mai schrieb die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), im Tagesspiegel den Satz: „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“

Und weiter: „Auch Einwanderern kann man keine Anpassung an eine vermeintlich tradierte Mehrheitskultur per se verordnen, noch unterstellen, dass sie Nachhilfeunterricht benötigen, weil sie außerhalb unseres Wertesystems stünden.“ Unsere Verfassung liefert uns „kein kulturelles, sondern ein politisches Leitbild.“.

Ich versuche, die Brisanz dieser Worte in kurzen Worten einfach und knapp zu erfassen – dem geneigten Leser wird empfohlen, den kompletten Originaltext vorher zu lesen, und nicht nur den kurzen, aber überall zitierten obigen Satz.

Also: Eigentlich gibt es uns Deutsche gar nicht, niemand kann oder soll genötigt werden, sich an unsere (nicht vorhandene) Kultur anzupassen, unser Grundgesetzt tauscht nach ihrer Meinung den Begriff „Kultur“ gegen ein politisches Wertesystem von „Offenheit und Vielfalt“. Und wer das nicht so will, grenzt andere böse aus. Fast schon ein Rassist.

Ich halte fest: Diese Frau ist unsere Integrationsministerin. Sie ist Tochter türkischer Einwanderer, die hier alles bekommen hat, wovon ihre Eltern nur träumen konnten, um in ein besseres Leben zu starten: Wirtschaftlichen Wohlstand, Rechtssicherheit, Karriere, Demokratie, eine freundliche Gastgebergesellschaft und den Zugang in die Politik eines Landes, zu der ihre Eltern ursprünglich gar nicht gehörten.

Dankbarkeit ist das Mindeste, was ich dafür erwarte dafür. Stattdessen spuckt diese Dame dem Gastgeber ins Gesicht. Sagt ihm im übertragenen Sinne: „Hey, sorry, es gibt dich gar nicht, ich übernehme dann mal hier das Ruder und bestimme, wer ab jetzt zu deinem Haus gehört und wer nicht und wie das Haus gestaltet wird, o.k.? Und übrigens, dein Haus ist jetzt auch meins.“

Hätte ich einen solchen Gast, ich würde ihn ob dieser Frechheit hinauswerfen. Aber sie kann nichts dafür, sie ist ja so aufgewachsen, mit dieser Nation, die so devot ist, dass sie sich selbst als „Köterrasse“ bezeichnen lässt.

Ich möchte für eine bessere Zukunft mit dem Zitat eines großen deutschen Philosophen (hier) schließen:

„Eier. Wir brauchen Eier – Sie wissen was das heißt.“

 

P.S. Wenn Sie das alles garnicht gut finden, dann lesen sie meine Wahlhilfe hier

Check Also

Der böse Wolf – Entfremdung

3 comments

  1. Wie wahr. Interessant sind auch die Filmchen, in denen Deutsche Briten in Cornwall spielen (Pilcher), Franzosen in Frankreich, Schweden in Schweden und sogar Türken in der Türkei. Während die Amis gute ausländische Filme einfach komplett noch drehen und sie in den USA spielen lassen.
    Aber die Einwanderer dort wollen Amerikaner werden, die Kultur ist für sie erstrebenswert. Der Deutsche hingegen schämt sich für sein deutsch sein. In was soll sich der Einwanderer integrieren?
    Da ist sind Teile der AFD auf dem richtigen Weg. Weg mit den Scheuklappen!

  2. Guten Tag,

    Es wäre schön ein Anfang, wenn viele Deutsche eine Deutschlandfahne im Vorgarten hätten.

    Ich glaube, dann würden einige durchdrehen.

    • Wir haben leider keinen Vorgarten, aber einen Garten und in dem ist weithin sichtbar seit 2 Jahren eine Deutschlandfahne auf dem Laubendach angebracht. Die erste ist noch zu klein, die nächste wird wesentlich größer sein! Ansonsten bin ich begeistert von dem Artikel! Dass man von Frau G.-E. nichts anderes erwarten kann, liegt in ihrem Lebenslauf begründet. Abitur, Studium abgebrochen, in die Partei „gerettet“ nach der Wende, denn die Dame stammt aus dem Osten. Und auch hier waren wir nicht stolz auf uns Deutsche, nur als DDR-Bürger, eine neue Spezies. Ziel waren die allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten. Als solche hatte sie deshalb wahrscheinlich auch dieses Arroganz, dass sie auf jeden Fall immer im Recht ist. Da hat sie mit den Grünen den absoluten Part gefunden. Eine Partei, die u.a.dafür verantwortlich ist, dass in Brandenburg die Biberpopulation an der Oder mittlerweile die Landschaft streckenweise verwüstet hat. Wer schützt denn die alten riesigen Bäume, die von diesen Nagern rigoros umgenietet werden? Da lassen sich gleich Parallelen zu uns Deutschen finden…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen